RoboSense: LiDAR-Hersteller liefert erstmals mehr Sensoren für Roboter
28.05.2026 - 04:05:45 | boerse-global.de
Erstmals liefert das Unternehmen mehr Sensoren für Roboter als für Autos aus.
Im ersten Quartal 2026 setzte RoboSense rund 185.500 LiDAR-Einheiten für die Robotik-Branche ab – ein Anstieg von atemberaubenden 1.458,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit entfallen bereits 56 Prozent aller Auslieferungen auf diesen Bereich. Die Sensoren stecken in Rasenmähern, Lieferrobotern, Reinigungsmaschinen und sogar humanoiden Plattformen.
Der rasante Aufstieg von RoboSense zeigt, dass Robotik und Industrie 4.0 längst keine Zukunftsmusik mehr sind, sondern handfeste Renditechancen bieten. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie sich frühzeitig in den explodierenden Tech-Märkten von morgen positionieren. Renditechancen im Tech-Sektor jetzt entdecken
Vom Auto- zum Robotik-Pionier
Lange galt die Automobilindustrie als wichtigster Abnehmer für LiDAR-Sensoren, die Umgebungen dreidimensional erfassen. Doch RoboSense zeigt, wohin die Reise geht. Das Unternehmen beliefert namhafte Partner wie Roborock, Navimow, Neolix, JD.com und Meituan. Besonders eindrucksvoll: Bei Reinigungsrobotern hält RoboSense einen Marktanteil von 71 Prozent. Ein europäischer Hersteller humanoider Roboter hat zudem einen Großauftrag für das Active-Camera-System erteilt – der Name des Kunden bleibt unter Verschluss.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit Auslieferungen zwischen zwei und 2,7 Millionen Einheiten. Davon sollen 800.000 bis eine Million auf die Robotik entfallen.
Preisdruck trotz Rekordzahlen
Der Erfolg hat seinen Preis. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Sensor fiel im ersten Quartal auf umgerechnet rund 170 Euro – ein Rückgang von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stieg dennoch um 39,9 Prozent auf knapp 459 Millionen Yuan (etwa 58 Millionen Euro). Unterm Strich blieb ein Nettoverlust von 64 Millionen Yuan, was einer Verbesserung um 36 Prozent entspricht. Die Bruttomarge sank auf 21,7 Prozent. Die Barreserven belaufen sich auf rund 2,6 Milliarden Yuan (etwa 330 Millionen Euro).
Während die industrielle Revolution durch Robotik und KI alles verändert, stehen viele Anleger vor der Frage, welche Unternehmen die tatsächlichen Gewinner dieser Entwicklung sind. Dieser Gratis-Report enthüllt, in welche Firmen und Technologien jetzt Milliarden-Investitionen fließen. Kostenlosen Report zur neuen Industrierevolution sichern
Autosektor bleibt wichtiger Standbein
Obwohl die Robotik das Volumen dominiert, ist das Geschäft mit Fahrerassistenzsystemen (ADAS) weiterhin bedeutend. RoboSense hat Aufträge für über neun Millionen Einheiten für 177 Fahrzeugmodelle von 36 Marken in der Pipeline. Auf der Beijing Auto Show im Frühjahr waren 42,3 Prozent aller ausgestellten LiDAR-ausgerüsteten Fahrzeuge mit Sensoren von RoboSense bestückt.
Die Konkurrenz schläft nicht: Hesai meldete für das erste Quartal einen Anstieg der LiDAR-Auslieferungen um 141 Prozent auf 472.000 Einheiten. Gleichzeitig verzichten manche Hersteller ganz auf die Technik – Xpengs neuer GX-SUV kommt ohne LiDAR aus.
Branche im Umbruch
Die Konsolidierung schreitet voran. Senstar Technologies gab bekannt, dass sich die LiDAR-Verkäufe nach der Übernahme des Münchner Unternehmens Blickfeld im Februar vervierfacht haben. Der Kaufpreis lag bei 10,4 Millionen Euro.
Auch an den Kapitalmärkten tut sich etwas: Unitree Robotics, Spezialist für humanoide Roboter, strebt an die Börse. Die chinesische Börsenaufsicht prüft den Börsengang am 1. Juni. Unitree wollte 4,2 Milliarden Yuan einsammeln – trotz eines Gewinneinbruchs von 52 Prozent.
Pony.ai wiederum expandiert nach Europa: Der Robotaxi-Anbieter verzeichnete im ersten Quartal ein Umsatzplus von fast 400 Prozent und startet nun in Kroatien – der erste kommerzielle Betrieb auf dem Kontinent.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
