Sicher wohnen im Alter: Bodenseekreis bietet Online-Vortrag am 16. November
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 19:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deMit zunehmendem Alter gewinnt die barrierefreie Gestaltung des eigenen Wohnumfelds an Bedeutung, um Selbstständigkeit und Unfallschutz im Alltag dauerhaft zu gewährleisten. Das Netzwerk „Älter werden im Bodenseekreis“ widmet sich diesem Schwerpunkt am Montag, 16. November 2026, ab 17 Uhr im Rahmen eines kostenlosen Online-Vortrags mit dem Titel „Sicher Wohnen im Alter“.
Im Auftrag des Kreisseniorenrats informiert die Architektin Andrea Rehm über typische Gefahrenquellen in der Wohnung und zeigt praktische Anpassungsmöglichkeiten auf, wobei den Teilnehmenden im Anschluss Raum für individuelle Fragen geboten wird.
Das veranstaltende Netzwerk „Älter werden im Bodenseekreis“ vereint rund 300 Akteure der regionalen Seniorenarbeit. Interessierte können sich über die Plattform bodenseekreis.de/aelterwerden registrieren und erhalten den Zugangslink zur Veranstaltung per E-Mail zugesandt. Für weiterführende Auskünfte und Rückfragen steht beim Landratsamt Bodenseekreis Wiltrud Bolien unter der Telefonnummer 07541 204-5640 zur Verfügung.
Regionale Informationsangebote zur Wohnberatung
Praktische Maßnahmen zum Abbau von Barrieren stehen auch in anderen Regionen im Mittelpunkt der kommunalen Aufklärungsarbeit. Das Familienzentrum Villa veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen am 5. November 2026 von 10 bis 11.30 Uhr eine etwa 90-minütige Informationsveranstaltung zur Wohnraumanpassung in der Oldenburger Straße 49. Behandelt werden dort klassische Stolperfallen, die Montage von Haltegriffen, der barrierefreie Umbau von Badezimmern sowie bestehende Hilfsangebote und alternative Wohnformen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldungen sind bis zum 28. Oktober per E-Mail oder telefonisch zwischen 14 und 16 Uhr unter (04221) 807526 möglich.
Ergänzend zu baulichen Veränderungen spielt der Einsatz zeitgemäßer Hilfsmittel eine zentrale Rolle. Zu dieser Thema bietet die Hessische Fachstelle für Wohnberatung am Freitag, 6. November, um 16 Uhr in der evangelischen Kirche Klein-Gerau in Büttelborn den kostenlosen Fachvortrag „Technik im Alltag“ an.
Wer sich mit der Sicherheit im eigenen Zuhause befasst, sollte auch die Risiken der täglichen Medikation im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber klärt über Wirkstoffe auf, die im Alter zu Schwindel oder Stürzen führen können, und zeigt sichere Alternativen. Stürze und Verwirrtheit vermeiden: Kostenlosen Medikamenten-Ratgeber sichern
Präsentiert werden Lösungsansätze, die ein langes autonomes Leben in den vertrauten Räumen ermöglichen, darunter auch leicht umsetzbare technische Alltagshilfen. Einen praxisnahen Ansatz vor Ort verfolgt zudem die Organisation Senioren Brabant-Zeeland mit einem kostenlosen Rundgang durch Wohnungen.
Geschulte freiwillige Wohnberater geben dabei direkte Hinweise zur sicheren Beleuchtung, zu Zugängen, Rauchmeldern, zweiten Treppengeländern, zur Verringerung des Sturzrisikos durch ebenerdige Duschen statt Duschwannen sowie zum sicheren Aufladen von Elektrorädern und Elektromobilen.
Erhalt von Mobilität und gesellschaftlicher Teilhabe
Neben der Anpassung der baulichen Substanz trägt die persönliche körperliche Stabilität maßgeblich zur Vermeidung von Unfällen im Wohnraum bei. Im Landkreis Lörrach unterstützen ehrenamtliche Bewegungspatinnen und -paten ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität über das Projekt „Aktivierende Hausbesuche“.
Um die eigene Mobilität und Sicherheit in den eigenen vier Wänden dauerhaft zu erhalten, ist gezielte Kräftigung entscheidend. Mit diesen sieben speziellen Übungen für zu Hause können Senioren Muskelabbau effektiv entgegenwirken und ihre Standfestigkeit im Alltag verbessern. Kostenlosen Trainingsplan für mehr Stabilität jetzt herunterladen
Das Angebot ist kostenlos und sieht regelmäßige Besuche vor, bei denen geschulte Begleitpersonen individuell abgestimmte Bewegungsübungen durchführen und Gespräche anbieten. Ziel dieser Betreuung ist es, die Selbstständigkeit der Betroffenen sowie ihre gesellschaftliche Teilhabe möglichst lange zu bewahren.
Rund 50 Engagierte dieses Projekts wurden am Freitag, 23. Oktober 2026, im Rahmen einer Feierstunde in der Lörracher Kirche im Quadrat gewürdigt. Sozialdezernentin Elke Zimmermann-Fiscella sprach den Beteiligten ihren Dank aus.
Getragen wird die Initiative gemeinschaftlich von der Kommunalen Pflegekonferenz und der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Landkreises Lörrach, dem Diakonischen Werk, der Anlaufstelle ipunkt der Fritz-Berger-Stiftung, der Sozialstation Südliches Markgräflerland sowie dem Belchen Institut.
Informations- und Unterstützungsformate wie diese verdeutlichen, dass bauliche Anpassung und kontinuierliche Bewegung gleichermaßen erforderlich sind, um Wohnsicherheit im Alter zu gewährleisten.
