Quercetin, Zwiebeln

Quercetin und Zwiebeln: Blutdruck sinkt um bis zu 6 mmHg

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 03:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine chinesische Studie beschreibt acht Pflanzenstoffe gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs; Quercetin zeigt zudem mögliche Effekte auf Blutdruck und Cholesterin.

Pflanzenstoffe zeigen Potenzial bei Krebs und Herzgesundheit
Frische Kurkuma-Wurzeln auf einem dunklen Steinhintergrund Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen widmen sich verstärkt der Rolle von sekundären Pflanzenstoffen in der Onkologie und Kardiologie. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei eine im August 2026 in der Fachzeitschrift Phytotherapy Research veröffentlichte chinesische Studie, die das Potenzial verschiedener Naturstoffe bei der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs analysiert hat. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Verbindungen gezielt in biologische Prozesse von Tumorzellen eingreifen können.

Wirkmechanismen gegen Tumorzellen

Die im August 2026 vorgestellte Untersuchung identifizierte insgesamt acht pflanzliche Wirkstoffe, die eine nachweisbare Wirkung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigten. Zu diesen Substanzen gehören Curcumin, Quercetin, Resveratrol, EGCG (Epigallocatechingallat), Berberin, Genistein, Apigenin und Luteolin. Den Analysen zufolge fördern diese Stoffe die Apoptose – den programmierten Zelltod – der Krebszellen.

Darüber hinaus beobachteten die Forscher, dass die untersuchten Verbindungen die Proliferation, also die schnelle Vermehrung der Tumorzellen, sowie die Angiogenese hemmen können. Letzteres beschreibt die Bildung neuer Blutgefäße, welche für die Versorgung und das Wachstum von Tumoren essenziell ist. Die Hemmung dieser Prozesse gilt als ein zentraler Ansatzpunkt in der Krebstherapie.

Herausforderungen bei der klinischen Anwendung

Trotz der im Labor beobachteten Effekte weist die Forschung aus dem August 2026 auf erhebliche Hürden bei der praktischen Anwendung hin. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die bisher begrenzte klinische Evidenz. Zwar zeigen die Substanzen in experimentellen Modellen Wirkung, doch die Übertragbarkeit auf den menschlichen Organismus bleibt komplex.

Anzeige

Neben der Krebsforschung rücken Entzündungsprozesse immer stärker in den Fokus der Medizin, da sie oft unbemerkt Schmerzen und Erschöpfung verursachen können. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche 12 Lebensmittel aus dem Supermarkt wie natürliche Entzündungs-Killer wirken. Gratis-Ratgeber: Entzündungshemmende Ernährung herunterladen

Ein Hauptproblem stellt die geringe Bioverfügbarkeit der Pflanzenstoffe dar. Viele dieser Verbindungen werden vom Körper nur in geringem Maße aufgenommen oder zu schnell abgebaut, um am Zielort eine ausreichende therapeutische Konzentration zu erreichen. Die beteiligten Wissenschaftler betonten daher, dass weitere Studien notwendig seien, um diese pharmakologischen Barrieren zu überwinden und den tatsächlichen klinischen Nutzen zu validieren.

Quercetin und kardiologische Prävention

Neben der Onkologie werden sekundäre Pflanzenstoffe wie Quercetin auch im Kontext der Herzgesundheit untersucht. Kardiologen wie Magdalena Perelló verweisen in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung einer entsprechenden Ernährung und empfehlen beispielsweise den Konsum von Zwiebeln.

Quercetin, das in hohen Konzentrationen in Zwiebeln vorkommt, soll dazu beitragen, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel zu senken sowie entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren.

Anzeige

Wer gezielt seinen Blutdruck regulieren möchte, ohne sofort auf Medikamente angewiesen zu sein, erhält in diesem Spezialreport wertvolle Tipps von einem renommierten Medizinprofessor. Entdecken Sie 7 einfache und natürliche Wege für eine dauerhafte Senkung Ihrer Werte. Kostenlosen Spezialreport von Prof. Dr. med. Kurscheid sichern

Wissenschaftliche Auswertungen stützen diese Empfehlungen teilweise. Eine Meta-Analyse ergab, dass die Supplementierung mit Quercetin sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck moderat senken kann. Spezifische Studienergebnisse zeigen zudem, dass ein regelmäßiger Zwiebelkonsum den systolischen Blutdruck um bis zu 6 mmHg verringern kann.

Weitere Belege lieferte eine Meta-Analyse, die zehn Studien mit insgesamt 446 Teilnehmern berücksichtigte. In diesen Untersuchungen führte eine Supplementierung mit Zwiebel-Extrakten zu einer Verbesserung der Lipidwerte. Dabei konnten positive Effekte auf das LDL- und HDL-Cholesterin sowie auf den Gesamtcholesterinspiegel festgestellt werden.

Diese Daten unterstreichen das präventive Potenzial pflanzlicher Inhaltsstoffe, wenngleich die Forschung zur optimalen Dosierung und Anwendungsform noch andauert.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70052175 |