Schockanruf-Welle, Regensburg

Schockanruf-Welle in Regensburg: Polizei warnt vor russischen Callcentern

06.05.2026 - 21:30:12 | boerse-global.de

Betrüger erbeuten in Regensburg mit russischsprachigen Schockanrufen fünfstellige Summen. Die Polizei warnt vor der perfiden Masche.

Schockanruf-Welle in Regensburg: Polizei warnt vor russischen Callcentern - Foto: über boerse-global.de
Schockanruf-Welle in Regensburg: Polizei warnt vor russischen Callcentern - Foto: über boerse-global.de

Die Polizei zählt mehrere vollendete Fälle mit Schäden im hohen fünfstelligen Bereich.

Besonders perfide: Die Täter kontaktieren ihre Opfer auf Russisch. Durch die sprachliche Vertrautheit bauen sie schnell psychologischen Druck auf. Die Betrüger geben sich als Polizisten oder Staatsanwälte aus und behaupten, Angehörige hätten einen schweren Unfall verursacht. Nur eine hohe Kaution in Bar könne eine drohende Inhaftierung verhindern.

Anzeige

Während Betrüger am Telefon oft auf psychologischen Druck setzen, nutzen sie bei Smartphones häufig technische Sicherheitslücken aus, um an sensible Daten zu gelangen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Android-Handy sofort gegen unbefugte Zugriffe absichern können. 5 Schutzmaßnahmen für Ihr Smartphone jetzt kostenlos entdecken

Opfer verlieren Tausende Euro

In der Friedrich-Ebert-Straße wurde Ende April eine russischsprachige Seniorin zum Opfer. Ein falscher Polizeibeamter überzeugte sie am Telefon von der Notwendigkeit einer Kautionszahlung. Ein Abholer erschien gleich dreimal an ihrer Wohnung und erbeutete einen hohen fünfstelligen Bargeldbetrag. Erst eine Stunde nach der letzten Übergabe bemerkte die Tochter den Betrug.

Ähnliches erlebte ein ukrainisch-deutsches Ehepaar in der Prüfeninger Straße. Die 84 und 89 Jahre alten Senioren verloren einen niedrigen vierstelligen Betrag – auch hier die Unfall-Legende auf Russisch.

Polizei fahndet nach Abholern

Ein besonders dreister Fall ereignete sich am 29. April in der Ludwig-Erhard-Straße. Ein über 80-Jähriger erhielt gegen 17 Uhr einen Anruf einer angeblichen Polizistin. Da er kein Bargeld besaß, bot er wertvolle Münzen an. Gegen 18 Uhr erschien eine Frau und nahm Münzen im Wert von mehreren tausend Euro entgegen.

Die Beschreibung der Täterin: 20 bis 35 Jahre, etwa 170 Zentimeter groß, schwarze schulterlange Haare, ausgewaschene Jeans und Brille mit schwarzem Rahmen.

In der Baltenstraße wurde am 28. April eine 75-Jährige betrogen. Nach mehreren Anrufen auf Russisch übergab sie zwischen 17:45 und 19 Uhr mehrere tausend Euro an einen unbekannten Mann. Dieser war laut Zeugen etwa 45 Jahre alt, 165 Zentimeter groß, schlank, mit kurzen schwarzen Haaren und Schnurrbart.

So schützen Sie sich vor den Betrügern

Die Polizei betont: Weder Polizei noch Justiz fordern jemals telefonisch Bargeld oder Wertsachen. Bei geringstem Zweifel sofort auflegen.

Ein geheimes Codewort innerhalb der Familie kann helfen. Nur wenn der Anrufer dieses Wort nennt, ist der Notfall echt.

Viele Täter suchen gezielt in Telefonbüchern nach älteren Vornamen. Die Polizei rät, Einträge löschen zu lassen oder den Vornamen abzukürzen. Senioren sollten niemals Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen am Telefon preisgeben. Druck oder Aufforderungen zur Verschwiegenheit sind sichere Betrugszeichen.

Technisch nutzen die Täter Call ID Spoofing. Auf dem Display erscheint eine gefälschte Nummer – oft sogar die 110. Die echte Polizei ruft aber nie unter dieser Nummer an.

Anzeige

Kriminelle nutzen heute nicht nur manipulierte Telefonnummern, sondern spähen oft unbemerkt Daten über unsichere Apps oder fehlende Smartphone-Updates aus. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Ratgeber, wie Sie Ihr Gerät in wenigen Minuten gegen Hacker und Datenmissbrauch schützen. Gratis-Ratgeber: Android-Smartphone sicher machen

Die Psychologie der Schockanrufe setzt auf extreme Stresssituationen. Durch dramatische Ereignisse und Zeitdruck schalten die Täter das logische Denken der Opfer aus.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt mit Hochdruck. Die Häufung in verschiedenen Stadtteilen deutet auf organisierte Banden hin, die gezielt Quartiere abarbeiten. Auch in Amberg wurden Fälle bekannt.

Die Polizei appelliert an jüngere Angehörige: Klärt eure Eltern und Großeltern aktiv auf. Nur durch breite Sensibilisierung lässt sich der Aktionsradius der Callcenter-Banden einschränken.

Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg unter 0941/506-2888 entgegen. Im Zweifelsfall gilt: Notruf 110 wählen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69286290 |