Rheumatherapie, CAR-T-Zellen

Rheumatherapie: CAR-T-Zellen erzielen 90-Prozent-Remission

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 15:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Fehlzeitenreport 2026 zeigt Erkrankungen des Bewegungsapparats als Hauptursache fĂŒr lange AusfĂ€lle. Neue Therapien und PrĂ€ventionsansĂ€tze rĂŒcken in den Fokus.

Bewegungsapparat: Hauptgrund fĂŒr Langzeit-KrankenstĂ€nde 2026
Nahaufnahme eines Knies, das die Bedeutung von PrĂ€vention und Selbsthilfe bei Gelenkproblemen durch Muskeln und Gelenkstruktur hervorhebt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt der Fehlzeitenreport 2026. Besonders betroffen: BeschÀftigte im Gesundheitswesen, in der Langzeitpflege und in der Behindertenbetreuung.

Ende Juni wurden deshalb Forderungen laut, Bandscheibenerkrankungen offiziell als Berufskrankheit anzuerkennen. Parallel dazu hat sich im Bundestag ein parteiĂŒbergreifender Parlamentskreis PrĂ€vention gegrĂŒndet. Ziel: Bewegung, ErnĂ€hrung und Arbeitswelt stĂ€rker politisch zu verankern.

Krafttraining: Weniger ist manchmal mehr

Die aktuellen Leitlinien des American College of Sports Medicine (ACSM) empfehlen zweimal wöchentlich Krafttraining. Das stabilisiert die Gelenke und verbessert die Körperhaltung. Kniebeugen gelten zwar als Standard – doch es gibt gelenkschonendere Alternativen. Besonders fĂŒr Menschen ab 60 Jahren, berichten Experten Ende Juni.

Auch die chinesische Kampfkunst Wushu liefert interessante AnsĂ€tze. Spezifische Elemente wie die Mabu-Haltearbeit oder kontrollierte Frontkicks verbessern die Landekontrolle und multidirektionale Bodenkraft. Erste Effekte sind meist nach vier bis acht Wochen spĂŒrbar.

Und was ist mit KompressionsstrĂŒmpfen? Sie verbessern den venösen RĂŒckfluss und senken bei BettlĂ€gerigkeit das Thromboserisiko. FĂŒr eine Leistungssteigerung im Sport fehlt allerdings die wissenschaftliche Evidenz. Bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) sind sie sogar kontraindiziert.

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Revolution in der Rheumatherapie

Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland leiden an rheumatischen Erkrankungen. Die frĂŒhzeitige Diagnose bleibt entscheidend, betonen Fachvertreter der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim.

Doch es gibt Hoffnung: Die CASTLE-Studie des Uniklinikums Erlangen, veröffentlicht im Juni in Nature Medicine, zeigt beeindruckende Ergebnisse. CD19-CAR-T-Zellen erzielten bei Lupus und rheumatoider Arthritis eine Komplettremission von 90 Prozent. Die Kosten: 300.000 bis 500.000 Euro pro Patient.

Ebenfalls im Juni: Erstmals wurde ein System zur Vagusnerv-Stimulation eingesetzt, um EntzĂŒndungsprozesse technologisch zu beeinflussen. Gleichzeitig erweiterte die EMA die Zulassung fĂŒr den Wirkstoff Abatacept.

Protein-Wende: Bisherige Empfehlungen zu niedrig?

Eine Studie der UniversitĂ€t Cambridge, veröffentlicht am 17. Juni in Frontiers in Nutrition, stellt bisherige Proteinempfehlungen infrage. FĂŒr Kraftsportler empfiehlt Forscher Chris Macdonald 0,6 bis 1,6 Gramm Protein pro Pfund Körpergewicht.

Die Kombination aus aerobem Training und gezieltem Krafttraining senkt das Sterberisiko um 40 Prozent. Schon eine Minute intensiver AktivitÀt hat einen Effekt, der vier Minuten moderater Bewegung entspricht.

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Knochendichte: JĂ€hrliche Messungen empfohlen

FĂŒr Frauen ab 50 Jahren mit postmenopausaler Osteoporose gibt es neue Empfehlungen. Das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) rĂ€t zu jĂ€hrlichen Knochendichtemessungen. Das senkt das Frakturrisiko um bis zu 25 Prozent, heißt es in The Lancet vom 1. Juli.

Ein Pilotprojekt lĂ€uft bereits in mehreren Regionen. Die abschließenden Ergebnisse werden fĂŒr 2027 erwartet.

Telemedizin: Apotheken senken die HĂŒrden

Seit Juli bieten Apotheken assistierte Telemedizin an. Fachpersonal unterstĂŒtzt Patienten ohne eigene technische Ausstattung bei Videokonsultationen mit Ärzten. Das soll die HĂŒrden fĂŒr prĂ€ventive BeratungsgesprĂ€che senken.

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