Samsung: 40 Modelle erhalten One UI 8.5 in drei Wochen
28.05.2026 - 00:10:43 | boerse-global.deÜber 40 verschiedene Smartphone- und Tablet-Modelle erhalten innerhalb weniger Wochen neue Betriebssystemversionen – ein beispielloser Vorgang in der Android-Welt. Während die stabile Version One UI 8.5 auf zahlreiche Mittelklasse- und ältere Geräte verteilt wird, treibt Samsung parallel die Entwicklung von One UI 9 für die aktuelle Flaggschiff-Serie voran.
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Zwei Gleise, ein Ziel: Updates fĂĽr alle
Die globale Ausrollung von One UI 8.5 hat längst kritische Masse erreicht. Was am 6. Mai 2026 in Südkorea begann, hat sich rasant ausgeweitet. Nach der ersten Welle für die Galaxy-S25-Serie und die neuesten Faltgeräte folgte am 11. Mai die zweite Welle mit dem Galaxy S24 und den Vorgänger-Foldables.
Am 25. Mai erreichte die Update-Welle dann die Mittelklasse: Das Galaxy A26 erhielt eine stabile Firmware (Build A266MUBU9CZEA), beginnend in Guatemala. Bemerkenswert: Das A26 startete Anfang 2025 noch mit One UI 7 – der Sprung auf Version 8.5 zeigt, wie ernst Samsung die Software-Langlebigkeit seiner A-Serie nimmt.
Nur einen Tag später, am 26. Mai, zog die Tablet-Sparte nach: Das Galaxy Tab S9 samt Plus- und Ultra-Variante erhielt das Update in Südkorea. Am 27. Mai folgten dann Budget-Modelle wie das Galaxy A07 5G in mehreren südostasiatischen Märkten – darunter Malaysia, Thailand und Vietnam. Branchenbeobachter zeigten sich überrascht von der Geschwindigkeit, zumal die 4G-Version des A07 im ersten Quartal 2026 als meistverkauftes Android-Gerät galt.
In Japan veröffentlichte Samsung am 26. Mai eine umfassende Roadmap. Demnach erhalten Geräte von der Galaxy-S23-Serie bis zu den robusten XCover-Modellen das Update – inklusive spezieller Funktionen wie „Creative Studio" zur Stempel-Generierung und einer erweiterten Foto-Assistenz, die auf Texteingaben reagiert.
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One UI 9: Zweite Beta mit Juni-Sicherheitspatch
Während One UI 8.5 die globale Flotte stabilisiert, arbeitet Samsung bereits am Nachfolger. Am 26. Mai startete die zweite Beta von One UI 9 (Build ZZEQ) für die Galaxy-S26-Serie. Diese Phase, basierend auf dem kommenden Android 17, läuft in Deutschland, Indien, Polen, Südkorea, Großbritannien und den USA.
Der neue Beta-Build verfeinert 16 Kern-System-Apps. Besonders hervorzuheben: ein signifikantes Update der Kamera-Software (Version 17.0.00.22) sowie Verbesserungen bei Galerie, Foto-Editor und Samsung Cloud. Die Beta behebt zudem Fehler, die Tester der ersten Runde (seit 13. Mai) gemeldet hatten – darunter Schrift-Probleme auf dem Sperrbildschirm, Statusleisten-Störungen und Fehlfunktionen in der Routinen-App.
Ein besonderes Detail: Die Beta vom 26. Mai enthält bereits den Juni-2026-Sicherheitspatch. Samsung stellt diesen Patch Beta-Teilnehmern vorzeitig zur Verfügung – die vollständige Liste der behobenen Schwachstellen wurde allerdings noch nicht veröffentlicht. Nutzer stabiler Versionen erhalten derweil den Mai-Patch: Das Galaxy Z Fold 7 und Z Flip 7 bekamen am 27. Mai ein 516,78 MB großes Update in Europa, das 36 Sicherheitslücken schließt.
Revolution bei der Gerätevernetzung
Ein echter Paukenschlag gelang Samsung am 27. Mai mit dem Google-Play-System-Update vom Mai 2026. Die Quick-Share-Funktion erhält AirDrop-Kompatibilität für iOS-Geräte. Nutzer können nun plattformübergreifend Dateien per QR-Code und Cloud-Systeme austauschen. Vorrangig erhalten das Feature zunächst das Galaxy S24 und neuere Modelle.
Das Google-Play-Services-Update (Version 26.20) bringt zudem erweiterte Diebstahlschutz-Mechanismen für Android 17 mit: „Remote Lock" und „Theft Detection Lock" sollen Nutzerdaten bei Gerätediebstahl sichern. Neu eingeführt wurden auch Betrugspräventions-Tools, die Anrufe automatisch beenden, wenn sie Banken imitieren – eine Reaktion auf immer raffiniertere Phishing-Versuche.
Für den japanischen Markt bereitet Samsung zudem hardware-seitige Upgrades vor. Ab Juni 2026 soll die Starlink-Direct-Unterstützung auf 18 Modelle ausgeweitet werden. Damit wird direkte Satellitenkommunikation in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung möglich.
Strategie: Fragmentierung bekämpfen, Funktionen demokratisieren
Die aktuelle Update-Offensive folgt einem klaren Muster: Samsung will die Fragmentierung bekämpfen, die das Android-Ökosystem seit Jahren plagt. Über 40 Modelle innerhalb von drei Wochen zu aktualisieren, ist ein logistischer Kraftakt.
Besonders auffällig: High-End-KI-Funktionen aus der S26-Serie wandern in One UI 8.5 für ältere Modelle wie das Galaxy S23 oder das Falt-Handy Z Fold 5. Samsung scheint entschlossen, die Funktionsparität über mehrere Hardware-Generationen hinweg zu wahren.
Erste technische Berichte zur One-UI-8.5-Ausrollung zeigen deutliche Verbesserungen bei der Systemeffizienz. Galaxy Z Fold 5 und Z Flip 5 sollen nach dem Update vom 25. Mai von besserem Batteriemanagement und erhöhter Systemstabilität profitieren.
Für die Produktivität verspricht One UI 9 erweiterte Kreativ-Tools in Samsung Notes sowie ein neu gestaltetes Quick Panel mit unabhängig anpassbaren System-Kippschaltern. Auch die Barrierefreiheit wurde verbessert: Neue Optionen für Mausgeschwindigkeit sowie erweiterte „TalkBack"- und „Text-Spotlight"-Funktionen sind in der Beta enthalten.
Ausblick: Sommer der Konnektivität
Mit Blick auf Juni 2026 dürfte sich der Fokus von Samsungs Mobilsparte auf die breite Ausrollung des Juni-Sicherheitspatches und die Weiterentwicklung der One-UI-9-Beta in Richtung einer stabilen Version verlagern. Die vorzeitige Verfügbarkeit des Juni-Patches für Beta-Tester deutet darauf hin, dass eine allgemeine Veröffentlichung für Flaggschiff-Geräte bereits in der ersten Juniwoche erfolgen könnte.
Der Ausbau satellitengestützter Dienste und plattformübergreifender Sharing-Tools lässt zudem erwarten, dass die Sommermonate ganz im Zeichen der Konnektivität stehen werden. Die vollständige Implementierung der AirDrop-Kompatibilität via Quick Share dürfte für die Marke zum großen Gesprächsthema werden – besonders im Wettbewerb um Nutzer aus anderen Ökosystemen.
FĂĽr Mittelklasse- und Budget-Nutzer bedeutet der erfolgreiche Rollout von One UI 8.5 auf die A- und M-Serien: Die Mehrheit der aktiven Samsung-Nutzer wird bis Ende des zweiten Quartals auf dem neuesten stabilen Software-Stand sein.
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