Robotaxi, München

Robotaxi München: Uber und Autobrains starten Testbetrieb 2026

03.06.2026 - 01:06:47 | boerse-global.de

Uber und Autobrains bringen mit Nvidia-Technologie autonome Taxis nach München. Der kommerzielle Start wird noch für dieses Jahr erwartet.

Robotaxi München: Uber und Autobrains starten Testbetrieb 2026 - Bild: über boerse-global.de
Robotaxi München: Uber und Autobrains starten Testbetrieb 2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Fahrdienst-Vermittler Uber startet gemeinsam mit dem israelischen KI-Spezialisten Autobrains ein Robotaxi-Programm in der bayerischen Landeshauptstadt. Unterstützt von Nvidia-Technologie will das Projekt die autonome Mobilität in Deutschland von Pilotprojekten auf kommerzielle Beine stellen.

Die Partnerschaft, die Anfang der Woche bekannt gegeben wurde, setzt auf Münchens dichtes Stadtgebiet und den etablierten Rechtsrahmen in Deutschland. Die Fahrzeuge nutzen die NVIDIA DRIVE Hyperion-Plattform in Kombination mit Autobrains' spezialisierter KI-Software.

München als europäischer Teststandort

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Das System ist als „OEM-agnostisch" konzipiert – die Technik lässt sich in verschiedene Fahrzeugplattformen integrieren, ohne an einen einzelnen Hersteller gebunden zu sein. Autobrains setzt dabei auf spezialisierte Entscheidungs-Agents, die mit handelsüblichen Automobilsensoren in Echtzeit auf den Stadtverkehr reagieren.

Wann genau der kommerzielle Passagierbetrieb startet, steht noch nicht fest. Die Projektpartner rechnen jedoch mit einem Beginn noch in diesem Jahr – vorausgesetzt, die letzte behördliche Genehmigung liegt vor. Mindestens ein Fahrzeug mit der Technologie ist bereits im Testmodus auf Münchens Straßen unterwegs. Uber sieht in der Stadt eine ideale Mischung aus engen Innenstadtstraßen und schnellen Ringstraßen – ideale Bedingungen, um die Grenzen autonomer Systeme auszuloten.

Volkswagen und MOIA starten durch

Die Ankündigung folgt auf Fortschritte heimischer Anbieter. Volkswagen Nutzfahrzeuge und seine Mobilitätstochter MOIA bereiten den eigenen autonomen Dienst für 2026 vor. Die Serienversion des selbstfahrenden ID. Buzz, entwickelt mit Mobileye, feierte bereits im Juni 2025 auf dem UITP-Gipfel in Hamburg Weltpremiere.

Der autonome ID. Buzz ist mit 27 Sensoren ausgestattet – darunter 13 Kameras, neun LiDAR-Einheiten und fünf Radargeräte. Dieses System liefert eine redundante 360-Grad-Rundumsicht. Seit Mitte 2025 testen experimentelle Flotten in München und Hamburg die Software. Volkswagen zufolge ist das Fahrzeug für Level 4 ausgelegt, kann also in definierten Stadtgebieten völlig ohne menschlichen Eingriff fahren.

Internationale Konkurrenz drängt auf den deutschen Markt

Das deutsche Regelwerk erlaubt seit 2021 fahrerlose Level-4-Fahrzeuge in festgelegten Betriebsbereichen – das lockt Wettbewerber aus aller Welt.

  • Lyft und Baidu: Ende 2025 kündigte die US-Plattform Lyft eine Partnerschaft mit dem chinesischen Technologiekonzern Baidu an, um den RT6-Robotaxi 2026 nach Deutschland zu bringen. Beschleunigt wurde der Schritt durch Lyfts Übernahme der europäischen Mobilitätsplattform FreeNow im Juli 2025 für rund 175 Millionen Euro.
  • Tesla: Im April 2026 erteilte die niederländische Straßenverkehrsbehörde RDW eine Typgenehmigung für Teslas „Full Self-Driving (Supervised)"-System. Dies gilt als Vorbote für eine breitere Zulassung in Europa. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldete, dass bis Februar 2026 insgesamt 83 Level-4-Testgenehmigungen an verschiedene Hersteller vergeben wurden.

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Autonome Shuttles im Hamburger Nahverkehr

In Hamburg arbeitet das Projekt ALIKE daran, autonome Shuttles in den öffentlichen Nahverkehr zu integrieren. Das Vorhaben wird mit 26 Millionen Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Beteiligt sind unter anderem die Hamburger Hochbahn, MOIA und Holon.

Noch in diesem Jahr sollen die autonomen On-Demand-Shuttles über die Apps HVV Switch und MOIA buchbar sein – zunächst für eine geschlossene Nutzergruppe. Ein eigener Stützpunkt für bis zu zehn fahrerlose Fahrzeuge wurde bereits im Mai 2025 im Stadtteil Barmbek in Betrieb genommen. Dort werden der ID. Buzz AD und der Holon Mover geladen und gewartet.

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