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Robotaxis in New York: Waymo-Koalition startet Kampagne für Zulassung

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 01:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine von Waymo finanzierte Gruppe wirbt für autonome Fahrzeuge in New York, doch Genehmigungen fehlen und politische Gegner bremsen den Vorstoß.

Waymo-Koalition wirbt für Robotaxi-Zulassung in New York
Eine leere mehrspurige Autobahn in New York bei goldenem Licht mit Blick auf eine städtische Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt.

Am 16. September 2026 startete die von Waymo finanzierte Koalition „A Better Road Forward“ eine Kampagne zur staatlichen Zulassung von vollautonomen Personenfahrzeugen im US-Bundesstaat New York.

Die als 501(c)(4)-Organisation strukturierte Gruppe plant eine breite Advocacy-Initiative, die unter anderem Informationsveranstaltungen, Meinungsumfragen, Testimonials sowie bezahlte Medienformate umfasst. Ziel der Kampagne ist es, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz fahrerloser Robotaxis zu schaffen.

Die Initiative betont dabei, dass es sich bei „A Better Road Forward“ um eine reine Interessenvertretung handelt. Der Start der Kampagne stellt gegenwärtig weder eine behördliche Genehmigung noch die Zulassung eines kommerziellen Waymo-Dienstes in der Region dar.

Politischer und personeller Rückhalt

Für die Führung der Koalition wurde ein Beirat aus erfahrenen Akteuren der Verwaltung und Politik zusammengestellt. Den Vorsitz führt Basil Seggos, der frühere Leiter des Department of Environmental Conservation (DEC).

Dem Gremium gehören zudem Christine Quinn, ehemalige Sprecherin des New Yorker Stadtrats, sowie Mark Schroeder an, der als früherer Chef des Department of Motor Vehicles (DMV) tätig war. Schroeder verwies im Kontext der Verwaltungsstrukturen darauf, dass das DMV rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigte.

Weitere Mitglieder des Beirats sind der Reverend Mark E. Blue von der NAACP Buffalo, Kenny Burgos sowie Julie Samuels von der Branchenorganisation Tech:NYC. Die Beirätin Christine Quinn hob hervor, dass für zahlreiche New Yorker der Zugang zu sicheren und zuverlässigen Transportwegen massiv vom jeweiligen Wohnort abhänge.

Regulatorische Hürden und Widerstände

Die rechtliche Lage für autonome Fahrzeuge (AV) in New York bleibt komplex. Derzeit sind vollautonome Personenfahrzeuge auf staatlichen Straßen nicht zugelassen. Zwar betreibt das New Yorker DMV bereits seit 2017 ein entsprechendes Testprogramm, doch mit Stand vom 9. Mai 2026 verfügte kein Unternehmen über eine Lizenz für einen fahrerlosen Dienst im Bundesstaat.

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Die Koalition startet ihre Kampagne zur Zulassung vollautonomer Fahrzeuge in New York — doch bislang ist kein fahrerloser Dienst im Bundesstaat genehmigt, und die politischen Hürden bleiben hoch. Wer den US-Markt für Robotaxis einordnen will, braucht einen klaren Blick auf Regulierung, Stakeholder und Sicherheitsdaten. Jetzt kostenlosen AV-Strategie-Report anfordern

Waymo selbst hatte in New York City eine Testgenehmigung, die jedoch ausgelaufen ist. Nach dem Ende dieses Pilotprogramms im März 2026 verbleiben die Fahrzeuge des Unternehmens zwar auf den Straßen, werden jedoch von menschlichen Fahrern zur Datensammlung gesteuert.

Die politischen Bemühungen stießen in der Vergangenheit auf erheblichen Widerstand. Gouverneurin Kathy Hochul strich im Februar 2025 einen AV-Entwicklungsplan aus dem Haushalt, der den Kommunen eine Opt-in-Möglichkeit sowie Gebühren von 1 Mio. USD pro Unternehmen vorgesehen hatte.

Dieser Schritt erfolgte nach Interventionen von Gewerkschaften, Sicherheitsaktivisten und der von Uber unterstützten Independent Drivers Guild. Zudem stoppte die Gouverneurin Expansionspläne von Waymo im Upstate-Bereich nach Protesten von Taxifahrern. Aktuelle Gesetzesentwürfe wie die Reyes/Sepulveda-Bill sehen sogar ein vollständiges Verbot von Robotaxis vor.

Finanzielle Dimension und Sicherheitsdebatte

Der Wettbewerb um die regulatorische Hoheit spiegelt sich auch in den Lobbying-Zahlen wider. Waymo wies für das erste Halbjahr 2026 Ausgaben in Höhe von rund 1,1 Mio. USD aus. Im Gegensatz dazu gaben Uber und verbündete Organisationen mehr als 15 Mio. USD für Kampagnen im Zusammenhang mit einem Versicherungsgesetz aus.

Die Sicherheitsdiskussion bleibt ein zentraler Streitpunkt. Während die Bundesbehörde NHTSA Untersuchungen gegen Waymo nach Vorfällen in Kalifornien und Texas eingeleitet hat und die Johns-Hopkins-Universität AV-Sicherheitsdaten als begrenzt und inkonsistent bezeichnet, zeigen neuere statistische Auswertungen ein differenzierteres Bild.

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Ein im August 2026 veröffentlichter Bericht gegen Robotaxis musste in wesentlichen Teilen korrigiert werden. Die Autoren hatten fälschlicherweise die New Yorker Kategorie für intensivpflichtige Verletzungen mit der breiter gefassten Kategorie von Waymo verglichen. Nach der Korrektur liegt die Unfallrate von Waymo landesweit bei 0,712 pro Million Meilen.

Im Vergleich dazu verzeichnen herkömmliche Taxis und Mietwagen in New York City eine Rate von 1,871 Unfällen pro Million Meilen. Damit liegt die Unfallquote der autonomen Fahrzeuge rund 62 % niedriger als die des konventionellen Verkehrs in der Metropole. Organisationen wie Open Plans warnen dennoch weiterhin vor negativen Folgen für den Verkehrsfluss und die Einkommen menschlicher Fahrer.

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