Ripple-Bericht, Millionen

Ripple-Bericht: 620 Millionen Dollar via Stablecoin im Unternehmenshandel

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 20:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ripple beschreibt digitale Vermögenswerte als operative Hilfe für Treasury, Gehaltszahlungen und internationale Transfers mit schnelleren Abläufen.

Ripple sieht Krypto als Werkzeug für Firmenfinanzen
Minimalistische, moderne Architektur mit klaren Linien und hellem Lichteinfall in einem leeren, weitläufigen Gebäudeinnenraum. Illustration mit AI erstellt.

In den Finanzabteilungen internationaler Unternehmen zeichnet sich ein grundlegender Strategiewechsel ab. Wie das Krypto-Unternehmen Ripple am 17. September 2026 darlegte, betrachten Finanzvorstände digitale Vermögenswerte zunehmend als operatives Werkzeug für das Tagesgeschäft statt als bloße Spekulationsobjekte.

Unternehmen setzen die Technologie und entsprechende Token verstärkt ein, um Kernbereiche wie das Treasury-Management, die unternehmensweite Gehaltsabrechnung und grenzüberschreitende Zahlungsflüsse effizienter zu steuern.

Rund-um-die-Uhr-Liquidität statt Bankarbeitszeiten

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die kontinuierliche Verfügbarkeit dezentraler Finanzinfrastrukturen. Ripple betonte, dass Onchain-Märkte, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr operieren, ein aktives Liquiditätsmanagement außerhalb herkömmlicher Banköffnungszeiten ermöglichen.

Zur praktischen Abwicklung dienen dabei Systeme wie Ripple Payments, die Transaktionen für das Treasury, Lieferantenzahlungen sowie die Mitarbeiterentlohnung wahlweise über den Krypto-Token XRP oder den firmeneigenen Stablecoin RLUSD abwickeln können. Beim RLUSD handelt es sich um einen an den US-Dollar gekoppelten Token, der durch Barbestände und US-Staatsanleihen abgesichert ist und eine Rücknahme zum Nennwert garantiert.

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Neue Infrastrukturen für Firmenkunden

Der Schritt von Krypto-Dienstleistern hin zu maßgeschneiderten Unternehmenslösungen spiegelt sich in der gesamten Branche wider. So brachte der Softwareanbieter Privy mit Privy Treasury Management ein Onchain-Werkzeug auf den Markt, das Vermögenstransfers, Freigaben über Mehrfachsignaturen sowie automatisierte Arbeitsabläufe in einem zentralen Dashboard bündelt. Kunden wie Onafriq, Infinia und Bridge setzen dieses System bereits aktiv ein.

Parallel dazu treiben auch traditionelle Banken und Börsenbetreiber entsprechende Modelle voran. Die 2021 von J.P. Morgan, DBS und Temasek gegründete Interbanken-Clearing-Plattform Partior kündigte gemeinsam mit LSEG DiSH eine Multi-Settlement-Bank-Lösung an. Diese soll grenzüberschreitende Zahlungsabwicklungen an jedem Tag des Jahres ohne die Notwendigkeit von Nostro- oder Vostro-Konten sowie ohne bilaterale Vorfinanzierungen ermöglichen. Nach laufenden Branchentests ist der Produktionsstart für das erste Quartal 2027 avisiert.

Zunehmende Relevanz im grenzüberschreitenden Handel

Dass Unternehmen die Technologie bereits operativ testen, zeigen auch Daten aus Asien. Laut Auswertungen von Tiger Research und Allium transferierten südkoreanische Firmen zwischen Januar 2021 und September 2026 rund 620 Millionen US-Dollar über Stablecoin-Zahlungen für Waren und Dienstleistungen an internationale Partner.

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In einem Pilotprojekt transferierte beispielsweise Hyundai Card im Juli 2026 eine summe von 20.000 USDT zwischen Konzerneinheiten in den USA und Mexiko über die Avalanche-Blockchain. Die Abwicklung dauerte sieben Minuten, verglichen mit herkömmlichen drei bis vier Stunden. Der Wandel von der reinen Marktbeobachtung hin zur operativen Integration im Treasury gewinnt damit über verschiedene Branchen hinweg an Kontur.

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