Schimmel in der Wohnung: Neue DĂ€mmstoffe senken Risiko deutlich
15.06.2026 - 15:34:00 | boerse-global.de
Das Umweltbundesamt und die Verbraucherzentrale warnen: Die Sporen reizen die Atemwege, verstÀrken Allergien und können chronische Bronchitis oder Asthma auslösen.
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Besonders gefĂ€hrdet sind Menschen mit geschwĂ€chten Immunsystemen oder bestehenden Atemwegserkrankungen. Da die Risiken mit der Dauer der Belastung steigen, raten Fachleute zu schnellem Handeln: je frĂŒher der Schimmel erkannt und beseitigt wird, desto besser.
Wer ist verantwortlich?
Die Rechtslage ist klar â die Praxis oft nicht. Mieter mĂŒssen laut § 535 BGB durch richtiges LĂŒften und Heizen Feuchtigkeit vermeiden. Wer das vernachlĂ€ssigt, haftet fĂŒr entstandene SchĂ€den.
Vermieter wiederum sind nach § 536 BGB verpflichtet, die Wohnung in einem nutzbaren Zustand zu halten. Dazu gehört die Beseitigung baulicher MĂ€ngel â etwa WĂ€rmebrĂŒcken oder unzureichende DĂ€mmung. Entscheidend ist also: Wo liegt die Ursache?
Erste Hilfe bei Schimmelbefall
Schimmel entdeckt? Dann sofort dokumentieren und den Vermieter schriftlich informieren. Das sichert mögliche AnsprĂŒche auf Mietminderung oder Schadenersatz.
Kleine FlĂ€chen lassen sich oft selbst entfernen. Doch Vorsicht: Ab einer GröĂe von 0,5 Quadratmetern sollte ein Fachbetrieb ran. Nur eine professionelle Sanierung beseitigt nicht nur den sichtbaren Befall, sondern auch die versteckte Feuchtigkeit in der Bausubstanz.
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Neue Materialien gegen alte Probleme
Die Forschung arbeitet an Lösungen. Das Fraunhofer CCPE entwickelt im Projekt âCircularInFoamâ nachhaltige DĂ€mmstoffe aus PolymilchsĂ€ure (PLA) mit halogenfreien Flammschutzmitteln. Die im Juni 2026 vorgestellten Materialien sollen petrochemische Rohstoffe ersetzen und gleichzeitig die WĂ€rmeleitfĂ€higkeit herkömmlicher DĂ€mmstoffe wie EPS erreichen.
Bessere Isolierung bedeutet weniger Kondensfeuchte an InnenwĂ€nden â und damit weniger Schimmelrisiko.
Mietrechtsreform in der Pipeline
Auch politisch tut sich was. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig legte im Februar 2026 einen Gesetzentwurf zur Mietrechtsreform vor. Vorgesehen sind unter anderem eine Begrenzung von Indexmietsteigerungen auf 3,5 Prozent jĂ€hrlich in angespannten MĂ€rkten und neue Schonfristen bei MietrĂŒckstĂ€nden.
Zwar zielen die Reformen vor allem auf preisliche Aspekte. Doch die Instandhaltung von Wohnraum bleibt ein zentrales Thema â wie Gerichtsverfahren im FrĂŒhjahr 2026 in StĂ€dten wie Dresden zeigten.
