Robotaxi-Start, Zagreb

Robotaxi-Start in Zagreb: Europas autonome Mobilität beginnt

07.05.2026 - 18:35:10 | boerse-global.de

Erstmals rollen kommerzielle Robotaxis durch eine europäische Hauptstadt. Der Start in Zagreb markiert einen Meilenstein für die Branche.

Robotaxi-Start in Zagreb: Europas autonome Mobilität beginnt - Foto: über boerse-global.de
Robotaxi-Start in Zagreb: Europas autonome Mobilität beginnt - Foto: über boerse-global.de

Der Start in Zagreb markiert eine Zeitenwende.**

Seit dem 8. April 2026 sind zehn Fahrzeuge des Anbieters Verne – einem Joint Venture von Uber und Pony.ai – in der kroatischen Hauptstadt unterwegs. Rund 300 Nutzer haben sich bereits registriert, die Warteliste umfasst über 4.000 Interessenten. Der Clou: Eine Fahrt kostet pauschal 1,99 Euro. Noch sitzt ein Sicherheitsfahrer am Steuer, doch bis Jahresende soll der Betrieb vollständig autonom laufen.

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Kalifornien gibt grĂĽnes Licht fĂĽr Nuro und Uber

Parallel zum europäischen Durchbruch hat die US-Aufsichtsbehörde in Kalifornien grünes Licht gegeben. Die kalifornische Straßenverkehrsbehörde erteilte Nuro am 6. Mai die Genehmigung, Testfahrten mit Lucid-Gravity-SUVs durchzuführen. Hintergrund ist ein ehrgeiziger Plan: Uber hat 500 Millionen Euro in Lucid investiert und will mindestens 35.000 Robotaxis kaufen – darunter 10.000 Gravity-Modelle und 25.000 mittelgroße Elektrofahrzeuge. Die Technik stammt von Nuro, integriert auf der Nvidia-Drive-AGX-Thor-Plattform. Der kommerzielle Start ist für Ende 2026 geplant.

Autonome Lkw erobern die StraĂźe

Nicht nur in der Stadt, auch auf der Autobahn macht die Technik Fortschritte. Aurora Innovation hat einen Vertrag mit dem Logistikdienstleister McLane geschlossen. Ab sofort rollen autonome Lkw auf der Strecke zwischen Dallas und Houston – sieben Tage die Woche. Noch sitzt ein menschlicher Beobachter im Führerhaus, doch das soll sich ändern. Aurora will die Routen bis Ende 2026 auf den gesamten Sonnengürtel der USA ausdehnen.

Industrie setzt auf Multi-Vendor-Plattformen

Die Hardware-Revolution braucht intelligente Software. LG CNS hat am 7. Mai seine Plattform „PhysicalWorks“ vorgestellt. Das System, auch RX-Plattform genannt, besteht aus zwei Komponenten: „Forge“ – eine 3D-Simulationsumgebung, die die Trainingszeit für Roboter von mehreren Monaten auf unter acht Wochen drückt – und „Baton“, ein Kontrollsystem, das mit KI-gestützten Agenten Arbeitsabläufe in Echtzeit anpasst. Bei 100 Robotern verspricht LG eine Produktivitätssteigerung von 15 Prozent bei gleichzeitiger Kostensenkung um 18 Prozent.

ABB Robotics zieht nach: Die neue Software „PickMaster Lite“ soll den Ingenieuraufwand um 30 Prozent und die Inbetriebnahmezeit um 25 Prozent reduzieren. Zielbranchen: Pharma, E-Commerce und Lebensmittelindustrie.

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Partnerschaften fĂĽr die smarte Fabrik

Comau und Aptiv haben am 7. Mai eine strategische Allianz geschlossen. Gemeinsam wollen sie die nächste Generation von Robotern und Lagerautomatisierung entwickeln. Aptiv bringt seine Sensorik- und Softwarekompetenz ein – insbesondere die Plattformen Wind River und Aptiv Pulse –, Comau sein industrielles Roboter-Know-how. Im Fokus stehen autonome mobile Roboter, radarbasierte Sicherheitssysteme und Hochleistungs-Verbindungstechnik für intelligente Lager.

China setzt auf „Embodied AI“

Die Kommerzialisierung der Robotik ist längst Teil nationaler Industriepolitik. Laut dem Weltverband für Robotik hat China die KI-gestützte Robotik zum Kern seines 15. Fünfjahresplans (2026–2030) gemacht. 2025 entfielen 54 Prozent aller neuen Industrieroboter-Installationen auf China – der Bestand liegt bei zwei Millionen Einheiten. Die Strategie zielt auf die massenhafte Kommerzialisierung humanoider Roboter gegen Ende des Jahrzehnts ab. Die Initiative „AI Plus“ soll bis 2030 eine KI-Durchdringung von 90 Prozent der Wirtschaft erreichen.

Humanoide Roboter gehen in Serie

Der Markt für humanoide Roboter zieht milliardenschwere Investitionen an. Genesis AI, gestartet mit 105 Millionen Euro Seed-Finanzierung von Khosla Ventures und Eclipse, präsentierte am 6. Mai sein Modell „GENE-26.5“ und eine menschengroße Roboterhand. Die Hand löste einen Zauberwürfel und spielte Klavier. Investor Eric Schmidt sprach von einem „wichtigen Meilenstein für die Branche“.

Noch einen Schritt weiter geht 1X Technologies. Das Unternehmen hat in Hayward, Kalifornien, die Serienproduktion seines humanoiden Roboters „NEO“ aufgenommen – in einer 5.400 Quadratmeter großen Fabrik. Die Nachfrage war so enorm, dass die gesamte Jahresproduktion innerhalb von fünf Tagen ausverkauft war. Der NEO arbeitet leiser als ein Kühlschrank. Auslieferungen an Endkunden sollen noch 2026 beginnen.

Sicherheitszertifikate für die neue Ära

Mit der Verbreitung von Robotern wächst der Bedarf an Sicherheitsstandards. SGS-TÜV Saar hat am 7. Mai ein neues Dienstleistungsportfolio für die Sicherheitsbewertung humanoider Roboter vorgestellt. Es kombiniert funktionale Sicherheit, Cybersicherheit und KI-spezifische Tests auf Basis neuer ISO- und IEC-Normen.

Südkorea zieht nach: In Daegu entsteht das erste Sicherheitszertifizierungszentrum für humanoide Roboter – gefördert mit 41,2 Milliarden Won über fünf Jahre.

Wirtschaftlichkeit im Fokus

Die Zahlen sprechen fĂĽr sich: Eine Analyse vom 6. Mai zeigt, dass eine gut geplante Automatisierungsintegration eine Rendite von 354 Prozent ĂĽber drei Jahre erzielen kann. KI-gestĂĽtzte Werkzeuge beschleunigen die Integrationsarbeit um 40 bis 60 Prozent.

Doch es gibt auch Warnsignale. Im Bereich der Altenpflege etwa bleiben reale Umgebungen unberechenbar. Fachleute warnen vor einer Entmenschlichung der Pflege – trotz vielversprechender Labordemonstrationen.

Ausblick: 2026 wird das Jahr der Beschleunigung

Mit dem kommerziellen Fundament in Zagreb und den Genehmigungen in Kalifornien steuert der Robotaxi-Sektor auf einen Hochlauf zu. In der Industrie treiben Hersteller wie StMicroelectronics die Integration voran – über 100 Roboter sollen bis Ende 2027 in Chipfabriken arbeiten.

Die Skalierung der Produktion bleibt die nächste große Hürde. Partnerschaften wie die zwischen Isembard und Dexory zielen darauf ab, bis Ende 2027 tausende autonome Lagerroboter-Komponenten jährlich zu produzieren. Während China seine Hardware-Lieferkette lokalisiert und die USA die vertikale Integration in der Robotikproduktion vorantreibt, zeichnet sich ein globaler Wettlauf um die Vorherrschaft in der „Embodied AI“ ab – angetrieben von kommerzieller Nachfrage und nationalen strategischen Interessen.

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