Salesforce Passkey-Pflicht: Neue Sicherheitsregeln ab Juli
04.06.2026 - 12:53:46 | boerse-global.deDas macht den Einstieg in hardwaregestĂŒtzte Sicherheit fĂŒr Privatnutzer erschwinglich. Der USB-A-SchlĂŒssel unterstĂŒtzt FIDO2, U2F und HOTP und funktioniert mit Gmail, Facebook, Dropbox und GitHub.
Wichtig: Die KompatibilitÀt mit staatlichen Diensten wie der ID Austria fehlt.
Der Zeitpunkt ist gĂŒnstig: Laut Permiso Report meldeten 77 Prozent der Unternehmen IdentitĂ€tsdiebstĂ€hle. In Deutschland werden pro Quartal rund 4,7 Millionen gehackte Konten registriert.
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Salesforce macht ernst
Im professionellen Bereich verschĂ€rfen Plattformbetreiber die Sicherheitsregeln drastisch. Salesforce fĂŒhrt ab Juli 2026 schrittweise eine Passkey-Pflicht ein.
Start am 1. Juli: Administratoren mĂŒssen dann FIDO2-Verfahren oder biometrische Methoden wie Touch ID und Windows Hello nutzen. Ab dem 20. Juli gilt die Pflicht fĂŒr alle Mitarbeiter. TOTP bleibt zwar zulĂ€ssig, der Fokus liegt aber klar auf phishing-resistenten Verfahren.
Der Grund: Herkömmliche Zwei-Faktor-Authentifizierungen sind anfĂ€llig fĂŒr spezialisierte Angriffsplattformen mit automatisierten Umgehungstaktiken.
SicherheitslĂŒcke zwischen Wahrnehmung und RealitĂ€t
Trotz technischer Fortschritte klafft bei Privatnutzern eine gefĂ€hrliche LĂŒcke. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag des eco-Verbands zeigt: 74 Prozent halten ihre Passwörter fĂŒr sicher. Doch nur 32 Prozent nutzen Passkeys, und lediglich ein Viertel bis 40 Prozent setzen auf Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Ein Trend zur passwortlosen Anmeldung zeigt sich vor allem bei den 18- bis 29-JĂ€hrigen: 41 Prozent nutzen bereits entsprechende Verfahren.
Google hilft beim Umstieg: Seit Anfang Juni verteilt das Unternehmen ein Update fĂŒr Android-Systemdienste. Auf Basis des Credential-Exchange-Standards (CXP) der FIDO Alliance wird der Umzug von Passwörtern und Passkeys zwischen verschiedenen Managern einfacher. Bitwarden, 1Password, Dashlane und Apple unterstĂŒtzen den Standard bereits â inklusive Ende-zu-Ende-verschlĂŒsselter Ăbertragung.
Wenn KI zum Einfallstor wird
Die Notwendigkeit robuster Authentifizierung unterstreichen aktuelle SicherheitsvorfĂ€lle. Bei Meta nutzten Angreifer seit Ende MĂ€rz eine Schwachstelle in einem KI-Support-Chatbot, um Instagram-Konten zu ĂŒbernehmen â durch Manipulation von E-Mail-Adressen.
Parallel warnen VerbraucherschĂŒtzer vor neuen Phishing-Wellen im Bankensektor. TĂ€uschend echte E-Mails fordern zur Preisgabe von Online-Banking-Daten auf.
WĂ€hrend Unternehmen auf moderne Standards umstellen, bleiben viele Privatnutzer durch klassische Passwörter verwundbar. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, warum Passkeys die sicherste Alternative zum Passwort-Stress sind und wie Sie Ihre Online-Konten ab sofort kinderleicht per Fingerabdruck schĂŒtzen. Kostenlosen Report zur passwortlosen Anmeldung sichern
Sicherheitsexperten erinnern an das Shared-Responsibility-Modell in der Cloud: Anbieter sichern die Infrastruktur, doch der Schutz der Daten und die Konfiguration der ZugĂ€nge bleibt in der Verantwortung des Kunden. Neben Multi-Faktor-Authentifizierung empfehlen sie zunehmend Zero-Trust-AnsĂ€tze und KI-gestĂŒtzte Anomalieerkennung.
