Schlafapnoe-Medikament, AD109

Schlafapnoe-Medikament AD109: Symptome um 44% reduziert

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 17:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie belegt: Nasenatmung senkt Herzfrequenz. Medikament AD109 zeigt vielversprechende Ergebnisse gegen Schlafapnoe.

Nasenatmung und AD109: Neue Wege für Sportler und Schlafapnoe-Patienten
Nahaufnahme des Profils eines Athleten, der ruhig durch die Nase atmet, mit einem ruhigen Ausdruck und einem weichen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sportwissenschaftler und Mediziner setzen zunehmend auf Nasen- und Zwerchfellatmung. Das American College of Sports Medicine empfiehlt effiziente Atemstrategien zur Steigerung der physiologischen Leistungsfähigkeit.

Warum die Nase der Mundatmung überlegen ist

Der Atemweg entscheidet über die Ausdauerleistung. Dr. Janine David warnt: Eine eingeschränkte Luftströmung beeinträchtigt die Widerstandsfähigkeit des Körpers. Die Nasenatmung ermöglicht eine kontrolliertere Sauerstoffaufnahme als die Mundatmung.

Trainer Rob Rea empfiehlt eine konkrete Taktik: Die Ausatmung sollte in die Phase der größten Anstrengung fallen. Ein tägliches, fünfminütiges Zwerchfelltraining stärkt zudem die Atemmuskulatur.

Doch Vorsicht ist geboten. Ramon Ghosh mahnt, Techniken nicht unkontrolliert anzuwenden – Hyperventilation müsse vermieden werden. Nasenpflaster können den Luftstrom zusätzlich verbessern.

Herzfrequenz sinkt nachweislich

Klinische Daten belegen die positiven Effekte der Nasenatmung. Eine Studie im British Journal of Sports Medicine zeigt: Sie senkt die Herzfrequenz. Das bedeutet effizientere Leistung und schnellere Regeneration.

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Die bewusste Atemsteuerung fungiert als Bindeglied zwischen Belastung und Nervensystem. Eine niedrigere Atemfrequenz signalisiert dem Körper Entspannung. Das beschleunigt den Stressabbau und verkürzt Erholungsphasen.

Neue Hoffnung bei Schlafapnoe

Die Forschung hilft nicht nur Sportlern. Auch Menschen mit respiratorischen Einschränkungen profitieren. Die Phase-3-Studie SynAIRgy untersuchte das Medikament AD109 des Herstellers Apnimed gegen obstruktive Schlafapnoe.

646 Erwachsene nahmen an der 26-wöchigen Studie teil. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Der Apnoe-Hypopnoe-Index sank um 44,1 Prozent – in der Placebo-Gruppe nur um 17,6 Prozent. Bei 41,8 Prozent der Teilnehmer verbesserte sich der Schweregrad. Knapp 17,6 Prozent erreichten eine klinische Normalisierung.

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Allerdings berichteten 70,8 Prozent der Probanden über Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit oder Übelkeit. Die Abbruchquote lag bei 21,2 Prozent. Der Hersteller hat bereits einen Zulassungsantrag bei der FDA eingereicht. Der Markteintritt ist für das erste Quartal 2027 geplant.

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