Rheumatoide Arthritis: Abatacept senkt Fortschrittsrisiko auf 20%
21.06.2026 - 09:11:36 | boerse-global.de
In Mannheim und SĂŒdwestdeutschland wurden im Juni 2026 Temperaturen von bis zu 35 Grad gemessen â gefĂŒhlt oft noch heiĂer. Besonders betroffen sind Patienten mit rheumatischen Erkrankungen.
TropennÀchte rauben den Schlaf
Die Belastung endet nicht mit dem Sonnenuntergang. Sogenannte TropennĂ€chte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 bis 26 Grad sinken, belasten den Körper zusĂ€tzlich. Die Folge: Schlafstörungen und verminderte LeistungsfĂ€higkeit. Auch in Wiesbaden, Leipzig und Magdeburg registrierten Experten hohe Belastungen fĂŒr Rheuma- und Asthmapatienten. Hinzu kommen starke Pollenbelastung durch GrĂ€ser und Spitzwegerich sowie hohe UV-Indizes.
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Was Ărzte empfehlen
Die UniversitĂ€tsmedizin Mainz warnt: Hitzeperioden sind eine massive Herausforderung fĂŒr das Gesundheitssystem. Chronische Erkrankungen verschlechtern sich oft durch FlĂŒssigkeits- und Elektrolytmangel. Fachleute raten, die Mittags- und Nachmittagsstunden im Haus zu verbringen und die Trinkmenge auf bis zu zwei Liter zu erhöhen â am besten mit lauwarmen GetrĂ€nken.
Bei Warnsignalen wie Bewusstseinsstörungen, anhaltendem Erbrechen oder ausbleibender Urinausscheidung ist sofortige medizinische Hilfe nötig. Die Hitze wird zudem mit einem Anstieg von Herz-Kreislauf-Problemen und MigrÀneattacken in Verbindung gebracht.
Neue Hoffnung aus der Forschung
Parallel zu den Wetterextremen gibt es Fortschritte in der Rheumatologie. Eine Studie zeigt: Eine zweijĂ€hrige Behandlung mit dem Wirkstoff Abatacept in der frĂŒhen Krankheitsphase senkt das Risiko eines Fortschreitens der rheumatoiden Arthritis von etwa 50 auf circa 20 Prozent.
Weitere Entwicklungen:
- Zulassung: Vilamakitug erhielt die offizielle Zulassung fĂŒr die Behandlung der axialen Spondyloarthritis
- Studienresultate: Die VACIMRA-Studie belegte eine stabile Krankheitskontrolle ĂŒber zwölf Monate nach einer Pneumokokken-Impfung unter Methotrexat-Therapie
- RĂŒckschlĂ€ge: Ein Forschungsprojekt mit Resomelagon verfehlte in einer Phase-2b-Studie den primĂ€ren Endpunkt
- Sicherheitshinweise: Bei IL-1beta-Hemmern wie Anakinra wurde vor einem erhöhten Infektionsrisiko gewarnt
Musik gegen Schmerzen
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Neben Medikamenten gewinnen komplementĂ€re Methoden an Bedeutung. Ein Musiktherapeut der SRH Heidelberg empfiehlt die Kombination von visuellen Reizen und akustischer Stimulation: Ein WohlfĂŒhlbild betrachten und dazu Lieblingsmusik hören â das kann bereits nach ein bis zwei Minuten lindernd wirken. Auch synchrone Bewegungen zum Takt einer Playlist helfen bei chronischen Schmerzen.
Vorsicht bei NahrungsergÀnzungsmitteln
Kritisch sehen Forscher hingegen die dauerhafte Einnahme bestimmter Supplemente. Eine Studie der University of Florida wertete Daten von 2012 bis 2024 aus. Das Ergebnis: Die regelmĂ€Ăige Einnahme von Glucosamin könnte bei Menschen mit leichter kognitiver BeeintrĂ€chtigung das Alzheimer-Risiko um 25 Prozent erhöhen. Ein kausaler Zusammenhang ist jedoch noch nicht bewiesen.
