RTX Pro 6000 Blackwell: Nvidias Profi-Karte kostet 13.250 Euro
14.06.2026 - 04:12:46 | boerse-global.de
Nvidia hat die RTX Pro 6000 Blackwell Workstation Edition offiziell für umgerechnet rund 13.250 Euro gelistet – ein Preissprung von 73 Prozent gegenüber dem günstigsten Niveau vergleichbarer Profi-Karten im Jahr 2025. Zeitgleich bringt Asus in Indien eine neue Generation von Gaming-Notebooks mit Blackwell-Technik an den Start.
Rekordpreise für Profi- und Consumer-Hardware
Die neue Profi-Karte setzt auf den GB202-Chip mit 24.064 CUDA-Kernen und satten 96 Gigabyte GDDR7 ECC-Speicher. Branchenkreisen zufolge bietet sie bei KI-Trainingsaufgaben die 2,5-fache Leistung der Vorgängergeneration RTX 6000 Ada. Ein teurer Spaß – doch für Unternehmen, die auf rechenintensive KI-Modelle setzen, könnte sich die Investition rechnen.
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Auch im Consumer-Segment greifen Kunden tiefer in die Tasche. Die RTX 5090, Nvidias Flaggschiff für Spieler, liegt mit einer unverbindlichen Preisempfehlung zwischen 1.999 und 2.499 Euro. Im freien Handel notierte sie Mitte Juni zeitweise bei 4.199 Euro. Marktbeobachter machen eine Mischung aus hoher Nachfrage nach KI-fähiger Hardware und der anhaltenden Knappheit von GDDR7-Speicherchips dafür verantwortlich.
Neue SUPER-Serie in der Pipeline
Branchenleaks vom 12. Juni deuten darauf hin, dass Nvidia bereits an einer Erweiterung seiner Consumer-Reihe arbeitet: die RTX 50 SUPER-Serie. Die Modelle sollen demnach Ende 2026 oder Anfang 2027 erscheinen und dank 3-GB-GDDR7-Chips über 50 Prozent mehr VRAM verfügen. Konkret gehandelt werden die Spezifikationen für die RTX 5070 SUPER mit 18 GB VRAM und einer Leistungsaufnahme von 275 Watt, während die RTX 5080 SUPER auf 24 GB und 32 Gbps Speichertakt kommen könnte.
Asus bringt neue Gaming-Notebooks
Asus hat am 12. Juni eine Reihe neuer Hochleistungs-Notebooks vorgestellt, die auf die aktuellen Blackwell-Mobil-GPUs setzen. Das Flaggschiff ROG Zephyrus Duo kommt mit zwei 16-Zoll-3K-OLED-Displays und einer RTX 5090 – der Einstiegspreis liegt bei umgerechnet rund 6.000 Euro.
Weitere Modelle im Überblick:
- ROG Zephyrus G14 und G16: Kompakte Geräte mit bis zu RTX 5070 Ti, 14-Zoll-3K-OLED (G14) oder 16-Zoll-2,5K-240-Hz-Display (G16)
- ProArt PZ14: Kreativ-Notebook mit Snapdragon X2 Elite, nur 0,79 kg leicht und bis zu 22 Stunden Akkulaufzeit
- TUF Gaming A14: Günstigere Alternative mit Ryzen AI 9 465 und RTX 5060 ab rund 2.200 Euro
AMD holt auf – und Microsoft hilft
Im Desktop-Markt bleibt Nvidia mit 90 Prozent Marktanteil die unangefochtene Nummer eins, auch wenn dieser im ersten Quartal 2026 um ein Prozent sank. Intel gewann 0,4 Prozentpunkte durch seine KI-Aktivitäten, AMD blieb nahezu stabil. Die Steam-Hardware-Umfrage vom Juni zeigt: Die Radeon RX 9070 XT erreicht mit 1,33 Prozent Marktanteil fast das Niveau der RTX 5080 (1,47 Prozent).
Sapphire hat am 12. Juni zudem neue Nitro+ OC PhantomLink- und Polar-Editionen der RX 9070 XT vorgestellt. Sie bieten eine drahtlose Stromversorgung über kompatible Mainboards und einen Boost-Takt von 3.060 MHz.
Microsoft veröffentlichte ebenfalls am 12. Juni ein Update für Windows 11, das Advanced Shader Delivery (ASD) einführt. Die Technologie liefert vorab kompilierte Shader während des Spiele-Downloads – exklusiv für AMD-RDNA-GPUs. Die Ladezeiten sollen sich dadurch um bis zu 90 Prozent verkürzen. In „Forza Horizon 6“ sinkt die Ladezeit von über einer Minute auf vier Sekunden.
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Markt bleibt angespannt
Die Auslieferungen von Desktop-GPUs blieben im ersten Quartal 2026 mit 11,8 Millionen Einheiten nahezu stabil – ein Minus von nur 0,6 Prozent zum Vorquartal. Das ist deutlich besser als der historische Durchschnitt von zwölf Prozent Rückgang in diesem Zeitraum. Dennoch fielen die gesamten Desktop-PC-Auslieferungen im Jahresvergleich um 25 Prozent.
Analysten rechnen bis 2029 mit einem durchschnittlichen jährlichen Rückgang der GPU-Auslieferungen um 3,3 Prozent. Grund sind anhaltende Lieferkettenprobleme und die hohen Komponentenpreise. Die Frage ist: Wer kann sich High-End-Grafikhardware überhaupt noch leisten?
