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Service Agent verfügbar: Microsofts KI greift auf 90 Tools zu

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 04:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft erweitert Office um KI-Suche und Sprachassistenten, während ein neues Tool für geschlechtergerechte Sprache kontrovers diskutiert wird.

Microsoft 365 Update: Inklusivitäts-Editor und KI-Neuerungen
Eine Hand interagiert mit einer holografischen Oberfläche, die Microsoft Word-Dokumente und KI-Funktionen zeigt, als Symbol für Produktivitätssteigerungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Fokus stehen ein neuer Inklusivitäts-Editor sowie verbesserte KI-Funktionen für die Dokumentenverarbeitung.

Inklusivitäts-Editor stößt auf Kritik

Seit dem 16. Juli 2026 steht in Microsoft Word ein neues Tool zur Verfügung, das Nutzer bei der Verwendung geschlechtergerechter Sprache unterstützt. Der Editor schlägt in Echtzeit Alternativen vor – etwa „Vorsitzende“ statt „Vorsitzender“ oder „Menschheit“ statt „Mannheit“.

Die Einführung des Features hat jedoch Kritik hervorgerufen. Die Organisation Consumers' Research wirft Microsoft vor, mit dem Tool eine ideologische Agenda zu verfolgen. Der Konzern selbst sieht die Funktion als Teil seiner Strategie, die sprachliche Analyse in der Textverarbeitung weiterzuentwickeln.

Copilot: KI durchsucht Besprechungen und Chats

Deutlich umfangreicher fallen die Neuerungen bei Microsoft 365 Copilot aus. Seit Juni 2026 kann der KI-Assistent nun auch Besprechungsprotokolle und Chatverläufe durchsuchen. Nutzer stellen einfach eine Frage in natürlicher Sprache – und Copilot findet selbst unbetitelte oder längst vergessene Unterhaltungen.

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Einen Schritt weiter geht der Service Agent, der seit dem 15. Juli allgemein verfügbar ist. Er greift auf über 90 spezialisierte Werkzeuge zu und arbeitet mit verschiedenen CRM-Systemen sowie der Microsoft-365-Umgebung zusammen. Voraussetzung: eine Dynamics-365-Customer-Service-Lizenz plus ein Copilot-Abonnement.

Seit Mitte Juni unterstützt der Copilot Agent Builder zudem SharePoint-Listen. Admins können Agents erstellen, die auf einzelne Listen mit bis zu 20.000 Einträgen zugreifen – vorausgesetzt, die Berechtigungen sind korrekt gesetzt.

Microsoft Scout: Version 0.23.331 bringt neue Funktionen

Ebenfalls am 16. Juli veröffentlichte Microsoft ein Update für seinen autonomen Agenten Scout. Version 0.23.331 bietet eine flexiblere Modellauswahl, neue Chat-Navigationsfilter und die Integration von Microsoft To-Do. Zudem setzt Scout nun auf Entra-Identitäten für sicherere, autonome Abläufe. Verfügbar sind die Neuerungen über das Frontier-Programm.

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Kritische Sicherheitspatches für Word und Office

Neben den Funktionsupdates hat Microsoft auch Sicherheitslücken geschlossen. Am 14. Juli erschienen Patches für zwei Schwachstellen in Word und der Microsoft-365-Apps-Suite.

Die erste Lücke (CVE-2026-55128) gilt als hochriskant. Sie ermöglicht Remote-Code-Ausführung durch einen Use-after-Free-Fehler und betrifft Office 2019, 2021, 2024 sowie verschiedene SharePoint-Server-Editionen.

Die zweite Schwachstelle (CVE-2026-55142) ist als „wichtig“ eingestuft. Sie führt zu einem Informationsleck, verursacht durch einen numerischen Kürzungsfehler. Manuelle Workarounds gibt es für keine der beiden Lücken. Administratoren sollten die Patches umgehend einspielen – und dabei beachten, dass sich der Installationsnachweis zwischen MSI- und Click-to-Run-Versionen unterscheidet.

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