Recruiting, Arbeitszeiten

Recruiting 2026: 76% setzen auf flexible Arbeitszeiten statt Gehalt

29.05.2026 - 07:20:18 | boerse-global.de

Unternehmen setzen im Recruiting 2026 verstÀrkt auf flexible Arbeitszeiten und Weiterbildung statt auf hohe GehÀlter.

Studie: Gehirn steuert Ausdauerleistung aktiv - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Studie: Gehirn steuert Ausdauerleistung aktiv - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Analyse der Arbeitsmarkttrends im ersten Halbjahr 2026.

Benefits als Bindungsinstrumente

Anzeige

Warum viele FĂŒhrungskrĂ€fte ihre besten Mitarbeiter verlieren – ohne es zu merken. Ein kostenloser Leitfaden zeigt, wie Sie Demotivatoren erkennen und echte Leistungsanreize schaffen. Kostenlosen Praxisleitfaden zur Mitarbeiterentwicklung herunterladen

Zusatzleistungen sind lĂ€ngst mehr als nur nette Dreingaben. Eine im Mai veröffentlichte Übersicht unterscheidet zwischen finanziellen Anreizen wie Gutscheinen und nicht-monetĂ€ren Benefits in den Bereichen MobilitĂ€t, ZeitflexibilitĂ€t und Gesundheit.

Laut einer kununu-Untersuchung sind BeschĂ€ftigte grundsĂ€tzlich bereit, fĂŒr attraktive Zusatzleistungen auf Teile des Gehalts zu verzichten. Gallup-Analysen zeigen zudem: RegelmĂ€ĂŸige Anerkennung zahlt maßgeblich auf die langfristige Mitarbeiterbindung ein.

„Benefits sind kein Ersatz fĂŒr ein angemessenes Grundgehalt", betonte Sandra Strauss, Personalchefin beim Urban Sports Club, Ende Mai auf einer Fachkonferenz. Sie mĂŒssten strategisch und langfristig in die Unternehmenskultur integriert werden. Entscheidend sei, dass FĂŒhrungskrĂ€fte die Angebote aktiv vorleben.

Eine Stepstone-Umfrage aus dem Jahr 2025 bestÀtigt den trend: Jobsuchende priorisieren flexible Arbeitszeiten, zusÀtzliche Urlaubstage und dezidierte Gesundheitsangebote.

Recruiting: FlexibilitÀt schlÀgt Geld

Die Bedeutung flexibler Modelle zeigt sich auch in den Einstellungsstrategien. Laut der Randstad-ifo-HR-Befragung fĂŒr das erste Quartal 2026 setzen 76 Prozent der Unternehmen auf flexible Arbeitszeiten, um neue Mitarbeiter zu gewinnen.

66 Prozent der Personalverantwortlichen fokussieren auf Weiterbildungsangebote. Eine ĂŒberdurchschnittliche Bezahlung spielt dagegen nur bei 30 Prozent eine Rolle. Die 4-Tage-Woche (10 Prozent) oder Sabbaticals (9 Prozent) bleiben Nischeninstrumente im Recruiting-Mix.

Anzeige

Neue Mitarbeiter schneller einarbeiten und langfristig binden – mit dieser kostenlosen Onboarding-Checkliste. FĂŒhrungskrĂ€fte und Personaler sparen Zeit und schaffen vom ersten Tag an Vertrauen. Gratis Onboarding-Checkliste jetzt sichern

Gesundheit und Longevity im BĂŒro

Die Aufrechterhaltung der LeistungsfĂ€higkeit rĂŒckt stĂ€rker in den Fokus. Experten fĂŒr Longevity und Arbeitsmedizin empfehlen feste Schlafzeiten, Mikropausen nach etwa 50 Minuten sowie Bewegung im Terminplan.

In der Praxis werden bereits Konzepte wie „Jogging-Meetings" erprobt: Besprechungen wĂ€hrend des Laufens, dokumentiert durch KI-gestĂŒtzte Protokolle. Auch das WOOP-Prinzip findet Anwendung, um Motivation und Zielerreichung strukturell zu unterstĂŒtzen.

BetriebsĂ€rzte, unter anderem bei SAP, weisen darauf hin: Die Wirksamkeit solcher Maßnahmen hĂ€ngt stark davon ab, ob die UnternehmensfĂŒhrung diese Verhaltensweisen als Teil der Firmenkultur etabliert.

KI verÀndert die Anforderungen

Die fortschreitende Digitalisierung, insbesondere durch KĂŒnstliche Intelligenz, verĂ€ndert die Anforderungen an die Belegschaft. Eine Ende Mai publizierte EY-Umfrage unter 604 Schweizer Unternehmen zeigt: 72 Prozent der Firmen setzen KI bereits zur UnterstĂŒtzung ihrer Arbeitsprozesse ein.

WĂ€hrend 18 Prozent der Unternehmen durch die Technologie neue Stellen schufen, meldeten 7 Prozent einen Stellenabbau.

Die Unternehmensberatung Roland Berger reagiert mit verpflichtenden Bootcamps fĂŒr neue Mitarbeiter sowie KI-Schulungen fĂŒr die gesamte Belegschaft. Solche Maßnahmen dienen nicht nur dem Kompetenzaufbau, sondern auch der Mitarbeiterentwicklung und -motivation.

Goldman-Sachs-Analysen weisen darauf hin, dass KI vor allem Einstiegsjobs in der Wissensarbeit verĂ€ndern könnte. Das erfordert neue Konzepte fĂŒr die Einarbeitung und Motivation von Berufseinsteigern.

Arbeitszufriedenheit bleibt stabil

Trotz der wirtschaftlichen Transformationsprozesse stellt sich die allgemeine Arbeitszufriedenheit stabil dar. Eine Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft vom Mai 2026 kommt zu dem Schluss: Die Mehrheit der BeschÀftigten in Deutschland arbeitet gerne. Besorgniserregende AuffÀlligkeiten im internationalen Vergleich liegen nicht vor.

Daten der Bundesagentur fĂŒr Arbeit stĂŒtzen diese EinschĂ€tzung – sie verzeichnen keine ungewöhnlich hohe Mitarbeiterfluktuation.

ZusĂ€tzlich gewinnen weiche Faktoren an Bedeutung. Humorforscher Michael Titze verwies Ende Mai darauf: Positives zwischenmenschliches Erleben und Lachen im Betrieb fördern Teamgeist und KreativitĂ€t. Das ist eine wesentliche Grundlage fĂŒr individuelle Arbeitsmotivation.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69438932 |