Europa, Italien

Mehr als 240 FĂ€lle von West-Nil-Fieber in Europa

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 04:00 Uhr | dpa.de

Seit Beginn der Saison meldet Europa mehr als 240 FÀlle von West-Nil-Fieber. Besonders betroffen ist Italien. Die WHO hat zu verstÀrkter Wachsamkeit aufgerufen.

  • Eine MĂŒcke saugt Blut aus der Haut (Symbolbild). - Bild: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa
    Eine MĂŒcke saugt Blut aus der Haut (Symbolbild). - Bild: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa
  • Das West-Nil-Virus unter dem Elektronenmikroskop. - Bild: Cynthia Goldsmith/CENTERS FOR DISEASE CONTROL/EPA/dpa
    Das West-Nil-Virus unter dem Elektronenmikroskop. - Bild: Cynthia Goldsmith/CENTERS FOR DISEASE CONTROL/EPA/dpa
Eine MĂŒcke saugt Blut aus der Haut (Symbolbild). - Bild: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa Das West-Nil-Virus unter dem Elektronenmikroskop. - Bild: Cynthia Goldsmith/CENTERS FOR DISEASE CONTROL/EPA/dpa

In Europa sind seit Beginn der Saison mehr als 240 Infektionen mit dem West-Nil-Virus bekanntgeworden. Insgesamt wurden bis vorigen Mittwoch in sieben europÀischen LÀndern 241 FÀlle registriert, bei denen sich die Menschen vor Ort angesteckt hatten - sie hatten sich also nicht auf Reisen infiziert.

Wie das EuropĂ€ische Zentrum fĂŒr die PrĂ€vention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mitteilte, wurden aus Italien 139 FĂ€lle gemeldet, aus Griechenland 61, aus Spanien 17 und aus Nordmazedonien 13. In RumĂ€nien wurden demnach 6 FĂ€lle registriert, in Frankreich 4 und in Deutschland 1 solche Infektion. Dabei handelte es sich um den Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz, wie bereits Ende Juli bekannt wurde. Insgesamt wurden in Deutschland in diesem Jahr 5 FĂ€lle registriert.

20 Prozent der Infizierten entwickeln grippeÀhnliche Erkrankung

Insgesamt seien damit 59 Gebiete in Europa betroffen, hieß es weiter. Mehr als die HĂ€lfte dieser Areale - 36 - entfĂ€llt demnach auf Italien, insbesondere auf den Norden des Landes. Die Behörde betonte jedoch, es handele sich nicht um eine umfassende Darstellung des Übertragungsgeschehens.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte erst kĂŒrzlich wegen mehrerer Erkrankungen an West-Nil-Fieber in SĂŒdeuropa zu verstĂ€rkter Wachsamkeit aufgerufen.

Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickeln laut Robert Koch-Institut (RKI) eine fieberhafte, grippeĂ€hnliche Erkrankung. Nur etwa jede 100. infizierte Person erkranke schwer. Das Virus werde hauptsĂ€chlich von StechmĂŒcken zwischen wildlebenden Vögeln ĂŒbertragen. Die MĂŒcken könnten aber auch Menschen infizieren. Das West-Nil-Fieber heile in der Regel komplikationslos aus, nur bei schwer erkrankten Patienten seien SpĂ€tfolgen relativ hĂ€ufig.

Wie man sich schĂŒtzen kann

Das durch Viren verursachte West-Nil-Fieber wird dem RKI zufolge symptomatisch behandelt. Es gibt keine spezifische Therapie und auch keinen Impfstoff. An Orten mit bekannter MĂŒckenbelastung empfiehlt das RKI das Tragen von langĂ€rmeligen Hemden oder Blusen und langen Hosen. Neben Insektenabwehrmittel seien auch Moskitonetze und Fenstergitter nĂŒtzlich. Im Wohnumfeld sollten MĂŒckenbrutplĂ€tze möglichst beseitigt werden. Die Insekten legen auch in kleine Wasseransammlungen Eier ab - etwa in Eimern, Untersetzern und verstopften Dachrinnen.

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