Quishing-Angriffe: QR-Codes in Phishing-Mails um 146% gestiegen
Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 13:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kriminelle nutzen zunehmend Künstliche Intelligenz, manipulierte QR-Codes und echte Buchungsdaten, um Reisende abzuzocken.
Gefälschte Nachrichten mit echten Daten
Besonders perfide: Betrüger greifen auf reale Reservierungsdaten zurück. Sicherheitsanalysten von Bitdefender beobachten seit dem Frühjahr mehrere Kampagnen. Die Täter kontaktieren Reisende über WhatsApp – mit korrekten Hotelnamen und Reservierungsnummern. Ihr Ziel: Kreditkartendaten erschleichen. Betroffen sind Kunden internationaler Reiseanbieter in Deutschland, Großbritannien und Frankreich.
Quishing: Der QR-Code als Einfallstor
Parallel dazu boomen Angriffe über QR-Codes. Im ersten Quartal stiegen diese sogenannten Quishing-Attacken um 146 Prozent. Jede neunte Phishing-Mail enthält inzwischen einen schadhaften Code. Er führt auf gefälschte Anmeldeseiten, die kaum von echten zu unterscheiden sind.
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Auch bei eSIM-Angeboten gibt es Fallstricke. Kaspersky-Experten warnen vor gefälschten Webseiten namhafter Mobilfunkanbieter. Kriminelle setzen KI ein, um die Seiten täuschend echt aussehen zu lassen – und Kreditkartendaten abzugreifen.
Vignetten-Fallen und Fake-Ferienwohnungen
Die Verbraucherzentrale Bayern meldet eine Zunahme manipulierter Vignetten-Webseiten. Betrüger schalten gesponserte Anzeigen in Suchmaschinen. Die Portale verlangen überhöhte Preise oder Zahlungen in Fremdwährungen – für Österreich, die Schweiz oder Tschechien.
Noch teurer wird es bei Ferienimmobilien. Branchenkenner wie Journalist Peter Giesel warnen vor Fake-Ferienwohnungen in Kroatien oder Südfrankreich. Anders als auf Mallorca fehlt dort oft die behördliche Kontrolle. In einigen Fällen verloren Urlauber mehrere tausend Euro pro Buchung.
Der ÖAMTC beobachtet zudem eine Diversifizierung der Maschen: Gefälschte Notfall-Werkzeuge, Tankgutschein-Umfragen und betrügerische Gewinnspiele mit Abofallen sind auf dem Vormarsch.
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So schützen Sie sich
Die wichtigste Regel: Offizielle Stellen fragen sensible Daten niemals per Link in SMS oder Messengern ab. Nutzen Sie ausschließlich offizielle Apps und geben Sie Webadressen manuell ein.
Technisch zeichnet sich Hilfe ab. Die iOS 26.6 Beta enthält Funktionen zur Erkennung bösartiger Nachrichten. Gegen KI-gestützte Schockanrufe mit geklonten Stimmen rät die Polizei zu internen Codewörtern innerhalb der Familie.
Das Thema bleibt aktuell: Am heutigen Donnerstag startet eine neue Staffel der Reportage-Reihe „Achtung Abzocke“. Sie untersucht Betrugsfälle bei Souvenirs, überteuerten Touren und gefälschten Lebensmitteln in Urlaubsregionen.
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