RTX Pro 5500: Nvidia nutzt Memory-Sandwich für 84 GB GDDR7
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 11:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nvidia hat mit der RTX Pro 5500 eine neue Workstation-Grafikkarte vorgestellt, die dank einer speziellen Speicheranordnung auf 84 GB GDDR7-Speicher kommt. Wie techradar.com am 17. September 2026 berichtete, basiert die Karte auf der Blackwell-Architektur mit dem GB202-Chip und verfügt über 21.760 CUDA-Cores.
Memory-Sandwich-Technik als Kernmerkmal
Das Besondere an der RTX Pro 5500 ist die Art, wie Nvidia den hohen Speicherausbau realisiert. Statt Speicherchips ausschließlich auf einer Seite der Platine zu verlöten, setzt das Unternehmen auf eine sogenannte Memory-Sandwich-Technik: 28 GDDR7-Chips werden verbaut, davon 14 auf der Vorderseite und 14 auf der Rückseite der Platine.
Diese Anordnung, die auch von wesearch.press und ranzware.com in Berichten vom 17. beziehungsweise 18. September 2026 bestätigt wird, ermöglicht den vergleichsweise großen Speicherausbau von 84 GB bei einem 416-Bit-Speicherbus.
Jeder Speicherchip erreicht laut den Berichten eine Übertragungsrate von rund 27 Gbit/s pro Pin. In Kombination mit dem 416-Bit-Bus ergibt sich daraus eine Speicherbandbreite von etwa 1.398 GB/s. Die Karte ist für den Einsatz in Rack-Workstations vorgesehen und kann sowohl luft- als auch flüssigkeitsgekühlt betrieben werden.
Die Leistungsaufnahme liegt bei 600 Watt. Zudem unterstützt die RTX Pro 5500 eine Multi-Instance-Partitionierung, bei der sich der Speicher in zwei Segmente zu je 42 GB aufteilen lässt.
Positionierung im Blackwell-Portfolio
Mit ihren Spezifikationen ordnet sich die RTX Pro 5500 zwischen zwei bestehende Modelle der Blackwell-Reihe ein. Nach oben grenzt sie sich von der RTX Pro 6000 ab, die über 24.064 CUDA-Cores und 96 GB Speicher verfügt.
Nvidia hat die RTX Pro 5500 vorgestellt: 84 GB GDDR7 über 28 Speicherchips, 416-Bit-Bus, rund 1.398 GB/s Bandbreite und 600 Watt Leistungsaufnahme — Preis und Marktstart stehen noch aus. Wer die Karte für speicherintensive Inferenz einplanen will, braucht belastbare Vergleichszahlen statt Datenblatt-Fragmente. Kostenlosen Planungsguide für Workstation-GPUs anfordern
Nach unten liegt sie über der RTX Pro 5000, die mit 14.080 CUDA-Cores und 72 GB Speicher ausgestattet ist. Damit füllt die neue Karte eine Lücke im Angebot für professionelle Workstation- und Rack-Anwendungen.
Zu Preis und Marktstart der RTX Pro 5500 machte Nvidia bislang keine Angaben. Weder techradar.com noch die weiteren Berichte von wesearch.press und ranzware.com nennen einen konkreten Termin oder eine Preisspanne.
Einordnung für Anwender
Für Kunden mit speicherintensiven Workloads – etwa in der KI-Inferenz, bei großen Sprachmodellen oder in professionellen Grafikanwendungen – dürfte die Speicherkapazität von 84 GB das entscheidende Kaufargument sein.
600 Watt pro Karte, luft- oder flüssiggekühlt, dazu 84 GB Speicher in einem Rack-Chassis: Die RTX Pro 5500 verschiebt die Anforderungen an Strom, Kühlung und Netzteil-Dimensionierung. Wer jetzt plant, sollte die Rack-Seite zuerst rechnen — bevor die Beschaffung startet. Rack-Kühlung und Strom jetzt durchrechnen
Die Multi-Instance-Fähigkeit mit zwei Partitionen zu je 42 GB erlaubt zudem eine flexible Aufteilung der Ressourcen auf mehrere parallele Aufgaben, was insbesondere in geteilten Rechenzentrumsumgebungen relevant sein dürfte. Bis Nvidia konkrete Angaben zu Preis und Verfügbarkeit macht, bleibt die RTX Pro 5500 zunächst eine technische Ankündigung ohne festen Marktstart.
