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QuEra Computing: KI reduziert Laser-Ausfallzeiten von 10 auf 1 Sekunde

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 00:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

QuEra Computing verkürzt die Laser-Lock-Wiederherstellung auf Sekunden und erreicht mit Claude 99,3 Prozent erfolgreiche Testläufe.

QuEra Computing optimiert Quantencomputer mit Claude-KI
Präzises optisches Labor-Setup für Quantencomputer mit komplexen Lasersystemen und Hardware-Komponenten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Quantencomputer-Entwickler QuEra Computing hat erfolgreich demonstriert, wie die Steuerung komplexer physikalischer Systeme durch künstliche Intelligenz optimiert werden kann.

In einer aktuellen Mitteilung gab das Unternehmen bekannt, das Sprachmodell Claude von Anthropic für die Entwicklung und Validierung der Steuerlogik seiner Lasersysteme eingesetzt zu haben. Ziel dieser Integration ist es, kritische Betriebsprozesse zu automatisieren, die bisher hochspezialisiertes Personal erforderten.

Automatisierung reduziert Ausfallzeiten massiv

Ein zentraler Aspekt beim Betrieb von Quantencomputern ist die präzise Ausrichtung und Stabilität der Lasersysteme. Bisher beanspruchte die Wiederherstellung des sogenannten Laser-Locks bei Störungen einen Zeitaufwand von 5 bis 10 Minuten, sofern diese Aufgabe von Experten manuell durchgeführt wurde. Durch den Einsatz des von Claude entwickelten Controllers konnte diese Zeitspanne auf wenige Sekunden reduziert werden.

Die Zuverlässigkeit der KI-gestützten Lösung erwies sich in Testreihen als äußerst stabil. QuEra Computing berichtete, dass 695 von 700 Versuchen erfolgreich verliefen. Dies entspricht einer Erfolgsquote von 99,3 Prozent bei der Wiederherstellung der Systemstabilität ohne menschliches Eingreifen.

Darüber hinaus führte der Einsatz der neuen Steuerlogik zu einer signifikanten Verbesserung der Signalqualität, wobei eine Rauschreduktion um den Faktor 5 erzielt wurde.

Technischer Rahmen durch den Model Hardware Standard

Die Grundlage für diese Entwicklung bildet der neue Model Hardware Standard (MHS), den Anthropic gemeinsam mit dem Howard Hughes Medical Institute (HHMI) Janelia entwickelt hat. Dieser Standard wurde entworfen, um es KI-Agenten zu ermöglichen, sicher mit physischen Geräten zu interagieren und diese zu steuern. Der MHS fungiert dabei als Schnittstelle, die komplexe Hardware-Anforderungen in eine für KI-Modelle verständliche Struktur übersetzt.

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Anthropic verfolgt mit der Einführung des MHS das Ziel, den Einsatz von KI in wissenschaftlichen und industriellen Laborumgebungen zu skalieren. Zu den Partnern, die den Standard bereits unterstützen oder an dessen Implementierung beteiligt sind, gehören neben QuEra Computing namhafte Organisationen wie Genentech, die University of Washington (UW), die Carnegie Mellon University (CMU) sowie HHMI und das Technologieunternehmen Tetsuwan.

Erweiterung der KI-Steuerung geplant

Die erfolgreiche Validierung der Lasersteuerung markiert für QuEra Computing lediglich den Beginn einer umfassenderen Automatisierungsstrategie. Das Unternehmen plant, die durch Claude unterstützte Automatisierung auf weitere Subsysteme seiner Quantencomputer auszuweiten.

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Durch die Minimierung manueller Eingriffe und die drastische Verkürzung von Reaktionszeiten bei Systemfehlern soll die Verfügbarkeit und Effizienz der Quantenrechenressourcen gesteigert werden.

Branchenexperten werten diesen Schritt als wichtiges Signal für die zunehmende Verschmelzung von Quantentechnologie und künstlicher Intelligenz. Während Quantencomputer oft als künftige Beschleuniger für KI-Modelle gesehen werden, zeigt dieses Projekt, dass heutige KI-Systeme bereits jetzt eine entscheidende Rolle bei der Überwindung betrieblicher Hürden in der Quantenhardware-Entwicklung spielen können.

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