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ServiceNow AI Platform: Drei kritische Lücken ohne Authentifizierung

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 16:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ServiceNow meldet drei schwerwiegende AI-Platform-Schwachstellen ohne Authentifizierung und stellt Patches für vier Releases bereit.

ServiceNow warnt vor drei kritischen Lücken seiner AI Platform
Dunkler Serverraum mit beleuchteten Serverschränken in einem modernen Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Softwarehersteller ServiceNow hat gestern Warnungen vor drei gravierenden Sicherheitslücken in seiner AI Platform veröffentlicht, die das höchste Bedrohungspotenzial aufweisen.

Die unter den Kennungen CVE-2026-18885, CVE-2026-18886 und CVE-2026-74820 geführten Schwachstellen ermöglichen laut Unternehmensangaben verschiedene Angriffsszenarien wie Code-Injection, SQL-Injection sowie eine unberechtigte Ausweitung von Zugriffsrechten (Privilege Escalation).

Besonders kritisch bewerten Experten den Umstand, dass potenzielle Angriffe für diese Schwachstellen keinerlei Authentifizierung durch den Nutzer erfordern. Zudem wird die Komplexität für eine erfolgreiche Ausnutzung als gering eingestuft, was das Risiko für Unternehmen, die diese KI-basierten Dienste nutzen, erheblich steigert.

Umfassende Patch-Maßnahmen für mehrere Plattform-Releases

Parallel zu der Warnung vor den drei Hauptschwachstellen gab ServiceNow bekannt, eine weitere hochkritische Sicherheitslücke geschlossen zu haben. Dabei handelt es sich um den Fehler CVE-2026-6876, der einen sogenannten Sandbox-Escape ermöglichte. Diese Art von Schwachstelle erlaubt es Angreifern, die isolierte Ausführungsumgebung zu verlassen und potenziell Zugriff auf das zugrunde liegende System zu erhalten.

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Um die Sicherheit der Kundeninstanzen zu gewährleisten, hat der Anbieter bereits Patches für eine breite Palette seiner aktuellen Software-Releases bereitgestellt. Die Sicherheitsaktualisierungen stehen für die Plattform-Versionen Xanadu, Yokohama, Zurich und Australia zur Verfügung. Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen sind angehalten, diese Updates zeitnah einzuspielen, um die Einfallstore zu schließen.

Bislang liegen ServiceNow nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse darüber vor, dass die neu gemeldeten Schwachstellen bereits aktiv für Angriffe im Internet ausgenutzt wurden. Die frühzeitige Veröffentlichung der Warnungen und Patches soll dazu dienen, böswilligen Akteuren zuvorzukommen.

Rückblick auf frühere Sicherheitsvorfälle

Die aktuelle Warnmeldung folgt auf einen Sicherheitsvorfall, den ServiceNow im Frühjahr dieses Jahres offenlegen musste. Am 10. Juni 2026 informierte das Unternehmen über einen unbefugten Zugriff auf Kundeninstanzen. Ursprung dieses Vorfalls war eine Schwachstelle, die bereits im April 2026 gemeldet, jedoch zunächst als nicht dringlich eingestuft worden war.

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Von diesem früheren Vorfall waren insbesondere die Australia-Plattform-Releases sowie spezifische Konfigurationen betroffen. Das Unternehmen hatte betroffene Kunden kontaktiert, nachdem anomale Aktivitäten in deren Instanzen festgestellt worden waren.

Die jetzige schnelle Reaktion und die Einstufung mit maximaler Schwere deuten darauf hin, dass der Anbieter nach den Erfahrungen aus den Vormonaten auf eine proaktive Kommunikation setzt, um die Integrität der weitverbreiteten Enterprise-Cloud-Plattform zu schützen.

Angesichts der Bedeutung der AI Platform für automatisierte Geschäftsprozesse raten Experten dazu, die Release-Stände der genutzten Instanzen umgehend zu prüfen. Da die Schwachstellen auch ohne gültige Anmeldedaten ausgenutzt werden können, stellen sie ein erhebliches Risiko für die Vertraulichkeit und Integrität von Unternehmensdaten dar.

Eine Verzögerung bei der Anwendung der bereitgestellten Patches für Xanadu, Yokohama, Zurich oder Australia könnte die Angriffsfläche für automatisierte Exploits vergrößern.

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