RAISE, Umschulungen

RAISE US startet: 500-Millionen-Allianz fĂŒr Umschulungen

Veröffentlicht: 28.06.2026 um 12:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de

KI verÀndert ArbeitsmÀrkte grundlegend: 800.000 Jobs könnten wegfallen, doch neue entstehen. Handwerk und Pflege bleiben stabil.

KI-Integration: Jobverlust und Chancen in der deutschen Wirtschaft
Eine Gruppe von Menschen in verschiedenen Berufen, ĂŒberlagert von einem leuchtenden neuronalen Netzwerk, das KI-Integration symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

WĂ€hrend Automatisierung in der Wissensarbeit zunimmt, bleiben empathische und handwerkliche TĂ€tigkeiten stabil. Etwa 800.000 ArbeitsplĂ€tze könnten durch KI wegfallen – doch Ă€hnlich viele neue Stellen entstehen.

IT-Branche bleibt stabil, Handwerk sucht Personal

Arbeitsmarktforscher Stefan Sell betont die Ambivalenz der Entwicklung. Markus Behrens von der Bundesagentur fĂŒr Arbeit weist darauf hin: KI ĂŒbernehme zwar zunehmend Einsteigeraufgaben, IT-FachkrĂ€fte genössen aber weiterhin hohe Jobsicherheit. Eine Ifo-Studie stĂŒtzt diese EinschĂ€tzung: Nur 19,2 Prozent der Unternehmen sehen ihre FachkrĂ€fte durch KI ersetzbar.

Gleichzeitig gelten Berufe wie Pflege, PĂ€dagogik, Handwerk, Psychotherapie und Forstwirtschaft als resistent gegenĂŒber algorithmischer Automatisierung. Menschliche Empathie, kreative Problemlösung und physische Geschicklichkeit sind hier entscheidend. Der Trend zeigt sich in Zahlen: 2025 erreichten die NeuzugĂ€nge in der Pflegeausbildung mit 158.000 Personen einen Höchststand. Im Handwerk blieben dagegen rund 19.000 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Milliarden-Allianz fĂŒr Umschulungen gestartet

Unternehmen reagieren mit massiven Investitionen auf den Wandel. Am 25. Juni startete die Initiative RAISE US – eine Allianz mit ĂŒber 500 Millionen US-Dollar Volumen. Zu den Partnern gehören Amazon, Microsoft, Anthropic, die OpenAI Foundation und die Bank of America. Ziel ist die Umschulung von ArbeitskrĂ€ften, um den negativen Folgen der Automatisierung entgegenzuwirken.

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Laut Boston Consulting Group könnten in den USA bis zu 25 Millionen ArbeitsplĂ€tze vom Wandel betroffen sein. Technologisch verschiebt sich der Fokus von einfachen Chatbots hin zu KI-Agenten. OpenAI-Daten vom Juni zeigen: 85 Prozent der Output-Tokens entfallen auf Codex-Anwendungen, nicht auf herkömmliche Sprachmodelle. Rund 70 Prozent der Nutzer verwenden Agenten fĂŒr Aufgaben, die frĂŒher mehr als eine Stunde Arbeit erforderten.

Energieinfrastruktur unter Druck

Der technologische Fortschritt stellt die Energieversorgung vor Probleme. Eine Capgemini-Studie vom Juni zeigt: 80 Prozent der Energieversorger rechnen mit extremeren Nachfragemustern. Der Stromverbrauch durch KI in Rechenzentren könnte innerhalb von drei bis fĂŒnf Jahren von 25 auf 60 Prozent des Gesamtbedarfs steigen. 19 Prozent der Stromanfragen entfallen auf sogenannte Phantom-Lasten. 68 Prozent der Versorger befĂŒrchten kĂŒnftige EngpĂ€sse.

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Europa droht den Anschluss zu verlieren

Im globalen Wettbewerb steht Europa besonders unter Druck. Die Neue ZĂŒrcher Zeitung beschreibt eine drohende „KI-Krise“ fĂŒr den Kontinent. Die europĂ€ische KI-RechenkapazitĂ€t betrĂ€gt lediglich 5 Prozent des globalen Anteils – mit einer prognostizierten Steigerung auf 8 Prozent bis 2028. Experte Siegfried Handschuh schĂ€tzt den RĂŒckstand gegenĂŒber den USA auf zwei bis drei Jahre. EuropĂ€ische Akteure wie Mistral gelten zunehmend als chancenlos gegen die US-Konkurrenz.

Psychologische Effekte und ethische Fragen

NobelpreistrĂ€ger Robert Shiller warnt vor einer ĂŒbersteigerten Angst vor KI-bedingten Jobverlusten. Sie könnte eine Rezession auslösen, wenn Unternehmen prĂ€ventiv entlassen. Shiller plĂ€diert fĂŒr einen Narrativwechsel: KI soll menschliche Arbeit unterstĂŒtzen, nicht verdrĂ€ngen.

Ethische Bedenken rĂŒcken ebenfalls in den Fokus. Recherchen des Guardian dokumentieren Praktiken von KI-Unternehmen in SĂŒdasien: Arbeiter werden ohne VergĂŒtung gefilmt, um Daten fĂŒr humanoide Roboter zu generieren. Kritiker sprechen von digitalen Vermögenswerten ohne Beteiligung der Betroffenen. In den USA werden zudem transparentere Cybersicherheitsvorschriften fĂŒr den KI-Rollout gefordert.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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