ShinyHunters-Anschlag, Millionen

ShinyHunters-Anschlag: 2,3 Millionen Daten vom Moody Bible Institute

Veröffentlicht am: 03.07.2026 um 23:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hacker legen sensible Daten von 2,3 Millionen Personen offen. Die Angriffswelle trifft auch UniversitÀten und Unternehmen.

ShinyHunters veröffentlicht Daten von 2,3 Millionen Moody Bible Institute Nutzern
GlĂŒhendes digitales VorhĂ€ngeschloss-Symbol ĂŒber BinĂ€rcode, symbolisiert Datenleck, mit verschwommenen Hintergrundfiguren und Datenströmen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der Vorfall betrifft rund 2,3 Millionen E-Mail-Adressen sowie zahlreiche weitere sensible Identifikationsmerkmale.

Der Angriff auf das christliche Bildungsinstitut ereignete sich bereits im Juni 2026. Wie Sicherheitsdienste nun bestĂ€tigen, gelangten neben den E-Mail-Adressen auch vollstĂ€ndige Namen, Wohnadressen, Telefonnummern und Geburtsdaten in die HĂ€nde der Angreifer. Besonders brisant: Rund 76 Prozent der geleakten E-Mail-Adressen waren bereits aus frĂŒheren, unabhĂ€ngigen Datenpannen bekannt. Der Datensatz wurde am 3. Juli 2026 in den Benachrichtigungsdienst Have I Been Pwned aufgenommen.

Gezielte Angriffswelle auf Bildungseinrichtungen

Der Vorfall am Moody Bible Institute ist kein Einzelfall. Die Gruppe scheint eine breit angelegte Kampagne gegen Bildungseinrichtungen und Unternehmen zu fahren. Bereits am 10. Juni 2026 traf es die University of Nottingham – mit verheerenden Folgen: 40 Gigabyte Daten, darunter 455.000 E-Mail-Adressen, Finanzunterlagen und Passnummern, wurden gestohlen. Experten vermuten eine SicherheitslĂŒcke in der Lieferkette oder einen Voice-Phishing-Angriff als Einfallstor.

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Auch Instructure, der Anbieter des weit verbreiteten Lernmanagementsystems Canvas, geriet ins Visier. Anfang Juli 2026 legte die Gruppe mehrere Canvas-Systeme von Schulen in North Carolina lahm und forderte Lösegeld. Branchenbeobachter berichten von ĂŒber 100 Organisationen, die Oracle PeopleSoft oder Canvas nutzen und ins Fadenkreuz gerieten.

Medtronic und Klue: Die nÀchsten Opfer

Die AktivitĂ€ten von ShinyHunters beschrĂ€nken sich lĂ€ngst nicht mehr auf den Bildungssektor. Auch die Gesundheitsbranche und die Cybersicherheitsindustrie sind betroffen. Medtronic begann kĂŒrzlich, 3,8 Millionen Betroffene ĂŒber einen Einbruch zwischen dem 13. und 19. April 2026 zu informieren. Das Unternehmen war zunĂ€chst auf einer Leak-Seite gelistet, wurde spĂ€ter aber entfernt – Spekulationen ĂŒber eine gezahlte Lösegeldsumme machen die Runde. Betroffene Kunden erhalten nun 24 Monate KreditĂŒberwachung.

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Mitte Juni 2026 traf es die Marktanalyse-Plattform Klue. Die Angreifer – mal als Icarus, mal als ShinyHunters identifiziert – nutzten einen vergessenen „Geister-Zugang" aus, um Salesforce-CRM-Daten mehrerer fĂŒhrender Cybersicherheitsanbieter zu stehlen. Darunter: Huntress, Recorded Future, Tanium und LastPass.

Ob auch das Moody Bible Institute ein Lösegeld forderte oder zahlte, ist bislang unklar. Die Veröffentlichung der Daten am 3. Juli spricht jedoch dafĂŒr, dass die Informationen nun in öffentlichen oder halböffentlichen Foren kursieren. Sicherheitsexperten beobachten die Gruppe weiterhin genau – wĂ€hrend sie systematisch Schwachstellen in Drittanbieter-Software und Unternehmens-IT-Systemen ausnutzt.

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