Schwangerschaft: 86% der Frauen haben FolsÀure-Mangel
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 19:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Neue Handlungsempfehlungen, aktualisierte Impfregeln und frische Studienergebnisse zur Arzneimittelsicherheit setzen ab sofort andere Standards.
ErnĂ€hrung und Bewegung: DiversitĂ€t wird groĂgeschrieben
Das Netzwerk Gesund ins Leben hat am 9. Juli seine Empfehlungen komplett ĂŒberarbeitet. Erstmals flieĂt die DiversitĂ€t der Schwangeren stĂ€rker in die Beratung ein. Neu sind auch explizite Hinweise zum Umgang mit Cannabis.
Im Fokus stehen Energiebedarf, Körpergewicht und der Konsum von Genussmitteln wie Koffein und Alkohol. Vitamin D ist jetzt fester Bestandteil der Supplement-Empfehlungen â immer dann, wenn Sonnenlicht oder Nahrung nicht ausreichen. Die Leitlinien dienen FachkrĂ€ften bundesweit als Richtschnur.
NĂ€hrstoffmangel: Fast jede zweite Frau betroffen
Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) schlĂ€gt Alarm: 86 Prozent der Frauen haben zu wenig FolsĂ€ure im Blut, knapp 30 Prozent leiden unter Vitamin-D-Mangel.
Die Konsequenz: Bereits bei Kinderwunsch sollten Frauen tĂ€glich 400 ”g FolsĂ€ure einnehmen. Ab der 12. Schwangerschaftswoche kommen 100 bis 150 ”g Jod pro Tag dazu. Das senkt das Risiko fĂŒr Fehlgeburten und Entwicklungsstörungen.
Weitere Empfehlungen auf einen Blick:
- DHA (DocosahexaensĂ€ure): 200 bis 300 mg tĂ€glich fĂŒr die kindliche Entwicklung
- Eisen: Nur nach Àrztlich bestÀtigtem Mangel supplementieren
- Vitamin B12: Besonders wichtig bei vegetarischer oder veganer ErnÀhrung
- Calcium: Mangel kann Zahnfehlentwicklungen beim Kind auslösen
Fachleute warnen vor unkontrollierten MultivitaminprÀparaten. Jede Supplementierung sollte mit dem Arzt abgesprochen sein.
Ob FolsĂ€ure oder Vitamin D â Laborwerte liefern die entscheidende Basis fĂŒr eine gezielte NĂ€hrstoffversorgung und helfen dabei, Fehldiagnosen zu vermeiden. Erfahren Sie in diesem 25-seitigen Gratis-Report, welche Werte wirklich wichtig sind und wie Sie Ihre Ergebnisse selbst richtig deuten. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck jetzt anfordern
Paracetamol-Studie: Entwarnung fĂŒr werdende MĂŒtter
Eine GroĂstudie im Fachjournal JAMA Internal Medicine sorgt fĂŒr Aufsehen. Forscher untersuchten ĂŒber 700.000 Mutter-Kind-Paare â und fanden keinen kausalen Zusammenhang zwischen Paracetamol-Einnahme in der Schwangerschaft und Autismus oder ADHS. Die Ergebnisse bestĂ€tigen frĂŒhere schwedische Studien und geben Ărzten eine fundierte Basis fĂŒr die Schmerztherapie.
Stiko Ă€ndert Impfempfehlung fĂŒr Schwangere
Die StĂ€ndige Impfkommission (Stiko) hat am 9. Juli ihre Covid-19-Empfehlung angepasst. FĂŒr Schwangere ohne Grunderkrankungen entfĂ€llt die allgemeine Basisimpfung. Grund: Ăber 95 Prozent der Bevölkerung haben eine hohe GrundimmunitĂ€t, schwere VerlĂ€ufe sind selten geworden.
JĂ€hrliche Auffrischungen empfiehlt die Stiko jetzt nur noch fĂŒr Risikogruppen â die Altersgrenze dafĂŒr wurde auf 75 Jahre angehoben.
EMA warnt vor bestimmten VerhĂŒtungsmitteln
Der Sicherheitsausschuss der EuropĂ€ischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat neue Warnhinweise fĂŒr hormonelle Kontrazeptiva veröffentlicht. Bei PrĂ€paraten mit Desogestrel und Etonogestrel besteht jetzt eine Kontraindikation fĂŒr Patientinnen mit bestehenden oder frĂŒheren Meningeomen. Das statistische Risiko: ein zusĂ€tzlicher Fall auf 67.300 Anwenderinnen.
Um die eigene Gesundheit langfristig zu schĂŒtzen, ist ein tiefes VerstĂ€ndnis der persönlichen Vitalstoff-Werte unerlĂ€sslich. Tausende Menschen nutzen bereits diesen praxisnahen Leitfaden, um ihre Laborberichte besser zu verstehen und MĂ€ngel frĂŒhzeitig zu erkennen. Hier den kostenlosen PDF-Ratgeber sichern
Hepatitis-A-Viren: RĂŒckruf bei TiefkĂŒhlbeeren
Ein Handelsunternehmen hat am 9. Juli eine TiefkĂŒhl-Beerenmischung zurĂŒckgerufen. Grund: In Proben wurden Hepatitis-A-Viren nachgewiesen. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) rĂ€t generell dazu, TiefkĂŒhlbeeren vor dem Verzehr zu erhitzen.
Und was ist mit PestizidrĂŒckstĂ€nden auf Obst und GemĂŒse? Kaltes Leitungswasser entfernt etwa die HĂ€lfte der oberflĂ€chlichen RĂŒckstĂ€nde. ZusĂ€tze wie Natron oder Essig bringen laut Fachleuten keinen nennenswerten Vorteil. SchĂ€len hilft zwar gegen RĂŒckstĂ€nde, kostet aber wertvolle Vitamine in den Randschichten. Die gesetzlichen Höchstmengen werden regelmĂ€Ăig ĂŒberwacht â Bio-Produkte schneiden dabei im Durchschnitt besser ab.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
