Reflection AI sichert sich Milliarden-Deal mit Nebius bis 2029
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 20:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das KI-Startup Reflection AI hat mit dem Infrastrukturanbieter Nebius einen Vertrag über mehr als eine Milliarde Euro Rechenkapazität abgeschlossen. Die Vereinbarung sichert dem Unternehmen Zugang zu Nvidias neuesten Hochleistungschips der GB300-Serie bis 2029.
Der mehrjährige Deal vom heutigen Dienstag ist ein strategischer Coup für das junge Unternehmen aus dem Umfeld ehemaliger DeepMind-Forscher. Reflection AI benötigt die immense Rechenleistung für die Entwicklung offener KI-Modelle – eine bewusste Alternative zu den geschlossenen Systemen von OpenAI oder Anthropic.
Der Wettlauf um Rechenpower
Die Nachfrage nach spezialisierter KI-Hardware übersteigt weiterhin das Angebot. Für Startups, die mit den Tech-Giganten mithalten wollen, sind langfristige Lieferverträge für Nvidias aktuellste Chips überlebenswichtig. Der Deal mit Nebius sichert Reflection eine verlässliche Versorgung bis zum Ende des Jahrzehnts.
Bereits im Juni 2026 hatte sich Reflection einen separaten Milliardenvertrag mit SpaceX gesichert. Dieser soll monatlich rund 135 Millionen Euro an Rechenressourcen bereitstellen – ebenfalls bis 2029.
Ioannis Antonoglou, Chief Technology Officer und Mitgründer von Reflection, betont die wachsende Bedeutung offener Modelle in der Branche. „Der Bedarf an Open-Source-Architekturen ist klar und steigt weiter", so der ehemalige DeepMind-Forscher. Dieser Trend habe sich durch jüngste US-Regulierungen gegen andere Branchenakteure wie Anthropic noch verstärkt.
Vom Start-up zum Milliardenunternehmen
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Seit der Gründung im März 2024 hat Reflection eine steile Karriere hingelegt. Im Oktober 2025 sammelte das Unternehmen zwei Milliarden Euro ein – bei einer Bewertung von acht Milliarden Euro. Insgesamt hat Reflection seit seiner Gründung rund 2,4 Milliarden Euro Kapital eingesammelt.
Aktuell ist eine weitere Finanzierungsrunde über 2,3 Milliarden Euro im Gespräch. Diese könnte die Marktbewertung auf bis zu 23 Milliarden Euro katapultieren. Neben privaten Investoren hat sich Reflection auch Aufträge vom Pentagon gesichert und damit seine Einnahmequellen diversifiziert.
Nebius profitiert vom KI-Boom
Der Deal mit Reflection ist ein weiterer Meilenstein für Nebius. Das Unternehmen, das früher als internationale Division von Yandex operierte, hat sich zu einem der führenden Anbieter von KI-Infrastruktur entwickelt. Der Auftragsbestand von Nebius beläuft sich inzwischen auf umgerechnet rund 46 Milliarden Euro.
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Zu den Kunden zählen Tech-Schwergewichte wie Meta mit einem Vertrag über 25 Milliarden Euro und Microsoft mit Vereinbarungen zwischen 16 und 18 Milliarden Euro. Im März 2026 investierte Nvidia selbst zwei Milliarden Euro in Nebius.
Die Börse reagierte positiv auf die Nachricht: Die Aktien von Nebius legten im vorbörslichen Handel um rund drei Prozent zu.
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