QR-Code-Betrug, GefÀlschte

QR-Code-Betrug: GefĂ€lschte Bankbriefe kosten Ärztinnen Zehntausende Euro

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 22:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
GefĂ€lschte Bankbriefe fĂŒhrten in ThĂŒringen zu mehreren Zehntausend Euro Schaden; die TĂ€ter erbeuteten Onlinebanking-Daten.
Ein Briefkasten aus Metall an einer Ziegelwand bei natĂŒrlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Kriminelle nutzen vermehrt gefĂ€lschte Postsendungen mit QR-Codes, um Zugriff auf Bankkonten zu erlangen. Die Landespolizeiinspektion Gotha warnte am 29. Oktober 2026 vor betrĂŒgerischen Schreiben, die im Namen einer bekannten Apotheker- und Ärztebank verschickt werden. Die EmpfĂ€nger werden in den Briefen dazu aufgefordert, eine angebliche Verifizierung fĂŒr das Onlinebanking ĂŒber einen abgedruckten QR-Code durchzufĂŒhren.

Nach Angaben der Polizei richten sich diese Phishing-Briefe gezielt an medizinisches Fachpersonal, darunter Ärzte sowie Psychotherapeuten. Sobald Betroffene den QR-Code mit ihrem Smartphone scannen, werden sie auf prĂ€parierte Internetseiten geleitet. Über diesen Weg gelangten die unbekannten TĂ€ter an die sensiblen Anmeldedaten der Kontoinhaber.

Zehntausende Euro Schaden in ThĂŒringen

Die Masche zeigte in der Praxis bereits gravierende Folgen. Wie die Polizei mitteilte, erbeuteten die BetrĂŒger in dieser Woche in zwei FĂ€llen erst vertrauliche Zugangsdaten und transferierten anschließend mehrere Zehntausend Euro.

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Bei den Opfern handelte es sich um Ärztinnen aus dem thĂŒringischen Ilm-Kreis sowie dem Landkreis Gotha. Die Ermittlungen zu den VorfĂ€llen wurden aufgenommen, die IdentitĂ€t der TĂ€ter ist derzeit allerdings noch ungeklĂ€rt.

Dass BetrĂŒger auf postalische Schreiben mit QR-Codes zurĂŒckgreifen, dieses sogenannte Quishing, stellt eine wachsende Herausforderung dar. Viele Anwender erwarten Phishing-Versuche primĂ€r per E-Mail oder Textnachricht, weshalb gedruckte Dokumente mit offiziellem Erscheinungsbild oft weniger Misstrauen wecken.

Masche betrifft mehrere Finanzinstitute

Der Fall aus ThĂŒringen ist kein isoliertes PhĂ€nomen. Bereits am 22. Oktober 2026 hatte das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe, S-CERT, vor Ă€hnlich gelagerten Betrugsversuchen gewarnt. In einer nicht nĂ€her genannten Stadt im Westen Deutschlands landeten vermehrt gefĂ€lschte Schreiben im Namen einzelner Sparkassen in den BriefkĂ€sten. Ein aufgefundenes Musterschreiben aus dieser Serie war auf den 18. Oktober 2026 datiert.

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Bei der Sparkassen-Variante fĂŒhrt der abgedruckte QR-Code ebenfalls auf eine Phishing-Seite. Dort werden neben den regulĂ€ren Onlinebanking-Zugangsdaten auch weitergehende persönliche Informationen sowie eine Kopie des Ausweisdokuments abgefragt.

Auch Kunden anderer Großbanken geraten ins Visier der Kriminellen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg sind derartige Postsendungen bereits im Namen der Deutschen Bank, der Commerzbank sowie der Targobank aufgetaucht. Sicherheitsexperten raten grundsĂ€tzlich davon ab, QR-Codes in unaufgefordert zugestellten Briefen zu scannen, und empfehlen, offizielle ServicekanĂ€le der Institute fĂŒr Nachfragen zu nutzen.

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