Schlaganfall-PrÀvention, FÀlle

Schlaganfall-PrÀvention: 80 Prozent aller FÀlle sind vermeidbar

06.06.2026 - 13:27:38 | boerse-global.de

Forscher belegen: Bis zu 80 Prozent aller SchlaganfÀlle sind durch LebensstilÀnderungen vermeidbar. Neue Studien zu ErnÀhrung und Bewegung.

Schlaganfall-PrÀvention: Studie zeigt hohes Vermeidungspotenzial
Schlaganfall-PrĂ€vention - Ein stilisiertes Gehirn, das aus gesunden Lebensmitteln wie Obst und GemĂŒse besteht, mit leuchtenden neuronalen Pfaden. 06.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Publikationssammlung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Neurologie (DGN) von Anfang Juni 2026. Entscheidend sind verĂ€nderbare Lebensstilfaktoren.

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FrĂŒhe Weichenstellung im jungen Erwachsenenalter

Die UniversitÀt Leipzig veröffentlichte im Mai 2026 eine Studie im Fachjournal Alzheimer's & Dementia. Forscher analysierten Daten von rund 150.000 Probanden zwischen 20 und 75 Jahren. Der LIBRA-Index (Lifestyle for Brain Health) bewertet die Kombination von Risikofaktoren.

Bereits bei 20- bis 39-JĂ€hrigen zeigte ein hoher LIBRA-Score eine schlechtere kognitive Leistung. Bei jĂŒngeren Teilnehmern dominierten Rauchen, Bewegungsmangel und Depressionen. Mit zunehmendem Alter gewannen Bluthochdruck und Cholesterinspiegel an Bedeutung.

Die Daten offenbaren zudem soziale Unterschiede: Ein niedriger sozioökonomischer Status ging hĂ€ufig mit ungĂŒnstigeren Werten einher. MĂ€nner wiesen im Durchschnitt höhere Risikofaktoren auf als Frauen.

ErnĂ€hrung als SchlĂŒsselfaktor

Ultrahochverarbeitete Lebensmittel erhöhen das Demenzrisiko drastisch. Eine Harvard-Studie vom 3. Juni 2026 im American Journal of Public Health mit ĂŒber 5.000 Teilnehmern zeigt: Ein hoher Konsum steigert das Risiko um 58 Prozent. Bei leichteren geistigen BeeintrĂ€chtigungen waren es 46 Prozent.

Die gute Nachricht: Eine pflanzenbetonte ErnĂ€hrung mit HĂŒlsenfrĂŒchten und Soja kann das Demenzrisiko um bis zu 30 Prozent senken. Fachleute empfehlen bis zu 30 verschiedene Pflanzen pro Woche. RegelmĂ€ĂŸiger Fischkonsum – besonders von Lachs oder Makrele – unterstĂŒtzt die GedĂ€chtnisleistung.

Bewegung schĂŒtzt vor Parkinson

Die DGN beziffert das PrĂ€ventionspotenzial genau: 80 Prozent aller SchlaganfĂ€lle gehen auf 23 modifizierbare Risikofaktoren zurĂŒck. JĂ€hrlich ließen sich so 90.000 von 270.000 SchlaganfĂ€llen vermeiden.

Bei Demenzerkrankungen sind 14 Faktoren fĂŒr etwa 45 Prozent der FĂ€lle verantwortlich. Intensiver Sport kann das Parkinson-Risiko um bis zu 60 Prozent senken, so DGN-PrĂ€sidentin Daniela Berg. Auch weniger Alkohol wirkt prĂ€ventiv.

Experten raten zu mindestens 150 Minuten moderater oder 75 Minuten intensiver aerober AktivitÀt pro Woche. ErgÀnzendes Krafttraining beugt Muskelschwund vor.

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Bluttest erkennt kognitiven Abbau frĂŒhzeitig

Die University of East Anglia (UEA) stellte Anfang Juni 2026 einen KI-gestĂŒtzten Bluttest vor. Das System analysiert Darm-Metaboliten und identifizierte kognitiven Abbau mit 79 Prozent Genauigkeit – Jahre vor der klinischen Diagnose.

DĂ€nische Registerdaten vom Juni 2026 zeigen zudem: Der GLP-1-Rezeptor-Agonist Semaglutid senkt bei Typ-2-Diabetikern das Demenzrisiko um 53 Prozent.

Forscher der UniversitĂ€t Heidelberg und des DKFZ entdeckten im Mai 2026 spezifische T-Zellen, die EntzĂŒndungsprozesse bei Alzheimer vorantreiben. Die Erkenntnis, dass die treibenden KrĂ€fte im Krankheitsverlauf von Mikrogliazellen zu T-Zellen wechseln, könnte neue zeitlich abgestimmte Therapien ermöglichen.

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