Rheumatoide Arthritis: 2,7 g Omega-3 lindert Morgensteifigkeit
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 13:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Bedeutung von Omega-3-FettsĂ€uren fĂŒr die menschliche Gesundheit ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Dabei stehen insbesondere die unterschiedlichen Wirkungsweisen der pflanzlichen Alpha-LinolensĂ€ure (ALA) sowie der marinen FettsĂ€uren EicosapentaensĂ€ure (EPA) und DocosahexaensĂ€ure (DHA) im Fokus der Wissenschaft.
WĂ€hrend diese Stoffe grundlegende Funktionen im Körper ĂŒbernehmen, wird die Wirksamkeit von Supplementen in der PrĂ€vention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Fachkreisen differenziert bewertet.
Differenzierung der Wirkstoffe und pflanzliche Alternativen
Omega-3-FettsĂ€uren werden in verschiedene Kategorien unterteilt, die sich in ihrer Herkunft und biologischen VerfĂŒgbarkeit unterscheiden. Die pflanzliche ALA findet sich in hohen Konzentrationen in bestimmten Ălen und Samen.
Laut entsprechenden Analysen vom 16.09.2026 weist Chiasamen-Ăl einen Gehalt von 56,9 g auf, gefolgt von Leinöl mit 52,8 g. Zur Deckung des ALA-Bedarfs empfehlen die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) und das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) einen Anteil von 0,5 % der Gesamtenergie, was beispielsweise durch die Kombination von Rapsöl und einer wöchentlichen Zufuhr von 25 g NĂŒssen oder Samen erreicht werden kann.
Aktuelle Forschungen des SWR deuten zudem darauf hin, dass WalnĂŒsse die Konzentration steigern, den Blutzucker stabilisieren und das Herz schĂŒtzen können.
Die fĂŒr den menschlichen Organismus besonders relevanten FettsĂ€uren EPA und DHA stammen primĂ€r aus maritimen Quellen. WĂ€hrend fetter Seefisch wie Thunfisch (4,2 g), Hering (4,0 g), Lachs (2,3 g) oder Makrele (2,3 g) als klassische Lieferanten gelten, stellt Algenöl eine pflanzliche Alternative zu herkömmlichen Fischölkapseln dar.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zu chronischen Erkrankungen
Hinsichtlich der prĂ€ventiven Wirkung von Omega-3-FettsĂ€uren auf das Herz-Kreislauf-System herrscht in der Fachwelt eine vorsichtige Haltung. Dr. Felix Bertram erlĂ€uterte in einem FachgesprĂ€ch Mitte September 2026, dass es derzeit keine klare Evidenz dafĂŒr gebe, dass die Einnahme von Omega-3 das Risiko fĂŒr Herzinfarkte oder SchlaganfĂ€lle signifikant senke. Dennoch zeigt eine Studie aus dem Jahr 2018, dass ein sehr hoher Omega-3-Spiegel mit einem um 34 % geringeren Sterberisiko korreliere.
Deutlicher ist die Datenlage bei entzĂŒndlichen Erkrankungen. Dr. Felix Bertram verwies darauf, dass bei rheumatoider Arthritis eine tĂ€gliche Zufuhr von etwa 2,7 g EPA und DHA die Morgensteifigkeit der Gelenke lindern könne. Zur allgemeinen Bedarfsdeckung empfahl er eine Menge von 250 mg EPA und DHA pro Tag, was rechnerisch durch zwei Portionen fetten Seefisch pro Woche abgedeckt werden kann.
Wer seine Vitalstoff-Zufuhr optimieren und entzĂŒndliche Prozesse im Körper lindern möchte, findet in diesem Ratgeber die wichtigsten Grundlagen. Erfahren Sie, wie ausgewĂ€hlte Lebensmittel wie Ingwer oder Brokkoli als natĂŒrliche Helfer fungieren können. Die 12 stĂ€rksten EntzĂŒndungs-Killer jetzt kostenlos entdecken
Diagnostik ĂŒber den Omega-3-Index
Ein zentrales Instrument zur Bestimmung der individuellen Versorgungslage ist der Omega-3-Index, der den Anteil dieser FettsĂ€uren in den roten Blutkörperchen misst. Dr. Felix Bertram ordnete die Werte in einem Bericht vom 16.09.2026 wie folgt ein: Ein Index unter 4 % gelte als kritisch, Werte zwischen 4 % und 8 % als mittelgut und ein Wert ĂŒber 8 % als optimal.
Da dieser Bluttest keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen ist, mĂŒssen die Kosten in der Regel privat getragen werden. Bertram schilderte am Beispiel eines eigenen Wertes von etwa 4 %, dass eine Normalisierung durch die tĂ€gliche Einnahme von vier Kapseln (entsprechend 2,7 g EPA und 1,8 g DHA) erzielt werden konnte.
Um die eigene Gesundheit aktiv zu steuern, ist das VerstĂ€ndnis der persönlichen Blutwerte sowie des Omega-3-Index von entscheidender Bedeutung. Dieser kostenlose Guide hilft Ihnen dabei, Ihre Laborberichte richtig zu deuten und mögliche VersorgungslĂŒcken frĂŒhzeitig zu erkennen. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck hier anfordern
Sicherheit und empfohlene Höchstmengen
Trotz der potenziellen Vorteile warnen Experten vor einer unkontrollierten Hochdosierung. Das BfR empfiehlt, eine Gesamtmenge von 1,5 g Omega-3 pro Tag aus allen Quellen nicht zu ĂŒberschreiten. Die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft hingegen eine tĂ€gliche Zufuhr von bis zu 5 g EPA und DHA fĂŒr Erwachsene als gesundheitlich unbedenklich ein.
Ein Ăberschuss an Omega-3-FettsĂ€uren kann jedoch gesundheitliche Risiken bergen. Berichten vom September 2026 zufolge kann eine Ăberdosierung das Cholesterin erhöhen, die Blutungsneigung verstĂ€rken und das Immunsystem schwĂ€chen.
Zudem wiesen sowohl Dr. Felix Bertram als auch weitere Fachanalysen darauf hin, dass hohe Dosen das Risiko fĂŒr Vorhofflimmern begĂŒnstigen können. Beim Kauf und der Einnahme von Supplementen wird daher zur Beachtung der Dosierungshinweise und zur RĂŒcksprache mit Fachpersonal geraten.
