RTX-Spark-Plattform: NVIDIA bringt KI-Superchip auf den Desktop
Veröffentlicht am: 25.06.2026 um 08:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gemeinsam wollen die Konzerne rechenintensive KI-Anwendungen vom Rechenzentrum auf den heimischen Schreibtisch holen.
Auf der Computex 2026 in Taipeh prĂ€sentierte NVIDIA Anfang Juni die RTX-Spark-Plattform â einen Superchip, der einen Arm-basierten 20-Kern-Grace-Prozessor mit einer Blackwell-RTX-GPU kombiniert. Das System stemmt eine Petaflop KI-Leistung und verfĂŒgt ĂŒber 128 Gigabyte Arbeitsspeicher. Damit lassen sich groĂe Sprachmodelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern lokal ausfĂŒhren, ohne dass eine Cloud-Anbindung nötig ist.
Hardware-Partner stehen bereit
Ab Herbst 2026 wollen Hersteller wie ASUS, Dell, HP, Lenovo und MSI erste GerĂ€te mit dem neuen Chip auf den Markt bringen. Microsoft unterstĂŒtzt den VorstoĂ mit einer eigens entwickelten, sicheren Windows-Laufzeitumgebung fĂŒr KI-Agenten. Adobe hat bereits nachgelegt: Die Programme Photoshop und Premiere arbeiten nach einer Neuarchitektur doppelt so schnell bei KI-gestĂŒtzten Aufgaben.
FĂŒr Unternehmen bringt ASUS seit dem 24. Juni den ExpertCenter Pro ET900N G3 auf den Markt. Der Schreibtisch-Supercomputer nutzt den NVIDIA GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip und erreicht bis zu 20 Petaflops KI-Leistung. Das System eignet sich laut Hersteller fĂŒr das lokale Feintuning groĂer Sprachmodelle und liefert auf bestimmten Modellen etwa 864 Tokens pro Sekunde.
Neue KI-Assistenten fĂŒr den Arbeitsalltag
Auch auf der Software-Seite tut sich einiges. Anthropic launchte am 24. Juni Claude Tag â einen KI-Agenten, der direkt in Slack arbeitet. Nutzer können ihm Aufgaben delegieren oder Diskussionen zusammenfassen lassen. Intern setzt das Unternehmen das Tool bereits ein: Rund 65 Prozent des Codes des Produktteams entstehen inzwischen mit Claude.
Google erweiterte am 25. Juni sein KI-Angebot um Gemini Notebooks. Die Funktion erlaubt es, Dateien, ChatverlÀufe und individuelle Anweisungen in persistenten Projektcontainern zu organisieren, die mit NotebookLM synchronisiert werden.
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Eine BrĂŒcke zwischen KI-Assistenten und Unternehmensdaten schlĂ€gt Prodoscore mit dem MCP Connector, der ebenfalls am 24. Juni erschien. Das Tool erlaubt Assistenten wie ChatGPT, Claude und Copilot den Zugriff auf Workforce-Intelligence-Daten sowie CRM- und Projektmanagementsysteme â ohne die Daten fĂŒr das Training der Modelle zu verwenden.
Langlebige Akkus als zweites Standbein
Neben roher Rechenleistung steht in diesem Hardware-Jahrgang auch die Akkulaufzeit im Fokus. Mehrere Notebooks erreichen laut aktuellen Tests bis zu 22 Stunden Laufzeit â möglich machen es spezielle KI-Chips oder NPUs (Neural Processing Units).
Das HP OmniBook Ultra 14 und das Dell 14 Plus (DB14250) knackten beide die 22-Stunden-Marke bei lokalen Videowiedergabetests. Dell berichtet zudem, dass seine KI-PCs bei Deloitte die Verarbeitungszeiten um 50 Prozent reduziert haben. Weitere Kandidaten in dieser Liga sind das Lenovo Yoga Slim 7x mit Snapdragon X Elite und das Apple MacBook Air M5, das mit seiner Neural Engine lokale KI-Aufgaben bei 18 Stunden Laufzeit bewÀltigt.
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Da Microsoft den Support fĂŒr Windows 10 im Oktober 2026 einstellt, positionieren die Hersteller ihre KI-zentrierten GerĂ€te als natĂŒrlichen Upgrade-Pfad. Google hat parallel mit dem "Googlebook" eine Alternative fĂŒr Windows-10-Nutzer vorgestellt â in Zusammenarbeit mit Acer, ASUS und Dell, die eine KI-zentrierte Betriebsumgebung bieten.
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