Robotaxi, München

Robotaxi München: Uber und Autobrains starten Testflotte Ende 2026

01.06.2026 - 18:51:37 | boerse-global.de

Uber und Autobrains planen noch 2026 den Start autonomer Taxis in München. Die Technologie setzt auf Kameras statt teurer Lidar-Sensoren.

Robotaxi München: Uber und Autobrains starten Testflotte Ende 2026 - Bild: über boerse-global.de
Robotaxi München: Uber und Autobrains starten Testflotte Ende 2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Fahrdienst-Vermittler bringt gemeinsam mit dem KI-Spezialisten Autobrains selbstfahrende Taxis auf Münchens Straßen.

München wird zur Teststrecke für autonomes Fahren in Europa. Uber und das Startup Autobrains kündigten heute eine strategische Partnerschaft an, um noch 2026 ein Robotaxi-Programm in der bayerischen Landeshauptstadt zu starten. Die Kooperation kombiniert Ubers Vermittlungsnetzwerk mit der autonomen Fahrtechnologie von Autobrains und der Nvidia DRIVE Hyperion-Plattform.

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Das Besondere: Der Ansatz ist herstellerunabhängig. Die Technologie soll in bestehende Serienfahrzeuge von Audi, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen integriert werden. Damit entsteht ein skalierbares Modell für ganz Europa.

Sechs Kameras statt teurer Laser-Sensoren

Autobrains setzt auf eine sogenannte Agentic AI – ein System, das die Fahraufgaben auf spezialisierte KI-Agenten verteilt. Statt teurer Lidar- oder Radarsensoren kommen lediglich sechs Standard-Kameras zum Einsatz. Ergänzt wird das System durch Luftbildaufnahmen zur Navigation im urbanen Raum.

Das autonome Fahrsystem der Stufe 4 läuft auf der Nvidia DRIVE Hyperion-Plattform. München wurde nicht zufällig als erste Stadt ausgewählt: Die bestehende Infrastruktur und der rechtliche Rahmen in Deutschland bieten ideale Voraussetzungen. Der CEO von Autobrains betonte, dass die Stadt eine „bedeutende Umgebung" für die Bewältigung komplexer Sicherheitsanforderungen darstelle.

Sicherheitsfahrer für die ersten sechs Monate

Der Start ist für Ende 2026 geplant – vorausgesetzt, die notwendigen behördlichen Genehmigungen liegen vor. In der Anfangsphase wird ein Sicherheitsfahrer am Steuer sitzen, der das System rund sechs Monate lang überwacht. Läuft die Testphase erfolgreich, soll der Betrieb bis zum Frühsommer 2027 auf vollständig autonomes Fahren umgestellt werden.

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Zunächst deckt der Service etwa 40 Prozent des Münchner Stadtgebiets ab. Die Fahrzeuge erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h. Nach dem Deutschland-Start peilt die Allianz eine Expansion auf 20 europäische Städte bis Ende 2028 an.

Breite Unterstützung aus der Industrie

Welcher Flottenbetreiber und welche Fahrzeugmarken genau zum Einsatz kommen, ließen die Partner offen. Das Projekt profitiert jedoch von einem breiten Investorenkreis: Zu den Geldgebern von Autobrains zählen BMW, Toyota, Continental und Knorr-Bremse.

Der München-Start reiht sich in Ubers globale Strategie ein. Das Unternehmen testet autonome Fahrtechnologie bereits mit Partnern wie Wayve in London. Der Vorstoß in München gilt als wegweisend für ein standardisiertes, herstellerunabhängiges Robotaxi-Modell auf dem europäischen Markt.

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