Rufus, Umgehung

Rufus 4.15: Umgehung von Windows-11-Anforderungen wiederhergestellt

Veröffentlicht: 04.07.2026 um 04:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Das Update 4.15 des Tools Rufus behebt Installationsfehler und stellt die Umgehung von TPM 2.0 und Secure Boot wieder her.

Rufus 4.15: Windows 11-Installation auf alter Hardware wieder möglich
Eine Hand hĂ€lt einen USB-Stick, der im Licht eines Computerbildschirms mit technischen Informationen leuchtet. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

15 einen wichtigen Schritt nach vorne. Die neue Version behebt kritische Installationsfehler und stellt die Umgehung von Microsofts strengen Hardware-Anforderungen fĂŒr Windows 11 wieder her.

Was Rufus 4.15 alles kann

Die Aktualisierung zielt auf mehrere technische HĂŒrden ab, die Windows 11-Installationen auf Ă€lteren oder nicht standardkonformen Systemen erschwerten. Entwickler haben einen Fehler behoben, bei dem stille Installationen bei 75 Prozent aufgrund von Laufwerksbuchstaben-Konflikten hĂ€ngen blieben. Zudem wurde ein Speicherfehler ausgemerzt, der Systeme mit Snapdragon-X-Chips zum Absturz brachte.

Das Kernfeature bleibt die Umgehung von Microsofts Mindestanforderungen: TPM 2.0, Secure Boot und bestimmte CPU-Generationen sind fĂŒr die Installation nicht mehr zwingend nötig. Microsoft hatte zuvor mit Updates der 24H2-Builds diese Workarounds ausgehebelt – Rufus 4.15 stellt sie nun wieder her. Neu ist zudem die UnterstĂŒtzung fĂŒr RISC-V 64 UEFI:NTFS sowie Sicherheitspatches fĂŒr Schwachstellen in der ezxml-Bibliothek.

Fristen fĂŒr Zertifikate und Versionen

Auch wenn Drittanbieter-Tools einen Weg fĂŒr Ă€ltere GerĂ€te ebnen, hat Microsoft fĂŒr dieses Jahr mehrere Deadlines gesetzt. Das Microsoft UEFI CA 2011-Zertifikat lĂ€uft am 19. Oktober 2026 aus. Systeme ohne das neuere 2023-Zertifikat oder entsprechende Firmware-Updates könnten danach nicht mehr booten.

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Der Support fĂŒr Windows 11 Version 24H2 neigt sich ebenfalls dem Ende zu. Privatnutzer erhalten bis zum 13. Oktober 2026 Updates, Unternehmen noch bis Oktober 2027. Nutzer dieser Version sollten auf Version 25H2 umsteigen, die auf derselben Germanium-Codebasis lĂ€uft.

Alternative Installationswege

Wer keine Drittanbieter-Tools nutzen möchte, kann auf manuelle Registry-Eingriffe zurĂŒckgreifen. Durch das Anlegen spezieller „LabConfig"-SchlĂŒssel wie „BypassTPMCheck" und „BypassSecureBootCheck" lassen sich Installationen auf nicht unterstĂŒtzter Hardware durchfĂŒhren. Microsoft gibt allerdings keine Garantie fĂŒr kĂŒnftige Updates auf solchen Systemen.

Ein spannender Ansatz kommt vom Dasharo-Projekt: Anfang Juli gelang der Nachweis, Windows 11 auf einem AM5-Mainboard mit coreboot und AMD openSIL zu booten – ohne proprietĂ€re Komponenten, aber mit fTPM 2.0 und Secure Boot. Die Bootzeit lag unter zwei Sekunden.

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ChromeOS Flex als Rettungsanker

FĂŒr Hardware, die selbst mit Workarounds an Windows 11 scheitert, bietet sich ChromeOS Flex an. Das schlanke Betriebssystem ist speziell fĂŒr GerĂ€te ohne TPM 2.0 konzipiert. Es verlĂ€ngert die Lebensdauer alter PCs und bietet eine sichere, aktuelle Umgebung – eine Alternative zur Verschrottung nach dem Ende des Windows-10-Supports.

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