Rabbit, OS3

Rabbit OS3: Neue KI-Plattform ist jetzt für alle Nutzer verfügbar

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 16:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die kostenlose Agentenplattform verbindet Geräte und KI-Modelle; für deren Nutzung benötigen Anwender eigene API-Schlüssel.

Rabbit startet OS3 für alle und beendet die r1-Produktion
Ein minimalistischer, modern gestalteter Serverraum mit kühler, blauer Beleuchtung und geordneten technischen Systemen. Illustration mit AI erstellt.

Das Technologieunternehmen Rabbit hat am 22.09.2026 seine neue Plattform OS3 allgemein bereitgestellt. Nach einer Phase, die auf geladene Testnutzer beschränkt war, ist das System nun für die breite Öffentlichkeit zugänglich. OS3 wird als cloudbasierte Agentenplattform positioniert, die über eine Chat-Oberfläche bedient wird und die Koordination von Geräten, Anwendungen, Dateien und verschiedenen KI-Modellen übernimmt.

Cloudbasierte Orchestrierung von Betriebssystemen und Modellen

Die Architektur von OS3 basiert auf einem Zusammenspiel zwischen einer Cloud-Plattform und einem lokalen Agenten. Dieses System ist darauf ausgelegt, Aufgaben über verschiedene Betriebssysteme hinweg zu steuern.

Unterstützt werden demnach Windows 11, macOS und Linux sowie Cloud-basierte virtuelle Maschinen und dedizierte KI-Rechner. Auch das hauseigene Mobilgerät r1 kann in das System eingebunden werden, ist jedoch für die Nutzung von OS3 nicht zwingend erforderlich.

Ein zentrales Merkmal der Plattform ist die Fähigkeit, Software selbstständig zu schreiben und zu debuggen. Zudem können Nutzer neue Fähigkeiten, sogenannte Skills, über eine URL einrichten. Ein Nutzerkonto ermöglicht dabei die Verbindung von bis zu fünf Geräten.

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Die Navigation und Aufgabenverwaltung erfolgen über eine einheitliche Oberfläche, wobei OS3 für spezifische Anforderungen automatisch die geeigneten Geräte, Dateien und Apps auswählt. Neben dem Web-Interface ist der Zugriff auch über Messenger-Dienste wie Telegram sowie via iMessage, RCS und SMS möglich.

Kostenstruktur und Integration externer KI-Modelle

Bei der Modellwahl setzt Rabbit auf Flexibilität und ein Modell der Kostenweitergabe. OS3 selbst wird als kostenloser Dienst angeboten, allerdings verlangt das Unternehmen kein eigenes Abonnement für die KI-Leistung. Stattdessen müssen Anwender eigene API-Schlüssel ihrer bevorzugten Modellanbieter hinterlegen. Unterstützt werden unter anderem Anthropic Claude, OpenAI GPT sowie verschiedene lokale Modelle und die Schnittstelle OpenRouter.

Ein technischer Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass Kontextinformationen, Erinnerungen und gelernte Fähigkeiten auch bei einem Wechsel des zugrunde liegenden Sprachmodells erhalten bleiben. Für komplexe Aufgaben sieht das System zudem die Ausführung von Hintergrundprozessen vor, die über längere Zeiträume aktiv bleiben können.

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In Bezug auf den Datenschutz betonte das Unternehmen, dass lokale Dateien physisch auf dem jeweiligen Endgerät verbleiben. Die Kommunikation mit dem System sowie die daraus resultierenden Erinnerungen werden hingegen auf den Servern von Rabbit gespeichert.

Sicherheitsrelevante oder sensible Aktionen führt das System laut Anbieterangaben nur auf ausdrückliche Anweisung des Nutzers aus und verlangt für kritische Schritte eine zusätzliche Bestätigung.

Strategiewechsel bei Hardware und Unternehmensdaten

Zeitgleich mit dem allgemeinen Start von OS3 wurden Informationen zur künftigen Hardware-Strategie bekannt. Gründer Jesse Lyu bestätigte laut Medienberichten, dass die Produktion des r1-Handhelds eingestellt wurde. Dennoch wurden von diesem Gerät insgesamt über 100.000 Einheiten ausgeliefert.

Die Weiterentwicklung der Software für den r1 soll fortgesetzt werden; demnach gab es bislang rund 50 Updates zur Verbesserung des Geräts. Als neues Hardware-Projekt ist innerhalb weniger Monate die Einführung eines sogenannten Cyberdecks geplant.

Mit der Einführung von OS3 gehen auch strukturelle Änderungen im Dienste-Portfolio einher. Wie das Unternehmen über den Kurznachrichtendienst X mitteilte, werden der bisherige Rabbithole-Dienst sowie Rabbit Intern eingestellt. Aktuelle Kennzahlen weisen für das Unternehmen ein aufgenommenes Kapital von rund 60 Mio. US-Dollar aus. Der Betrieb der Plattform wird derzeit von einem Team mit 15 Beschäftigten koordiniert.

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