Punggol, RFID-Antennen

Punggol: Vier RFID-Antennen sollen Robotern das Queren von Ampeln erleichtern

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 05:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vier Antennen sollen Roboterquerungen ermöglichen; weitere Standorte hängen vom Ergebnis der geplanten Praxistests ab.

Singapur plant RFID-Ampeln für Lieferroboter im Stadtteil Punggol
Ein moderner Fußgängerüberweg in einem Wohngebiet mit minimalistischen Ampelmasten bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Die Land Transport Authority (LTA) in Singapur hat am 2. Oktober 2026 Pläne vorgestellt, ausgewählte Fußgängerüberwege im Stadtteil Punggol mit RFID-Antennen auszustatten. Die Maßnahme soll es Liefer- und Patrouillenrobotern ermöglichen, Bedarfsampeln künftig drahtlos per Funksignal auszulösen und Kreuzungen selbstständig zu queren. Betroffen ist der Bereich rund um den Punggol Way sowie die New Punggol Road.

Langstreckenfunk für vier Kreuzungsbereiche

Da herkömmliche Serviceroboter keine mechanischen Taster an Ampelmasten bedienen können, setzt die Verkehrsbehörde auf Langstrecken-UHF-Funk. Konkret sieht die LTA die Montage von vier Antennen an vier Standorten vor.

Vorgesehen sind Installationen an der Zufahrtsstraße bei Block 433A Northshore Drive, an der Zufahrtsstraße bei Block 446A Punggol Point Cove sowie in beiden Fahrtrichtungen des Punggol Way. Die technische Umsetzung soll zügig erfolgen: Für die Installation der Antennen ist eine Frist von einem Monat nach Annahme des entsprechenden Auftrags angesetzt.

Testfeld Punggol Digital District

Die Infrastrukturanpassung dient als Vorbereitung für großflächige Praxistests, die ab Ende 2026 im Punggol Digital District beginnen sollen. Insgesamt acht Unternehmen testen dort künftig den Einsatz autonomer Systeme für Reinigungsaufgaben, Kontrollgänge und Essenslieferungen.

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Zu den teilnehmenden Betrieben gehören Grab, DHL, Certis, QuikBot, FieldAI, Thoughtworks, Slamtec und Unitree. Neben diesen acht Firmen beteiligen sich weitere Robotik-Startups sowie Robotik-Hersteller an den Erprobungen im öffentlichen Raum.

Strenge Regulierung und kontrollierte Ausweitung

Für die Teilnahme an den Tests gelten strikte Sicherheitsvorgaben der LTA. Roboter dürfen erst nach bestandenen Sicherheitstests auf den Bürgersteig und müssen mit niedrigen Geschwindigkeiten betrieben werden.

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Vorgeschrieben sind zudem eine Sichtbarkeitsbeleuchtung mit Lichtsignalen, der Nachweis einer Haftpflichtversicherung sowie eine dauerhafte menschliche Fernüberwachung. Ferner dürfen die Maschinen ausschließlich zuvor behördlich genehmigte Routen befahren.

Ob die Ampelschnittstellen künftig über Punggol hinaus ausgerollt werden, hängt nach Angaben der LTA von den Ergebnissen der Erprobung ab. Weitere Standorte sollen nur dann mit der Funktechnik nachgerüstet werden, wenn die Praxis einen tatsächlichen Bedarf bestätigt.

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