Robotaxi-Boom, Uber

Robotaxi-Boom im Juni: Uber, Waymo und Baidu starten in London

12.06.2026 - 22:51:14 | boerse-global.de

Technologiekonzerne treiben autonome MobilitĂ€t voran. London, Madrid und Dubai werden zu zentralen TestmĂ€rkten fĂŒr Robotaxis.

Robotaxi-Boom: Uber, Waymo und Baidu starten neue Dienste in Europa
Robotaxi-Boom - Ein futuristisches Robotaxi fĂ€hrt durch eine belebte Londoner Straße bei DĂ€mmerung, mit ikonischen Wahrzeichen im Hintergrund. 12.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Gleich mehrere Technologiekonzerne haben im Juni 2026 neue Pilotprojekte und kommerzielle Dienste angekĂŒndigt – mit einem klaren Schwerpunkt auf europĂ€ische HauptstĂ€dte und Metropolen im Nahen Osten. Treiber sind verĂ€nderte Regulierungen und der wachsende Wettbewerb zwischen Waymo, Uber und Baidu.

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London wird zum Brennpunkt der autonomen Flotten

Die britische Hauptstadt hat sich in diesem Monat zum zentralen Schauplatz fĂŒr autonome MobilitĂ€tsdienste entwickelt. Am 11. Juni 2026 eröffneten Uber und sein Technologiepartner Wayve die Warteliste fĂŒr den ersten öffentlichen Robotaxi-Dienst in London. Der Betrieb soll in den kommenden Monaten starten – mit Ford Mustang Mach-E-Fahrzeugen, die mit Wayves kamera- und radarbasierter KĂŒnstlicher Intelligenz ausgestattet sind. ZunĂ€chst werden lizenzierte Sicherheitsfahrer mit an Bord sein. VollstĂ€ndig fahrerlose Fahrten sind fĂŒr Ende 2027 geplant, sobald der „UK Automated Vehicles Act 2024" vollstĂ€ndig greift.

Parallel dazu gaben Baidu und Lyft am selben Tag bekannt, dass sie in den kommenden Wochen mit Testfahrten auf Londons Straßen beginnen. Der gemeinsame Plan: ein kommerzieller Start noch vor Jahresende. Lyft ĂŒbernimmt Flottenmanagement und App-Schnittstelle, Baidu liefert die Technologie.

Auch Waymo bereitet den Markteintritt in London vor – mit einem geplanten kommerziellen Start bis Ende 2026. Die Testphase verlief jedoch nicht reibungslos. Anfang Mai 2026 beschwerten sich Anwohner im Stadtteil Spitalfields ĂŒber LĂ€rmbelĂ€stigungen durch Waymo-Testfahrzeuge in den frĂŒhen Morgenstunden. Dennoch betonten Branchenexperten kĂŒrzlich vor dem Verkehrsausschuss der Londoner Stadtverwaltung, dass autonome Technologie das Unfallrisiko im Vergleich zu menschlichen Fahrern deutlich senken könne.

Waymo baut neue GeschÀftsfelder auf

In den USA hat Waymo sein Angebot erweitert und die geografische PrĂ€senz ausgebaut. Am 11. Juni 2026 startete das Unternehmen „Waymo Premier" – einen exklusiven Abo-Dienst fĂŒr 29,99 Euro pro Monat. VerfĂŒgbar in San Francisco, Los Angeles und Phoenix, bietet das Programm priorisierte Fahrzeugzuweisung, eine begrenzte Anzahl kostenloser Stornierungen und 10 Prozent RĂŒckvergĂŒtung als Plattformguthaben.

Gleichzeitig drĂ€ngt Waymo in den SĂŒden der USA: Neue Standorte sind Dallas, San Antonio, Orlando und Houston. In Houston wurde das Servicegebiet auf rund 130 Quadratkilometer erweitert – mit Anbindung an das Texas Medical Center und das NRG Stadium. Grund ist auch die FIFA-Weltmeisterschaft 2026, fĂŒr die Houston als Austragungsort dient.

Waymo, das Anfang des Jahres mit 126 Milliarden Euro bewertet wurde, vermittelt derzeit wöchentlich zwischen 400.000 und 500.000 Fahrten. Das Unternehmen peilt bis Ende 2026 die Marke von einer Million Fahrten pro Woche an.

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Expansion in Europa und im Nahen Osten

Auch in Kontinentaleuropa und im Nahen Osten gewinnt die autonome MobilitĂ€t an Fahrt. Baidus Apollo-Go-Plattform, die international unter der Marke AmiGo auftritt, startete am 1. Juni 2026 Level-4-Tests in der Ostschweiz. Die Genehmigung des Bundesamts fĂŒr Straßen (ASTRA) erlaubt Fahrten auf 80 Quadratkilometern in St. Gallen und Appenzell. VollstĂ€ndig fahrerlose Fahrten werden fĂŒr 2027 erwartet. Baidu meldete fĂŒr das erste Quartal 2026 weltweit 3,2 Millionen Fahrten.

In Spanien kĂŒndigten Uber und WeRide am 11. Juni 2026 den Start des ersten kommerziellen Robotaxi-Pilotprojekts in Madrid an. Der Dienst beginnt mit Sicherheitsfahrern und ist Teil einer Strategie, bis 2030 in 15 StĂ€dten autonome Dienste anzubieten.

Weiter östlich hat WeRide seine PrĂ€senz in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgebaut – durch eine Partnerschaft mit Jameel Motors. Seit dem 31. MĂ€rz 2026 betreibt das Unternehmen eine vollstĂ€ndig fahrerlose Flotte in Dubais Stadtteilen Jumeirah und Umm Suqeim. Zum Einsatz kommen Elektrofahrzeuge von Geelys Marke Farizon Auto. Das Projekt unterstĂŒtzt Dubais Ziel, bis 2030 ein Viertel des gesamten lokalen Verkehrs autonom abzuwickeln.

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