Rheinmetall erhĂ€lt US-Armeeauftrag fĂŒr autonome Hybrid-Fahrzeuge
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 17:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die US-Armee setzt bei der Versorgung im Gefecht kĂŒnftig auf autonome Hybridfahrzeuge. Der RĂŒstungskonzern Rheinmetall erhĂ€lt den Zuschlag fĂŒr ein wegweisendes Entwicklungsprojekt.
Die amerikanische Tochter des DĂŒsseldorfer RĂŒstungskonzerns Rheinmetall hat einen 18-Monats-Vertrag der US-Armee erhalten. Im Rahmen des Programms âProject Sustainment" sollen vier Prototypen autonomer, hybrid-elektrischer LastentrĂ€ger entstehen. Die Fahrzeuge sind fĂŒr den Nachschub in umkĂ€mpften Gebieten konzipiert â ganz ohne Fahrerkabine.
Kabinenloses Design fĂŒr maximale Effizienz
Das Projekt nutzt eine vollelektrische Fahrzeugplattform des kalifornischen Herstellers Harbinger Motors. Das kabinenlose Design ist speziell auf den unbemannten Betrieb ausgelegt. Die Hybrid-Technologie ermöglicht eine beeindruckende Reichweite: Rund 800 Kilometer schafft das Fahrzeug im Hybridmodus, rein elektrisch sind es immerhin etwa 170 Kilometer.
Doch damit nicht genug: Die Plattform kann bis zu 350 Kilowatt Strom exportieren. Das macht aus dem Transportfahrzeug zugleich eine mobile Energiequelle fĂŒr andere AusrĂŒstung im Feld. Harbinger liefert das Hybrid-Fahrgestell samt integriertem Antriebsstrang.
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Autonomes Fahren aus US-Entwicklung
FĂŒr die Selbstfahr-FĂ€higkeiten zeichnet das Unternehmen Forterra verantwortlich, das die primĂ€ren Autonomiesysteme beisteuert. Die Kommunikation zwischen menschlichen Bedienern und den unbemannten Einheiten ĂŒbernimmt die âAnura"-Schnittstelle von Primordial Labs. Sie ermöglicht eine prĂ€zise Steuerung der Systeme.
Das Ziel von âProject Sustainment" ist klar: Die Fahrzeuge sollen auch in komplexen und gefĂ€hrlichen Gefechtszonen navigieren können, ohne menschliche Fahrer zu gefĂ€hrden. Durch den Verzicht auf die Kabine wurde die Fahrzeugarchitektur fĂŒr maximale LadungskapazitĂ€t optimiert.
Produktion in den USA geplant
Die aktuelle Entwicklungsphase soll die Praxistauglichkeit der hybriden autonomen Systeme fĂŒr militĂ€rische Logistik belegen. Die Fertigung der Fahrzeuge ist in den US-Werken von American Rheinmetall vorgesehen.
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Der Vertrag umfasst zunĂ€chst vier Prototypen, beinhaltet jedoch Optionen fĂŒr FolgeauftrĂ€ge. Damit kann die US-Armee das Programm je nach Abschneiden der Fahrzeuge in der Evaluierungsphase skalieren. Das Projekt ist Teil einer breiteren MilitĂ€rstrategie, nachhaltige Antriebe und autonome Technologien in die taktische Logistikflotte zu integrieren.
FĂŒr Rheinmetall ist der Auftrag ein weiterer Beleg fĂŒr die wachsende Bedeutung des US-Marktes. Der Konzern hatte zuletzt mehrfach betont, die PrĂ€senz in Nordamerika ausbauen zu wollen â auch als strategisches Gegengewicht zum europĂ€ischen KerngeschĂ€ft.
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