ReFS auf Windows: Microsoft plant ab Januar 2027 eine Laufwerkssperre
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 12:43 Uhr | Redaktion boerse-global.deSeit dem Update vom 13. Oktober 2026 erfasst Windows die Nutzung nicht unterstützter externer ReFS-Laufwerke in der zentralen Ereignisanzeige. Betroffen von dieser Maßnahme sind mobile Speichermedien wie USB-Sticks sowie externe Festplatten und Solid-State-Drives (SSD), die mit dem Resilient File System formatiert wurden.
Der Schritt markiert den Auftakt zu einer schrittweisen Umstellung: Ab Januar 2027 plant Microsoft, das Anschließen entsprechender Wechsellaufwerke auf mehreren Betriebssystemplattformen standardmäßig vollständig zu unterbinden.
Protokollierung in der Ereignisanzeige
Die Erfassung angeschlossener ReFS-Datenträger erfolgt im System unter der Ereignis-ID 524. Microsoft hat dafür ein Limit eingerichtet, nach dem maximal 32 Laufwerke in diesem Protokoll verfolgt werden.
Diese Begrenzung bezieht sich jedoch ausschließlich auf die Protokollierung der Ereignisse und schränkt die künftige Blockierung von Geräten nicht ein. Die Übergangsphase ermöglicht es Systemadministratoren, den Einsatz entsprechender Wechselmedien in bestehenden Infrastrukturen zu identifizieren, bevor striktere Vorgaben in Kraft treten.
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Standardmäßige Blockierung ab Januar 2027
Nach der aktuellen Protokollierungsphase beabsichtigt Microsoft, ab Januar 2027 das Anschließen externer ReFS-Laufwerke standardmäßig zu sperren. Diese Neuregelung betrifft Windows 11, alle noch unterstützten Versionen von Windows 10 sowie Windows Server.
Um IT-Verantwortlichen Anpassungsmöglichkeiten zu bieten, lässt sich das Systemverhalten ab Januar 2027 zentral administrieren. Die Steuerung erfolgt über eine neue Gruppenrichtlinie sowie den zugehörigen Registry-Pfad RefsRemovableDeviceMountPolicy. Administratoren können dabei drei Werte definieren: Der Wert 0 deaktiviert sowohl die Überwachung als auch die Blockierung vollständig.
Mit dem Wert 1 wird lediglich das Audit ausgeführt, während der Wert 2 die aktive Blockierung externer ReFS-Medien durchsetzt. Änderungen an diesen Richtlinien erfordern einen Neustart des jeweiligen Systems. Zudem hat Microsoft festgelegt, dass eine konfigurierte Gruppenrichtlinie stets Vorrang vor lokalen Registry-Einträgen hat.
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Keine Datenverluste und Empfehlung zur Migration
Trotz der angekündigten Restriktionen besteht für Nutzer keine unmittelbare Gefahr eines Datenverlusts. Microsoft stellte klar, dass bestehende Daten auf den Speichermedien nicht gelöscht und angeschlossene Laufwerke nicht automatisch formatiert werden. Dennoch rät das Unternehmen, die genutzten Dateisysteme bis Januar 2027 zu überprüfen und betroffene Wechsellaufwerke bei Bedarf auf das Dateisystem NTFS zu migrieren.
Hintergrund der Einschränkungen sind unter anderem funktionale Beschränkungen des Dateisystems: ReFS unterstützt keine 8.3-Kurznamen. Dies kann in der Praxis dazu führen, dass ältere Anwendungen auf ReFS-Datenträgern gespeicherte Verzeichnisse und Dateien nicht auffinden können. Eine Migration auf alternative Dateisysteme soll gewährleisten, dass externe Speichermedien auch künftig uneingeschränkt mit allen Programmen kompatibel bleiben.
