Rheumatoide Arthritis: Zasocitinib erreicht 77% Remissionsquote
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 11:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
DatengestĂŒtzte FrĂŒherkennung und personalisierte Therapien stehen im Fokus.
âRheumatic?â: Online-Tool soll Diagnose beschleunigen
Ein zentrales Projekt ist das EU-geförderte Tool âRheumatic?â. Entwickelt unter Beteiligung des Uniklinikums Erlangen, soll es die Zeit zwischen ersten Symptomen und Diagnose verkĂŒrzen. Patienten erfassen ihre Beschwerden strukturiert â das System gibt eine erste EinschĂ€tzung zur Wahrscheinlichkeit einer rheumatischen Erkrankung.
Angesichts des FachkrÀftemangels gewinnen solche digitalen Helfer an Bedeutung. Sie steuern Patienten gezielter in die spezialisierte Versorgung.
Neue Wirkstoffe: Zasocitinib zeigt starke Ergebnisse
Bei den Medikamenten tut sich einiges. Der TYK2-Inhibitor Zasocitinib erzielte in Phase-3-Studien (LATITUDE-Studien) signifikante Erfolge. Bei Patienten mit Kopfhaut-Psoriasis fĂŒhrte die 16-wöchige Behandlung in 77 Prozent der FĂ€lle zur Remission. Die Zulassungseinreichung lĂ€uft.
Auch etablierte PrĂ€parate erhalten neue Optionen: Die EuropĂ€ische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat Tocilizumab fĂŒr Kinder ab zwei Jahren zugelassen. Forscher identifizieren zudem neue Angriffspunkte â etwa die Pim1-Kinase. Im Mausmodell lĂ€uft die Erprobung mit dem Wirkstoff Nilotinib.
Lungenbeteiligung frĂŒh erkennen: Neues Screening empfohlen
Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf Begleiterkrankungen. Besonders die interstitielle Lungenerkrankung bei Rheumatoider Arthritis (RA-ILD) steht im Fokus. SchÀtzungsweise zehn Prozent der Rheuma-Patienten sind betroffen.
Der neue TYK2-Inhibitor Zasocitinib erreicht in Phase-3-Studien eine Remissionsquote von 77% â ein Durchbruch fĂŒr viele Rheuma-Patienten. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Report, fĂŒr wen der Wirkstoff geeignet ist und wie Sie von digitalen Diagnosetools wie âRheumatic?â profitieren. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Ein Konsensus-Statement im Fachjournal Lancet Respiratory Medicine (Juni 2026) empfiehlt fĂŒr Hochrisikopatienten ein systematisches Screening per hochauflösender Computertomographie (HRCT). Fachleute betonen: Methotrexat muss bei ILD nicht zwingend abgesetzt werden.
Lebensstil als entscheidender Faktor
Die DEPAR-Studie mit 938 Teilnehmern untermauert den Einfluss des Lebensstils. Adipositas und Rauchen verschlechtern die KrankheitsaktivitĂ€t signifikant. Rauchen gilt zudem als vermeidbarer Risikofaktor fĂŒr Gebrechlichkeit und Frakturen.
Vagusnervstimulation: Pilotstudie zeigt Erfolge
Neben Medikamenten werden alternative AnsĂ€tze erprobt. Eine Pilotstudie mit 14 RA-Patienten untersuchte die Vagusnervstimulation. Ergebnis: Nach 12 Wochen sanken die EntzĂŒndungsmarker um mehr als 30 Prozent.
PrĂ€vention: Bewegung als SchlĂŒssel
Wussten Sie, dass etwa 10% der Rheuma-Patienten eine Lungenbeteiligung (RA-ILD) entwickeln? Ein neues Konsensus-Statement empfiehlt jetzt ein systematisches Screening per HRCT. Unser kostenloser Report erklÀrt, welche Vorsorge wichtig ist und wie neue Therapien wie Zasocitinib helfen. Report zu RA-ILD und neuen Therapien sichern
RegelmĂ€Ăige Check-ups rĂŒcken in den Fokus der Gesundheitspolitik. Besonders fĂŒr Menschen ĂŒber 60 Jahre sollen Vorsorgeuntersuchungen ausgebaut werden. Experten empfehlen moderates Krafttraining von 40 bis 60 Minuten pro Woche â es senkt das Frakturrisiko und wirkt positiv auf das Demenzrisiko.
FĂŒr Osteoporose-Patienten werden strukturierte Programme wie das DMP Osteoporose in Sachsen-Anhalt ausgebaut. 160 HausĂ€rzte und 30 OrthopĂ€den betreuen dort rund 125.000 Betroffene. Projekte wie Redurisk am Uniklinikum Freiburg zeigen: Gezieltes Risikoscreening und Training verbessern die Beweglichkeit ĂŒber sechs Monate.
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