RTX 6080: Nvidia verdoppelt Path-Tracing mit Rubin-Architektur
Veröffentlicht: 21.06.2026 um 16:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Chip soll auf der „Rubin“-Architektur basieren und mit modernsten Fertigungsverfahren deutliche Sprünge bei Speicherbandbreite und Raytracing-Leistung ermöglichen.
Die technischen Daten der RTX 6080
Die GeForce RTX 6080 wird voraussichtlich auf einem 3-Nanometer-Verfahren mit dem GR203-Chip gefertigt. Die geleakten Spezifikationen umfassen 10.752 Shader-Einheiten, 336 Texture Mapping Units (TMUs) und 112 Render Output Units (ROPs). Hinzu kommen 336 Tensor Cores und 84 RT Cores für KI-Berechnungen und Echtzeit-Raytracing.
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Besonders auffällig ist der Speicher: Die RTX 6080 soll 20 GB GDDR7-Videospeicher auf einem 320-Bit-Bus bieten. Das ergibt eine Speicherbandbreite von 1,20 TB/s. Die Taktraten liegen Schätzungen zufolge bei 2.300 MHz Basis und bis zu 2.800 MHz Boost. Die thermische Verlustleistung (TDP) wird mit 350 Watt angegeben, die Anbindung erfolgt über PCIe 5.0 x16.
Die Rubin-Architektur: Leistungssprung erwartet
Die „Rubin“-Serie (GR20x) zielt auf einen deutlichen Leistungssprung gegenüber der aktuellen Blackwell-Generation ab. Brancheninsider berichten von einem angestrebten doppelten Path-Tracing-Durchsatz im Vergleich zur RTX-50-Serie. Bei der klassischen Rasterisierung soll die Verbesserung bei 30 bis 35 Prozent liegen.
Die High-End-Karte RTX 6090 soll den GR202-Chip nutzen – mit bis zu 192 Streaming-Multiprozessoren und 32 GB GDDR7 auf einem 512-Bit-Bus. Eine mittlere RTX 6070 auf Basis des GR205-Chips ist ebenfalls im Gespräch, mit 16 GB GDDR7 auf 256-Bit-Bus. Ursprünglich wurde eine Vorstellung auf der CES 2027 erwartet, einige Beobachter rechnen inzwischen sogar erst mit der CES 2028.
Überschneidungen mit dem RTX-50-SUPER-Refresh
Die Leaks zur RTX-60-Serie kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Nvidia offenbar ein SUPER-Refresh der bestehenden Blackwell-basierten RTX-50-Serie vorbereitet. Berichten zufolge plant das Unternehmen, die VRAM-Kapazitäten durch den Einsatz von 3-GB-GDDR7-Modulen aufzustocken.
Die gemunkelten Modelle im Überblick:
- RTX 5080 SUPER: 24 GB VRAM (bisher 16 GB), 10.752 CUDA-Cores, 415 Watt TDP
- RTX 5070 Ti SUPER: 24 GB VRAM
- RTX 5070 SUPER: 18 GB VRAM, 6.400 CUDA-Cores
- RTX 5060 SUPER: 12 GB VRAM
Diese Refresh-Modelle werden für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Der Markt bleibt jedoch angespannt: Bereits im Januar 2026 hatte Nvidia die GPU-Lieferungen an Partner um bis zu 20 Prozent gekürzt – Grund war eine Knappheit bei GDDR7-Speicher, verursacht durch die hohe Nachfrage nach HBM-Produktion im KI-Sektor.
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Infrastruktur und mobile Entwicklungen
Parallel zu den Consumer-Leaks hat Nvidia auch im Enterprise- und Mobilbereich expandiert. Amazon Web Services (AWS) kündigte kürzlich EC2-G7-Instanzen mit Nvidia RTX PRO 4500 Blackwell GPUs an. Diese sollen bis zu 4,6-mal höhere KI-Inferenzleistung bieten als die Vorgängergeneration.
Im Mobilbereich stellte Nvidia auf der Computex 2026 die RTX-Spark-Plattform vor. Sie kombiniert eine 20-Core-Grace-Arm-CPU mit Blackwell-GPU-Architektur und zielt auf eine Petaflop KI-Leistung in Creator-Laptops. Hardware-Partner wie Lenovo, Dell und ASUS sollen die ersten RTX-Spark-Systeme bis Ende 2026 auf den Markt bringen.
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