Quartierspflege, Baden-Württemberg

Quartierspflege: Baden-Württemberg investiert 31 Millionen bis 2029

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 04:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Baden-Württemberg fördert mit 31 Millionen Euro sechs Modellprojekte für wohnortnahe Pflege und Versorgung.

Quartiersentwicklung: Neue Konzepte für selbstbestimmtes Wohnen im Alter
Senioren und Sozialarbeiter im Gespräch in einem modernen Gemeinschaftszentrum zur Quartiersentwicklung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bundesweit entstehen neue Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Kommunen, Wohnungswirtschaft und soziale Träger vernetzen sich zunehmend.

Millionen-Förderung für Wohnortnähe

Baden-Württemberg treibt die Quartiersentwicklung massiv voran. Das Programm „OrtsNahePflege BW“ startet mit 14,3 Millionen Euro für sechs Modellprojekte. Bis 2029 soll das Volumen auf 31 Millionen Euro steigen. Ziel: Die Kommunen in der Pflegeplanung stärken und bedarfsgerechte Versorgung vor Ort schaffen.

In Mannheim fließen rund 4 Millionen Euro in das Konzept „Wohnen mit Versorgungssicherheit“. Geplant sind Pflegewohnungen, quartiersbezogene Pflegebüros mit Rufbereitschaft und digitale Anwendungen. Tübingen erhält rund 2 Millionen Euro für das Modellquartier Waldhäuser Ost. Dort definieren die Verantwortlichen ambulante Versorgungsgebiete und bauen eine Fachkräfte-Allianz mit der Uniklinik auf.

Ehrenamt wird professioneller

Organisierte Nachbarschaftshilfen gewinnen an Bedeutung. Auf Sylt planen Seniorenbeirat und Seniorenvertretung für Anfang August die Auftaktveranstaltung eines neuen Netzwerks. Es soll älteren Menschen durch gegenseitige Unterstützung ein längeres Leben zu Hause ermöglichen.

Gleichzeitig steigt der Bedarf an spezialisierter Qualifizierung. Im Landkreis Uelzen schlossen im Juli acht Gesundheitslotsinnen ihre Ausbildung ab. Sie informieren Senioren bei Hausbesuchen über regionale Angebote. Im Emsland absolvierten ehrenamtliche Seniorenbegleiter Schulungen zur Selbstverteidigung – als Multiplikatoren für mehr Sicherheit im Alltag.

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Baden-Württemberg investiert bis 2029 insgesamt 31 Millionen Euro in wohnortnahe Pflege. Die ersten sechs Modellprojekte sind bereits gestartet – mit 14,3 Millionen Euro. Wer jetzt einen Förderantrag stellt, sichert sich frühzeitig Planungssicherheit. Unser Praxisleitfaden zeigt Ihnen, wie Sie von der Ausschreibung bis zur Bewilligung vorgehen. Jetzt kostenlosen Praxisleitfaden anfordern

Langfristig etablierte Strukturen wie in Rethem verzeichnen wachsenden Bedarf. Die Zahl der besuchten Jubilare stieg dort innerhalb von zwei Jahrzehnten deutlich an.

Wohnungswirtschaft und Gesundheitswesen rücken zusammen

In Neuwied vereinbarten ein Wohnungsbauunternehmen mit rund 3.400 Einheiten und eine Seniorendienstleistungsgruppe eine Partnerschaft. Ab August erhalten Mieter direkten Zugriff auf Hausmeisterservices, Begleitung und häusliche Pflege.

Die Informationsvermittlung läuft parallel. Ludwigshafen veröffentlichte im Juli die elfte Ausgabe seines Seniorenwegweisers – von digitaler Teilhabe bis zu finanziellen und rechtlichen Fragen. In Bochum-Harpen etablierte sich ein Gesundheitscafé, in dem Fachärzte und Physiotherapeuten über Prävention informieren.

Gesellschaftliche Teilhabe sichern

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Fehlende wohnortnahe Versorgungsstrukturen und steigender Pflegebedarf setzen Kommunen unter Druck. Die Förderung „OrtsNahePflege BW“ bietet bis 2029 insgesamt 31 Millionen Euro – doch die Antragsfristen sind knapp. Unser Leitfaden hilft Ihnen, die richtigen Bausteine für Ihr Quartierskonzept zu wählen und die Finanzierung zu sichern. Förderleitfaden jetzt kostenlos sichern

In Wiesbaden besteht eine Kooperation zwischen Altenarbeit und einem lokalen Traditionsverein seit drei Jahrzehnten. Solche gewachsenen Strukturen sichern älteren Bürgern den Zugang zu Gemeinschaftsveranstaltungen und vergünstigten Verpflegungsangeboten.

Auch politisch organisieren sich Senioren neu. Im Rheinisch-Bergischen Kreis gründete sich im Juli ein Kreisverband liberaler Senioren. Die Schwerpunkte: Altersvorsorge, öffentlicher Nahverkehr und Wohnraumgestaltung.

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