Samsung, August-Update

Samsung August-Update: 56 Sicherheitslücken in Galaxy-Geräten geschlossen

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 20:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Samsung schließt 56 Sicherheitslücken im August-Update. Forscher finden zudem IP-Leak-Wege in Apples iCloud Private Relay und EFF warnt vor Datenabfluss durch Werbe-SDKs.

Samsung-August-Update: 56 Sicherheitslücken geschlossen, iCloud-Relay-Leaks entdeckt
Abstraktes digitales Sicherheitsschild auf einem Smartphone als Symbol für den Schutz mobiler Betriebssysteme. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die August-Patches sind da: Samsung behebt 56 Sicherheitslücken, während Forscher Schwachstellen in Apples iCloud Private Relay aufdecken. Auch Werbe-SDKs stehen in der Kritik.

Samsung: 56 Schwachstellen im August-Update

Samsung hat sein Sicherheitsupdate für August veröffentlicht. Insgesamt 56 Schwachstellen in Galaxy-Geräten werden damit geschlossen. 38 Patches stammen direkt von Google für Android – acht davon gelten als kritisch, 30 als hochriskant.

Dazu kommen 18 eigene Lücken, die Samsung als Samsung Vulnerabilities and Exposures (SVE) führt. Zwei davon sind als hoch, 14 als moderat eingestuft. Das Update erreicht eine breite Modellpalette: von der Galaxy-S26-Serie über die Vorgänger S25 und S24 bis hin zu den Falt-Geräten der Z-Reihe und älteren Modellen.

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt eine zeitnahe Installation. Der Rollout für Geräte mit Android 14 bis 16 startet in den kommenden Wochen.

Apples iCloud Private Relay: Drei Wege führen zum IP-Leak

Sicherheitsforscher haben Apples Datenschutz-Funktion iCloud Private Relay unter die Lupe genommen. Tommy Mysk und Talal Haj Bakry fanden mindestens drei Angriffswege, die die tatsächliche IP-Adresse der Nutzer offenlegen können.

Betroffen ist die Browser-Engine WebKit auf iOS, iPadOS und macOS. Da Apple alle Browser unter iOS zur WebKit-Nutzung zwingt, sind sämtliche Anwendungen betroffen, die den Proxy-Dienst verwenden. Die Einfallstore: DNS-Prefetching, WebTransport und Passkey-Anmeldungen (WebAuthn).

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Eine VPN-Verbindung schützt weiterhin vor den Lecks – sie arbeitet auf einer tieferen Systemebene als Apples Proxy. Eine offizielle Lösung von Apple steht noch aus.

Werbe-SDKs leiten Standortdaten massenhaft weiter

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) warnt vor systematischem Datenabfluss in mobilen Apps. Werbe-SDKs von Anbietern wie InMobi und Huawei Petal Ads leiten demnach standardmäßig Standortdaten an Ad-Tech-Unternehmen weiter – oft ohne explizite Einwilligung der Nutzer.

Der Datenfluss läuft häufig über Real-Time-Bidding-Verfahren. App-Entwickler übersehen diese Standardeinstellungen in den Bibliotheken laut den Forschern regelmäßig. Das könnte rechtliche Konsequenzen nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben.

Branchenüberblick: TP-Link, Xiaomi und Betrugswarnung

TP-Link: Auf der Black-Hat-Konferenz wurden kritische Lücken in der Omada-ZTP-Infrastruktur bekannt. Die Schwachstellen CVE-2025-7850 und CVE-2025-7851 könnten die Kompromittierung ganzer Netzwerke ermöglichen.

Xiaomi: Der Hersteller startet die Verteilung seines August-Patches – zunächst für Geräte auf dem chinesischen Markt wie das Xiaomi 15S Pro und neue Tablets.

Betrugswarnung: In Indien sorgen manipulierte Banking-Apps für erhebliche finanzielle Verluste. Finanzinstitute planen strengere Bestätigungsverfahren für Transaktionen ab bestimmten Beträgen.

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