Schmerzmittel, Sotschi

Schmerzmittel in Sotschi: Absatz steigt um 7,2 Prozent auf über 2 Millionen Packungen

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 12:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apotheken setzten von Januar bis August mehr Schmerzmittel um; Fachleute nennen mehrere Nachfragegründe und warnen vor Risiken.
Ein leerer, ruhig beleuchteter Verkaufsraum einer Apotheke mit Glasregalen in einer sterilen, modernen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

In den Apotheken der russischen Küstenstadt Sotschi wurden im Zeitraum von Januar bis August 2026 mehr als 2 Mio. Packungen Schmerzmittel für insgesamt 562 Mio. Rubel verkauft. Dies geht aus Marktdaten der DSM Group hervor, über die am 25. Oktober 2026 berichtet wurde.

Die Erhebung verdeutlicht eine spürbare Zunahme der Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr, sowohl hinsichtlich der monetären Umsätze als auch bei der reinen Menge an abgegebenen Arzneimitteln.

Zuwächse bei Absatz und Umsatz im Vorjahresvergleich

Wie die Auswertungen der DSM Group für die Apotheken in Sotschi belegen, stieg der Gesamtumsatz mit Schmerzmitteln im Zeitraum von Januar bis August 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von Januar bis August 2025 um 13,3 % in Rubel. Parallel zur finanziellen Entwicklung wuchs auch das physische Verkaufsvolumen: Die Anzahl der abgegebenen Packungen verzeichnete im selben Zeitraum ein Plus von 7,2 %.

Marktanteile bei Entzündungshemmern und klassischen Analgetika

Den größten Umsatzanteil stellten die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Auf dieses Segment entfielen im analysierten Zeitraum 359 Mio. Rubel bei einer Menge von 916,3 Tsd. Packungen, was einem Zuwachs von 16,7 % in Rubel entsprach.

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Die Rangliste der führenden Präparate in dieser Sparte führte Nurofen mit einem Marktanteil von 9,5 % an. Dahinter folgten Nimesil mit 7,9 %, Nimesulid mit 4,7 %, Ibuprofen mit 4,3 % sowie Arcoxia mit 3,9 %.

Im Bereich der reinen Analgetika und Antipyretika belief sich das Volumen zwischen Januar und August 2026 auf 1,1 Mio. Packungen bei einem Umsatz von 202,8 Mio. Rubel, was einem Anstieg von 7,6 % in Rubel entsprach.

Als Marktführer in dieser Kategorie erwies sich Theraflu mit 14,9 %, gefolgt von Pentalgin mit 12,2 %. Kleinere Marktanteile verzeichneten Citramon mit 8,5 %, Spazmalgon mit 6,4 % und Aspirin mit 4,1 %.

Ursachen der Nachfrage und gesundheitliche Risiken

Für die steigenden Absatzzahlen machten Fachleute ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus. Der Neurologe Andrei Udowitschenko vom Medizinzentrum CL Doctor führte die Entwicklung unter anderem auf die allgemeine Inflation und eine Verteuerung kombinierter Präparate zurück.

Auf medizinischer Ebene spielten eine zunehmende Verschlimmerung von Rücken- und Gelenkschmerzen sowie eine ausgeprägte Praxis der Selbstmedikation eine Rolle. Zusätzlich wirke sich die körperliche Belastung von Saisonarbeitern und Touristen in der Region aus.

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Mediziner vor Ort warnten in diesem Kontext vor den Gefahren eines unkritischen Konsums. Eine dauerhafte und regelmäßige Einnahme von NSAR berge erhebliche Risiken, zu denen Magengeschwüre, Magen-Darm-Blutungen sowie Beeinträchtigungen von Nieren und Herz zählten. Bei fiebersenkenden Schmerzmitteln mahnten die Fachleute ebenfalls zur Vorsicht, da eine unkontrollierte Dosierung von Paracetamol schwere Schäden an der Leber nach sich ziehen könne.

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