Saunagang, Hitzetraining

Saunagang: Hitzetraining senkt Herzinfarkt-Risiko dauerhaft

28.05.2026 - 13:36:29 | boerse-global.de

Saunagänge trainieren das Herz-Kreislauf-System und helfen bei Hitzeanpassung. Die erste deutsche Sauna-Meisterschaft fand in Neuharlingersiel statt.

Saunagang: Hitzetraining senkt Herzinfarkt-Risiko dauerhaft - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Saunagang: Hitzetraining senkt Herzinfarkt-Risiko dauerhaft - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Während die Temperaturen in Europa steigen, entdecken Gesundheitsexperten die überraschenden Vorteile gezielter Hitzebehandlungen. Trockene Saunawärme stärkt das Herz-Kreislauf-System und hilft dem Körper, sich an extreme Sommertemperaturen anzupassen – ein Gegenpol zur feuchten Hitze draußen.

Saunagang trainiert das Herz

Die Wissenschaft bestätigt, was viele Saunabesucher intuitiv wissen: Regelmäßige Saunagänge verbessern die Gefäßfunktion und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daten der Mayo Clinic Proceedings belegen den Effekt. Der Grund liegt in der kontrollierten Umgebung: Während eine typische Sauna zwischen 80 und 100 Grad Celsius bei einer Luftfeuchte von nur 10 bis 20 Prozent arbeitet, wirkt sich diese Kombination anders auf den Körper aus als die feuchte Hitze im Freien.

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Eine Studie aus dem Jahr 2021 belegt einen weiteren Effekt: Wiederholte Hitzeexposition funktioniert wie passives Hitzetraining. Probanden, die drei Wochen lang nach dem Sport in die Sauna gingen, verbesserten ihre Temperaturregulation deutlich. Diese Akklimatisierung macht sommerliche Hitzewellen für den Körper erträglicher.

Allerdings warnen Experten vor Risiken. Menschen mit Kreislaufproblemen, Alkoholkonsum oder Dehydrierung sollten die Sauna meiden – der Blutdruck kann gefährlich absinken.

Deutschlands erste Sauna-Meisterschaft

Die Wellnessbranche in Deutschland feierte Ende Mai ein ungewöhnliches Ereignis: die Premiere der „Ostfriesland Open“, einer Sauna-Meisterschaft in Neuharlingersiel. Zehn Aufgussprofis aus Deutschland und Österreich traten an – bewertet von Fachleuten und Publikum.

Darius Dorssers gewann die Einzelkonkurrenz mit seiner Performance „De Nordsee Rummt Up!“. Im Teamwettbewerb triumphierten Mario Pramstaller und Julia Bircsak mit „Team Feel Good“. Das Event zeigt: Saunakultur wird zur Profisportart.

Während manche Bäder ihre Angebote ausbauen, fahren andere herunter. Die Kaiser-Friedrich-Therme in Wiesbaden schließt ab 1. Juni für drei Monate – bis 31. August. In dieser Zeit erfolgen Grundreinigung, Wartung der Filter- und Pumpensysteme sowie Infrastrukturarbeiten. Am 1. September öffnet das Bad wieder.

Wenn die Stadt zur Wärmefalle wird

Stuttgart und andere Städte kämpfen mit Hitzeaktionsplänen gegen gefährliche Hitzewellen. Das Problem: Wenn Innenräume nachts nicht unter 25 Grad abkühlen, steigt das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt dramatisch – besonders für vulnerable Gruppen.

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Experten empfehlen überraschende Strategien gegen Hitzebelastung. Warme Getränke wie Pfefferminztee kühlen effektiver als eiskalte Drinks, weil der Körper keine Energie aufwenden muss, um die Flüssigkeit zu erwärmen. Das Menthol in Pfefferminze erweitert zusätzlich die Blutgefäße. In Weiskirchen startete die Kneipp-Saison mit Wassertreten bei 12,6 Grad – ein bewährtes Zirkulationstraining.

Langlebigkeit durch Biochemie und Hitze

2026 verschmelzen traditionelle Hitzebehandlungen mit modernen Supplements. Nicotinamid-Mononukleotid (NMN) erlebt einen Boom nach regulatorischen Lockerungen in den USA und Australien. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft tägliche Dosen bis 300 Milligramm als sicher ein.

Eine Schweizer Studie aus diesem Jahr zeigt: NAD+-Spiegel verdoppelten sich nach zwei Wochen NMN-Einnahme. Längerfristige Studien mit NMNH deuten darauf hin, dass 90-tägige Kuren die Energie nachhaltig steigern. Saunen, Kneipp-Anwendungen und biochemische Supplements werden zunehmend kombiniert – ein ganzheitlicher Ansatz gegen Entzündungen und Zellalterung.

Warnung vor tückischer Kälte

Während die Lufttemperaturen steigen, bleibt eine unterschätzte Gefahr: kalte Gewässer. Die DLRG warnte Ende Mai vor Kälteschock in Seen und Flüssen. Trotz warmer Luft sind viele Gewässer noch zu kalt für den Körper – Herzstillstand droht. Die Statistik ist alarmierend: 2025 ertranken 393 Menschen in deutschen Gewässern. Schwimmfähigkeit und Vorsicht bleiben lebensrettend.

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