Semaglutid-Tablette, Gewichtsverlust

Semaglutid-Tablette: 17% Gewichtsverlust, EU-Zulassung am 16. Juli

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 17:47 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die EU-Kommission genehmigt die erste orale Semaglutid-Variante. Weitere Fortschritte umfassen eine Sättigungskapsel und neue Erkenntnisse zu Bauchfett.

Von der ersten oralen Variante eines Blockbuster-Medikaments bis hin zu neuen Erkenntnissen über die Entstehung von Bauchfett – das Spektrum der Therapieoptionen erweitert sich deutlich.

EU lässt erste Schlankheitspille zu

Am 16. Juli erteilte die EU-Kommission die Zulassung für eine orale Variante von Semaglutid in einer Dosierung von 25 mg. Novo Nordisk bringt damit die erste orale Therapie dieser Wirkstoffklasse auf den europäischen Markt.

Die zugrunde liegende OASIS-4-Studie zeigt einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 17 Prozent. Rund ein Drittel der Teilnehmer erreichte sogar eine Reduktion von mindestens 20 Prozent. Die Markteinführung in der EU soll Mitte August 2026 erfolgen.

Mechanische Hilfe aus dem Magen

Parallel dazu ergänzt ein ungewöhnlicher Ansatz das Feld: Seit Juli 2026 ist in Deutschland die Epitomee-Kapsel gelistet. Das Hydrogel in der Kapsel expandiert nach der Einnahme im Magen und sorgt für ein vorzeitiges Sättigungsgefühl.

Klinische Daten belegen einen Gewichtsverlust von durchschnittlich 6,6 Prozent innerhalb von sechs Monaten. Die Kapsel verfügt bereits über eine Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA.

Neue Hoffnung für seltene Adipositas-Formen

Für spezialisierte Indikationsbereiche gibt es ebenfalls Fortschritte. Die TRANSCEND-Studie, am 8. Juli im New England Journal of Medicine veröffentlicht, zeigt bei Setmelanotid eine placebokorrigierte BMI-Reduktion um 19,8 Prozent. Das Medikament richtet sich gegen die erworbene hypothalamische Adipositas.

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Die erste orale Schlankheitspille ist da: 17% Gewichtsverlust in klinischen Studien. Jetzt erfahren, wie die Tablette wirkt, für wen sie geeignet ist und wie Sie mit einem einfachen Low-Carb-Plan zusätzlich abnehmen. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern

Low-Carb-Ernährung: Weniger Insulin, weniger Gewicht

Neben Medikamenten rücken nutritive Strategien stärker in den Fokus. Eine Studie im BMJ Nutrition untersuchte 48 Patienten mit Typ-2-Diabetes über sechs Monate mit Low-Carb-Coaching.

Die Ergebnisse: durchschnittlich 5,2 Kilogramm Gewichtsverlust und eine Senkung des BMI von 30,6 auf 28,8. Besonders beeindruckend war die Verbesserung des Langzeitblutzuckers (HbA1c) von 60,0 auf 49,7 mmol/mol. Die Low-Insulin-Ernährung setzt auf Verzicht von Kohlenhydraten wie Brot, Reis und Nudeln – zugunsten von proteinreichen Lebensmitteln und Gemüse. Bewegung senkt den Insulinspiegel zusätzlich.

Warum wir im Alter mehr Bauchfett bekommen

Forscher des City of Hope Instituts haben spezifische Stammzellen (CP-As) identifiziert, die im Alter verstärkt neue Fettzellen produzieren. Die am 17. Juli im Fachjournal Science veröffentlichte Arbeit zeigt: Der LIFR-Signalweg steuert diesen Prozess.

Die medizinische Relevanz der Gewichtsreduktion wird durch neue Daten des Deutschen Krebsforschungszentrums untermauert. Demnach könnte Übergewicht für rund 11,5 Prozent aller Krebsfälle verantwortlich sein – ein Wert, der deutlich über früheren Schätzungen liegt.

Nebeneffekt: Schutz vor Alzheimer

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Übergewicht erhöht Ihr Krebsrisiko um 11,5% – das zeigt eine aktuelle DKFZ-Studie. Die neue EU-zugelassene Schlankheitspille kann helfen, dieses Risiko zu senken. Holen Sie sich alle Infos zur Therapie und einen praktischen Ernährungsplan. Risiko senken – Ratgeber sichern

Daten aus der Fachzeitschrift JAMA vom Juli 2026 zeigen einen weiteren interessanten Aspekt: Bestimmte Wirkstoffklassen wie SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptor-Agonisten senken das Risiko für Alzheimer-Erkrankungen um 43 beziehungsweise 33 Prozent.

Experten der LMU München prognostizieren für die nächsten fünf bis zehn Jahre die Entwicklung personalisierter Stoffwechselmedizin. Bereits jetzt werden hybride Moleküle und Fünffachwirkstoffe erforscht, die die Insulinwirkung verbessern und Nebenwirkungen weiter minimieren sollen.

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