Selbstverteidigung, Karatelehrer

Selbstverteidigung: Zwei Karatelehrer aus Eppingen erhalten die Gold-Lizenz

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 07:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Karateverein, Kommunen und Freizeiteinrichtungen setzen auf Selbstverteidigung, gezielte Trainings und diskrete Hilfsangebote.

Selbstschutz: Neue Kurse und Schutzkonzepte stÀrken die PrÀvention
Ein heller, minimalistischer Trainingsraum mit poliertem Holzboden und Tatami-Matten in einem traditionellen Dojo. Illustration mit AI erstellt.

Die StĂ€rkung des persönlichen SicherheitsgefĂŒhls und der mentalen Widerstandskraft gewinnt in der PrĂ€ventionsarbeit zunehmend an Bedeutung. Eine zentrale Rolle spielen dabei fundiert ausgebildete Übungsleiter.

Wie aus einem Bericht vom 9. Oktober 2026 hervorgeht, haben Jens Haar und Steffen Kuhn vom Karateverein Eppingen die Gold-Lizenz als Selbstverteidigungslehrer erworben. Die Qualifikation erfolgte im Rahmen eines dreitÀgigen Lehrgangs des Deutschen Karateverbandes in Hennef.

Praxisnahe Ausbildung beim Karateverein Eppingen

Das Ausbildungsprogramm des Deutschen Karateverbandes legte den Schwerpunkt auf realitÀtsnahe Trainingssituationen. Jens Haar und Steffen Kuhn trainierten unter anderem die Abwehr von Messerangriffen sowie Bedrohungssituationen, in denen mehrere Angreifer involviert sind. Das Erlangen der Gold-Lizenz unterstreicht das Bestreben des Karatevereins Eppingen, fundierte Verteidigungstechniken und Handlungssicherheit im Vereinssport zu vermitteln.

ErgĂ€nzend dazu finden auch in anderen Vereinen regelmĂ€ĂŸige Einstiegsangebote statt: Am 22. September 2026 bot das Shotokan Karate Dojo Eching einen AnfĂ€ngerkurs an, bei dem Kinder ab 7 Jahren von 17:30 bis 18:45 Uhr und Erwachsene von 19:00 bis 20:30 Uhr trainierten.

Zielgruppenspezifische Trainings fĂŒr Jugendliche und Frauen

Neben dem klassischen Kampfsport setzen kommunale TrÀger und Initiativen auf gezielte Selbstbehauptung. In Wartenberg-Landenhausen veranstaltete ein Team des Vogelsberger Jugendamtes einen Kurs mit 11 Jungen. Neben Gefahrenerkennung, Hilfesuche und altersgerechter Selbstverteidigung standen das Setzen persönlicher Grenzen, Körpersprache, Stimme und der Respekt vor den Grenzen anderer im Mittelpunkt.

Auf internationaler Ebene verfolgen Initiativen vergleichbare Ziele: In Diyarbak?r nahmen laut Berichten vom 9. Oktober 2026 rund 100 Frauen am Projekt „Yar?n?n Umutlar? Kad?nlar?m?z“ des Gençlik-Vereins teil, das praktische Selbstverteidigung, Notwehrrecht und Mediensicherheit umfasst.

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Das Projekt wird vom Innenministerium unterstĂŒtzt und ist das achte ministerielle Vorhaben dieser Art. Der Vereinsvorsitzende erklĂ€rte, der Verein habe in fĂŒnfeinhalb Jahren mit Schulungen und Seminaren 22.000 Frauen erreicht; zudem werde eine Ausweitung auf die sieben Regionen der TĂŒrkei angestrebt.

In Brasilien stellt die Stadt CuiabĂĄ im Programm „Lutadoras“ kostenlose Selbstverteidigungskurse bereit, die Jiu-Jitsu, Judo, Karate, Capoeira, Muay Thai und Taekwondo umfassen. Das Programm wurde von 2 auf 17 Standorte ausgeweitet und bietet insgesamt 1.000 PlĂ€tze; 515 Frauen sind dort in 32 Gruppen eingeschrieben und trainieren grĂ¶ĂŸtenteils zweimal wöchentlich.

Niedrigschwellige Schutz- und Interventionskonzepte

PrĂ€ventionsarbeit stĂŒtzt sich zunehmend auch auf geschĂŒtzte RĂ€ume im Freizeitbereich. Die Grafttherme Delmenhorst fĂŒhrte laut Berichten vom 9. Oktober 2026 die Aktion „Kennst du Mika?“ ein. BadegĂ€ste können diskret Hilfe anfordern und werden von geschultem Personal in einen Schutzraum begleitet.

Dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer zufolge richte sich das von der Polizei begrĂŒĂŸte Konzept gegen 1 % der durchschnittlich 350.000 Besucher, wĂ€hrend sich 99 % gut verhielten. Die Gleichstellungsbeauftragte wies darauf hin, dass nur jede zehnte Straftat sexualisierter Gewalt angezeigt werde; bei identifizierten Verursachern seien Konsequenzen bis hin zu Hausverboten möglich.

Ähnliche Schutzkonzepte greift die Gastronomie auf: Die Disco Excalibur in Hartberg und die Cocktailbar Maximilian in FĂŒrstenfeld schlossen sich dem Projekt „Luisa ist hier“ an, das bedrĂ€ngten Frauen nach einer Mitarbeiterschulung diskrete Hilfe bietet.

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Im öffentlichen Raum organisierten unter anderem die Polizei, die Bundespolizei, die Stadt Stuttgart sowie der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart, die SSB, die Deutsche Bahn und DB Regio am Stuttgarter Schlossplatz einen Aktionstag zu Sicherheit im Nahverkehr und Zivilcourage.

Gleichzeitig wurde das Göttinger Projekt „Brothers“, in dem junge MĂ€nner mit Migrationserfahrung im Alter von 14 bis 25 Jahren gewaltfreie HandlungsansĂ€tze an Jugendliche weitergeben, fĂŒr den Regiostars-Wettbewerb 2026 nominiert.

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