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Russische Hacker: 10 Millionen Euro Belohnung für Signal- und WhatsApp-Spione

Veröffentlicht: 29.06.2026 um 20:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Washington setzt Belohnung für Hinweise zu Hackergruppen aus, die mit Social Engineering Chat-Verläufe von Beamten und Journalisten stehlen.

US-Kopfgeld auf russische Hacker: Spionage via Signal und WhatsApp
Verschwommene Gestalt in Kapuzenjacke tippt auf Laptop, digitaler Code und schwache russische Flagge auf dem Bildschirm. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die US-Regierung jagt zwei russische Hackergruppen, die gezielt Regierungsbeamte, Militärangehörige und Journalisten ausspioniert haben sollen. Das Außenministerium in Washington hat eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Identifizierung oder Festnahme der Mitglieder von UNC5792 und UNC4221 führen.

Perfide Masche: So knackten die Hacker verschlüsselte Chats

Die Attacken richteten sich gegen die verschlüsselten Messaging-Dienste Signal, WhatsApp und Telegram. Die Methode ist dabei ebenso einfach wie effektiv: Statt technische Sicherheitslücken auszunutzen, setzen die Angreifer auf Social Engineering – also das gezielte Austricksen von Menschen.

In einem zweistufigen Phishing-Prozess geben sich die Hacker zunächst als technischer Support aus. Sie fordern ihre Opfer auf, eine angebliche Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. In Wahrheit sollen die Nutzer dabei ihre Cloud-Backup-Funktion einschalten. Im zweiten Schritt versuchen die Angreifer dann, den 64-stelligen Wiederherstellungsschlüssel zu ergaunern.

Die Sicherheitsbehörden schlagen Alarm: Ist dieser Schlüssel erst einmal gestohlen, haben die Hacker vollen Zugriff auf die gesamte Nachrichtenhistorie. Besonders tückisch: Selbst wenn das Opfer sein Konto zurücksetzt, bleibt der geklaute Schlüssel oft weiter gültig.

Geheimdienste im Visier

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Die US-Behörden haben die beiden Gruppen eindeutig dem russischen Geheimdienstapparat zugeordnet. UNC5792 arbeitet demnach für den Inlandsgeheimdienst FSB und dessen Grenzschutz. UNC4221 steht in Verbindung mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU.

Die Aufdeckung der Spionagekampagne gelang durch eine gemeinsame Aktion des FBI und des ukrainischen Sicherheitsdienstes SSU. Am 26. Juni 2026 veröffentlichten das FBI und die Cybersicherheitsbehörde CISA eine öffentliche Warnung. Besonders im Fokus der Angreifer standen demnach hochrangige Zielpersonen in den USA, der Ukraine und Europa.

Schutz für gefährdete Personen

Die US-Sicherheitsbehörden haben konkrete Schutzmaßnahmen empfohlen. Wer unerwartete Nachrichten erhält, die angeblich vom offiziellen Support-Team eines Messengers stammen, sollte äußerste Vorsicht walten lassen. Besonders verdächtig sind Aufforderungen, Sicherheitsschlüssel herauszugeben.

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Für Nutzer, die einen Angriff vermuten, gibt es eine klare Anweisung: Neue Wiederherstellungsschlüssel generieren – direkt in den Einstellungen der jeweiligen App. Nur so lässt sich verhindern, dass Angreifer weiterhin auf die sensiblen Daten zugreifen können.

Die Zusammenarbeit zwischen FBI und ukrainischem Geheimdienst zeigt, wie eng die internationalen Partner inzwischen zusammenarbeiten, um staatlich gesteuerte Spionageaktivitäten zu bekämpfen. Das Kopfgeld des US-Außenministeriums ist Teil einer umfassenderen Strategie, russische Cyberoperationen gegen westliche und ukrainische Interessen zu unterbinden.

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