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RTX Spark: NVIDIA bringt KI-PCs mit 1 Petaflop ab Herbst

03.06.2026 - 01:34:21 | boerse-global.de

NVIDIA stellt neue KI-Modelle für Robotik und autonomes Fahren vor. Cosmos 3 und Alpamayo 2 Super läuten Physical AI ein.

RTX Spark: NVIDIA bringt KI-PCs mit 1 Petaflop ab Herbst - Bild: über boerse-global.de
RTX Spark: NVIDIA bringt KI-PCs mit 1 Petaflop ab Herbst - Bild: über boerse-global.de

Mit gleich mehreren Ankündigungen auf den Branchenevents GTC Taipei, COMPUTEX und Microsoft Build hat NVIDIA diese Woche eine neue Ära der künstlichen Intelligenz eingeläutet: Physical AI – Maschinen, die die physische Welt nicht nur erkennen, sondern auch verstehen und mit ihr interagieren können.

Cosmos 3: Das Fundament für robotisches Denken

Am 31. Mai stellte NVIDIA Cosmos 3 vor, ein sogenanntes „World Action Model" (WAM). Es verarbeitet Text, Video, Audio und Bilder – und generiert daraus konkrete physikalische Handlungsdaten wie Gelenkwinkel oder Bewegungsbahnen. Das Besondere: Das Modell kombiniert zwei spezialisierte Recheneinheiten – einen „Reasoner" für die Interpretation der Umgebung und einen „Generator" für die physikalisch korrekte Ausgabe.

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Zwei Varianten sind bereits verfügbar: Cosmos 3 Super mit 64 Milliarden Parametern für Rechenzentren und Cosmos 3 Nano mit 16 Milliarden Parametern für Workstations. Eine Edge-Version für Echtzeitanwendungen soll folgen.

Bereits einen Tag später, am 1. Juni, veröffentlichte NVIDIA das Modell als Open Source unter der OpenMDW-1.1-Lizenz auf Hugging Face und GitHub. Sechs synthetische Datensätze für Robotik, autonomes Fahren und Logistik sind ebenfalls enthalten. Zur „Cosmos Coalition" gehören unter anderem Agile Robots, Black Forest Labs und Runway.

Alpamayo 2 Super: Denkende Robotaxis

Ebenfalls am 1. Juni präsentierte NVIDIA Alpamayo 2 Super – ein speziell für autonome Fahrzeuge der Stufe 4 entwickeltes Modell. Mit 32 Milliarden Parametern ist es mehr als dreimal so groß wie sein Vorgänger. Der entscheidende Fortschritt: Statt bloßer Trajektorienberechnung übernimmt das System nun hochrangige Wahrnehmung und Entscheidungsfindung.

Die 360-Grad-Rundumsicht erlaubt sogenannte „Meta-Actions" – etwa die Entscheidung, wann man die Spur wechselt oder Vorfahrt gewährt. Besonders beeindruckend: Die automatische Beschriftung von Trainingsdaten, die bisher Monate dauerte, soll nun in Tagen erledigt sein.

Alpamayo 2 Super fungiert als „Lehrermodell" für kleinere, fahrzeugintegrierte Systeme wie den DRIVE AGX Thor. Begleitend veröffentlicht NVIDIA AlpaGym, ein Open-Source-Framework für bestärkendes Lernen, sowie OmniDreams, eine generative Weltmodell-Plattform für fotorealistische Trainingsszenarien. Verfügbar: Sommer 2026.

Isaac GR00T: Humanoiden auf der Spur

Auf der GTC Taipei zeigte NVIDIA zudem den Isaac GR00T-Referenzroboter. Er basiert auf dem Unitree H2 Plus-Chassis, Sharpa-Greifern und dem Jetson AGX Thor T5000. Der Roboter selbst ist nicht käuflich – Unitree will die zugehörige Hardware aber Ende 2026 auf den Markt bringen.

Das GR00T-Software-Framework entsteht mit Forschungspartnern wie der ETH Zürich, Stanford und dem Allen Institute for AI (Ai2). Ziel ist ein standardisierter Baukasten für die gesamte Robotikbranche.

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RTX Spark: KI zum Mitnehmen

Zum Abschluss der Ankündigungswoche gaben NVIDIA und Microsoft auf der Microsoft Build eine erweiterte Partnerschaft bekannt. Herzstück: RTX Spark, eine neue Klasse von Windows-PCs mit dem N1X-Prozessor – einem Arm-Chip, den NVIDIA gemeinsam mit MediaTek entwickelt hat und der im 3-nm-Verfahren von TSMC gefertigt wird.

Die Geräte bieten bis zu 1 Petaflop KI-Rechenleistung und 128 GB einheitlichen Speicher. Sie können KI-Agenten mit bis zu 120 Milliarden Parametern lokal ausführen. Auslieferung: Herbst 2026. Partner wie Dell, HP, Lenovo und ASUS haben bereits entsprechende Modelle angekündigt.

Parallel dazu bestätigte NVIDIA, dass die Vera-Rubin-KI-Plattformen für Rechenzentren in voller Produktion sind. Erste Kunden sind Anthropic, OpenAI und SpaceXs xAI. Auslieferung ebenfalls ab Herbst 2026.

NVIDIA-CEO Jensen Huang sprach von einem „Big Bang" für Physical AI: Maschinen würden sich nun von reinen Datenverarbeitern zu Wesen entwickeln, die sicher mit der physischen Welt interagieren und über sie nachdenken können.

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