Radeon-Preise: AMD erhöht um mindestens 10 Prozent ab August
Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 00:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-amerikanische Halbleiterhersteller AMD hat am 1. August 2026 die Veröffentlichung des Sprachmodells Instella-MoE-16B-A3B bekannt gegeben. Die Neuentwicklung basiert auf einer Mixture-of-Experts-Architektur (MoE) und wurde speziell für die Beschleuniger-Grafikkarten der Serien Instinct MI300X und MI325X optimiert. Zeitgleich wurden weitreichende Preisanpassungen im Endkundenmarkt für Radeon-Produkte sowie Details zu kommenden Hardware-Generationen bekannt.
Technische Spezifikationen und Effizienzsteigerungen
Das neue Instella-MoE-16B-A3B-Modell verfügt über insgesamt 16 Milliarden Parameter, von denen im laufenden Betrieb jeweils 2,8 Milliarden aktiv genutzt werden. AMD setzt bei der Architektur auf spezialisierte Technologien wie Gated MLA und das sogenannte FarSkip-Collective. Nach Unternehmensangaben führen diese Optimierungen zu einer Beschleunigung des Trainingsprozesses um 12,7 Prozent. Besonders deutlich falle die Verbesserung bei der Latenz aus: Die Zeit bis zur Ausgabe des ersten Tokens (Time to First Token, TTFT) konnte um 39,2 Prozent gesenkt werden.
Zusätzlich zur Basisversion stellte AMD Ende Juli die Variante Instella-MoE-16B-A3B-Think vor. Dieses Modell ist für komplexere Aufgaben konzipiert, verfügt über ein Kontextfenster von 64k und wurde in einer siebenstufigen Trainingspipeline unter Verwendung der ROCm-Softwareplattform entwickelt. In Leistungstests erreichte die Basisversion einen Score von 76,7, während die Think-Variante einen Wert von 73,22 erzielte.
Für die Veröffentlichung wählt AMD einen dualen Lizenzansatz: Während die Modellgewichte unter der ResearchRAIL-Lizenz ausschließlich für Forschungszwecke freigegeben wurden, steht der zugehörige Code unter der quelloffenen MIT-Lizenz zur Verfügung.
Preiserhöhungen bei Radeon-GPUs und GDDR6-Speicher
Parallel zu den Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz sieht sich die Grafiksparte von AMD mit steigenden Kosten konfrontiert. Berichten vom 1. August 2026 zufolge erhöht das Unternehmen die Preise für Radeon-Grafikkarten sowie GDDR6-Kits ab August um mindestens 10 Prozent. Dieser Schritt folgt einer ähnlichen Entwicklung beim Wettbewerber Nvidia.
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Hintergrund für die Anpassung ist die angespannte Situation auf dem Komponentenmarkt. Die Spotpreise für GDDR6-Speicher sind demnach von rund 2,50 US-Dollar auf etwa 7,50 US-Dollar pro Gigabyte gestiegen, was einer Verdreifachung entspricht. Für Endkunden bedeutet dies bei Modellen wie der Radeon RX 9060 XT, RX 9070 und RX 9070 XT einen Preisaufschlag zwischen 40 und 70 US-Dollar.
Markteinführungen und Ausblick auf künftige Architekturen
Im Bereich der Mittelklasse-Hardware präsentierte der Partner ASRock Ende Juli die RX 9050 Challenger 8GB. Die Karte verfügt über 16 Compute Units (CUs), 1024 Shader und einen Boost-Takt von 2600 MHz. Ausgestattet mit 8 Gigabyte GDDR6-Speicher an einem 128-Bit-Interface erreicht sie eine Bandbreite von 288 GB/s. Das Modell ist primär für die Märkte in Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum vorgesehen; eine Veröffentlichung in Europa ist derzeit nicht geplant. Erste Benchmarks der RX 9050 deuten darauf hin, dass die Leistung etwa 20 bis 30 Prozent unter der einer RTX 5050 liegt, wobei der Preis mit 279 US-Dollar leicht unter dem des Konkurrenzprodukts angesiedelt ist.
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Mit Blick auf die langfristige Strategie zeichnet sich bei AMD ein Architekturwechsel ab. Jüngste Informationen deuten darauf hin, dass die kommende Radeon-Serie RX 10000 auf der neuen UDNA-Architektur basieren wird. Damit würde die RDNA5-Technologie direkt in UDNA übergehen, während eine ursprünglich erwartete RDNA6-Generation zugunsten der neuen Plattform entfällt. Diese Konsolidierung soll laut Branchenberichten die Effizienz in der Entwicklung steigern.
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