Samsung-Monitor S8: Thunderbolt 5 mit 140 Watt Ladeleistung
31.05.2026 - 08:18:32 | boerse-global.deDer südkoreanische Elektronikkonzern stellte am 29. Mai eine Serie professioneller Bildschirme vor, die mit Technologien aufwarten, die Apples eigenes Display-Angebot vermissen lässt. Im Fokus: Thunderbolt 5, OLED-Panels und Ultrawide-Formate mit hoher Ladeleistung.
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Thunderbolt 5 und 140 Watt – der neue Arbeitsplatz-Hub
Das Flaggschiff der neuen ViewFinity-Serie ist das 40-Zoll-Modell S8 (S85TH). Es bietet eine 5K2K-Auflösung und eine Bildwiederholrate von 144 Hertz. Dank Thunderbolt 5 liefert der Monitor bis zu 140 Watt Ladeleistung – genug, um selbst leistungsstarke Notebooks über ein einziges Kabel mit Strom zu versorgen und gleichzeitig Daten in Höchstgeschwindigkeit zu übertragen. Der Preis: rund 1.300 Euro.
Damit schließt Samsung eine Lücke, die Apple mit seinem aktuellen Display-Portfolio offen lässt. Der kalifornische Konzern bietet weder OLED-Panels noch Thunderbolt-5-Docking-Funktionen. Branchenbeobachter sehen darin einen strategischen Schachzug: Samsung positioniert sich als Komplettanbieter für kreative Profis, die bislang auf das Apple-Ökosystem angewiesen waren.
Auch andere Hersteller wittern ihre Chance. MSI etwa brachte kürzlich die PRO-MAX-Serie auf den Markt – 27-Zoll-4K-QD-OLED-Monitore mit 98 Watt USB-C-Ladeleistung und Pantone-Zertifizierung für farbverbindliches Arbeiten.
OLED-Offensive: 360 Hertz und atemberaubende Reaktionszeiten
Neben den professionellen ViewFinity-Modellen erweitert Samsung seine Odyssey-OLED-G8-Gaming-Reihe. Das 32-Zoll-Modell setzt auf ein 4K-QD-OLED-Panel mit 240 Hertz und einer Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden – für rund 1.200 Euro. Die 27-Zoll-Variante mit gleicher Auflösung und Bildwiederholrate ist für etwa 1.000 Euro zu haben.
Doch das ist erst der Anfang. Auf der Computex 2026 in Taipeh präsentierte Samsung Display einen Prototypen: ein 32-Zoll-4K-OLED-Panel mit atemberaubenden 360 Hertz. Das Display erfüllt den VESA-DisplayHDR-True-Black-600-Standard und soll zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 in den Handel kommen. Noch beeindruckender: Im 1080p-Modus sind angeblich bis zu 680 Hertz möglich.
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Wettbewerb heizt den Display-Markt an
Die Ankündigungen von Samsung sind Teil einer Welle neuer Display-Technologien, die Ende Mai auf der CEE 2026 und der Computex vorgestellt wurden. Die Konkurrenz schläft nicht:
MSI zeigte den MPG OLED 322URDX36 – einen 31,5-Zoll-4K-QD-OLED-Monitor mit Triple-Mode-Funktion. Er schaltet zwischen 4K bei 360 Hertz und 1080p bei 680 Hertz um. Spitzenhelligkeit: 1.500 Nits. Anschluss: DisplayPort 2.1.
Acer kündigte mehrere QD-OLED-Monitore unter der ProDesigner-Linie an. Das Modell PE320QK G0 soll im vierten Quartal 2026 für rund 1.200 Euro erscheinen. Parallel dazu arbeitet Acer an einem Predator-Gaming-Monitor, der angeblich bis zu 1.000 Hertz erreichen soll.
ASRock brachte seine Taichi-OLED-Serie mit Bildwiederholraten von bis zu 540 Hertz auf Tandem-OLED-Panels. Alienware erweiterte sein Portfolio um den AW3926QW – ein 39-Zoll-5K-OLED-Display mit 1.300 Nits Spitzenhelligkeit.
Samsungs neue Monitor-Serie soll im Laufe des Sommers in verschiedenen Regionen auf den Markt kommen. In einigen europäischen Märkten wie Ungarn wird bereits ab Juni 2026 mit Verfügbarkeit gerechnet. Ob und wann die Modelle nach Deutschland kommen, ist noch offen – angesichts der starken Nachfrage nach professionellen Displays dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein.
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