Schröpftherapie, WHO

Schröpftherapie: WHO untersucht Ausbildungsstandards in der TCM

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 08:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine WHO-Publikation beschreibt Ausbildungsstrukturen beim Schröpfen; verbindliche Vorgaben oder klinische Empfehlungen enthält sie nicht.
Ein minimalistisch eingerichteter Forschungsraum mit getrockneten Heilkräutern auf einem Holztisch in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die Weltgesundheitsorganisation baut ihre systematische Untersuchung traditioneller Heilmethoden weiter aus. Mit dem Start einer neuen Arbeitspapierreihe widmet sich das globale Zentrum für traditionelle Medizin der WHO (WHO Global Traditional Medicine Centre) den Praktiken der traditionellen, komplementären und integrativen Medizin.

Die erste Publikation der Reihe, die am 23. Oktober 2026 vorgestellt wurde, befasst sich unter dem Titel „Cupping therapy: descriptive synthesis of training“ eingehend mit der Ausbildung in der Schröpftherapie.

Bestandsaufnahme der Ausbildungsstandards beim Schröpfen

Im Zentrum der ersten Ausarbeitung steht eine deskriptive Zusammenfassung der Ausbildungsstrukturen für die Schröpftherapie, auch bekannt als Hijama. Die Analyse fokussiert sich dabei primär auf den Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Untersucht werden unter anderem bestehende Lehrpläne, definierte Kompetenzen, Prüfungsformate, die Qualifikationen des Lehrpersonals sowie relevante Akkreditierungsverfahren für Ausbildungseinrichtungen.

Anzeige

Wer sich mit den Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin befasst, stößt oft auf den sogenannten 3-Finger-Trick zur Schmerzlinderung. Dieser bebilderte Guide zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Beschwerden aktiv selbst lindern können – ohne Hilfsmittel und direkt anwendbar. 101 Druckpunkte gegen Arthrose jetzt kostenlos anfordern

Die Publikation beleuchtet zudem Aspekte der beruflichen Qualifikation und der konkreten Berufsausübung im Bereich dieser traditionellen Anwendung. Das WHO Global Traditional Medicine Centre legt damit eine detaillierte Bestandsaufnahme vor, wie Fachkräfte in verschiedenen Regionen für die praktische Anwendung vorbereitet werden.

Einordnung in die globale WHO-Strategie

Die neue Veröffentlichung ist Teil der umfassenderen WHO-Strategie für die Jahre 2025 bis 2034. Das Papier selbst enthält jedoch ausdrücklich keine verbindlichen Standards oder klinischen Behandlungsempfehlungen.

Übergeordnetes Ziel der gesamten Reihe wissenschaftlicher Arbeitspapiere ist es, traditionelle Heilpraktiken nach klaren Sicherheits- und Wirksamkeitskriterien wissenschaftlich fundiert zu bewerten.

Anzeige

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit jahrtausendealtem Wissen erlebt derzeit ein Comeback in der modernen Gesundheitsvorsorge. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber einer Schmerzexpertin, wie Sie die Technik der Akupressur gezielt für Ihr Wohlbefinden nutzen können. Kostenlosen Akupressur-PDF-Guide hier sichern

Von Seiten der WHO wird in diesem Zusammenhang hervorgehoben, dass für die Einordnung und Beurteilung traditioneller Verfahren belastbare wissenschaftliche Evidenz zwingend erforderlich ist. Eine bloße weite Verbreitung oder historische Tradition einer Methode sei für sich genommen kein Beleg für deren therapeutische Wirksamkeit oder gesundheitliche Sicherheit.

Weitere Publikationen für die Jahre 2026 und 2027 geplant

Die Bestandsaufnahme zur Schröpftherapie bildet den Auftakt eines breit angelegten Vorhabens. Für die Jahre 2026 und 2027 plant das WHO Global Traditional Medicine Centre weitere Arbeitspapiere zu verschiedenen traditionellen und integrativen Therapierichtungen.

Auf dem Veröffentlichungsplan stehen Analysen zur Chiropraktik, zu Siddha, Taijiquan, zur Traditionellen Chinesischen Medizin insgesamt sowie zur traditionellen thailändischen Massagetherapie Nuad Thai. Die Reihe soll damit schrittweise eine strukturierte Informationsgrundlage für die weltweite wissenschaftliche Diskussion über integrative Versorgungsansätze schaffen.

Disclaimer...
de | wissenschaft | 70412346 |